Wie ging die Telefonabhörung in der DDR vonstatten?

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5 Antworten

Sowohl als auch. Die breite Masse der Bevölkerung wurde durch anzapfen abgehört. Wenn ein Verdacht bestand oder wenn man jemanden anrief, der unter Beobachtung stand. War ein einziges Klickgeräusch zu beginn des Gespräches zu hören wusste man bescheid.

In manchen Fällen wurden die Telefone verwanzt. Dazu verschafften sich die StaSi Jungs und Mädels zutritt zur Wohnung und verkabelten alles.

In Berlin gibt es das DDR Musuem. Da wird das ganze Thema sehr genau behandelt.

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Kommentar von matzevalentin
30.08.2016, 17:50

Alles dummes Zeug. Da wurde ganrnichts "verkabelt" und Mädchen gab es auch nicht, weil alles Männer waren. Du widersprichst dir: Erst wurde die "breite Masse" abgehört, dann in "manchen Fällen" Telefone verwanzt.

Nichts weißt du , gar nichts.  Du verweist ans Stasi-Museum. geh erst mal selber dort hin und lern erst mal selber. Wenn du schlau bist, komm wieder.

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für ne telefonabhörung brauchte man erstmal ein telefon, dass hatten die wenigsten ( wir sind zu nachbarn zwei häuser weiter gegangen, um zu telefonieren)

und dann gab es beide möglichkeiten : anzapfen und wanze

eine effektive spionage war über das telefon aber eigentlich aufgrund des mangels an telefonanschlüssen nicht gegeben

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Kommentar von matzevalentin
30.08.2016, 17:55

Du irrst dich! Man konnte bei Postämtern direkt in die BRD oder nach Westberlin telefonieren und das ohne seine Identität preis zu geben. Klar wurde auch dies abgehört. Leider waren viele DDR-Bürger naiv und manche auch einfach dumm. Nur der Clevere wußte, wie man sich schützt vor dem MfS. Die meisten DDR-Bürger waren trottelig-naiv und konnten sich das wahre Ausmaß der MfS-Überwachung gar nicht vorstellen, genauso wie der trottelige Bundesbürger, dem es egal ist, wenn eine NSA-Wanze im Gesäß steckt.

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Hier ist die Wahrheit: Als ehemaliger operativer Mitarbeiter der Staatssicherheit kann ich dir sagen: Telefone wurden nie mit Wanzen in den Telefonen abgehört. Das ist Nonsens aus James Bond-Filmen. Jedes "Post- und Fernmeldeamt" in der DDR hatte einen Wählersaal. Dieser befand sich innerhalb des Gebäudes, wo die Technik stand, die leider meist noch aus der 30er Jahren oder älter war. Im Wählersaal wurde dann eine Steckverbindung hergestellt zwischen der Leitung des Telefoninhabers, der abgehört werden sollte und dann dem Telefonanschluß der Kreisdienststelle, die selber einen extra Raum hatte, wo ein oder zwei Tonbandgeräte standen, die dann automatisch ansprangen und das Telefonat aufzeichneten. Dieser Raum war ausschließlich operativen Mitarbeitern des MfS aus der Abt. 26 der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit zugänglich, also nur die hatten einen Schlüssel. Andere in den Kreisdienststellen tätige Mitarbeiter wußten nicht einmal, was das für ein Raum war und was sich hinter der Tür verbarg, denn jeder Mitarbeiter der Staatssicherheit hatte nur das zu machen, was im übertragen wurde. Der zuständige Angestellte des Fernmeldeamtes nun war ein inoffizieller Mitarbeiter (IM), der für diesen Aufgabenbereich angeworben und vom MfS verpflichtet war. Auch jeder Chef eines Post- und Fernmeldeamtes war zwingend IM. So eine einfache Steckverbindung war in Sekunden hergestellt. Dadurch wußte natürlich dieser IM als einziger, außerhalb des MfS, wer hier abgehört wurde. Wanzen in Steckdosen oder im Telefon sind Phantasien von Klein Fritzchen, der ohne Fachwissen da mal kess was vermutet. Aber mit der Realität hat das nichts zu tun. Auch die Legende vom Knacken im Telefon ist Blödsinn. Das Knacken kam daher, da die Fernmeldeämter altersschwach waren. Sie stammten fast alle aus den 30er Jahren. Es war im MfS auch bekannt, das die Leitung der Kreisdienststelle alle vom BND aus der BRD abgehört wurden. Um das zu prüfen mußte nur ein Signal abgesandt werden und wenn es zurückkam, dann war die Telefonnummer im Westen aufgeschaltet. Für Insider ist das alles bekannt.Im PFA gab es noch einen sogenannten "Mitarbeiter I", der dann im Verteidigungszustand die Leitung des Post- und Fernmeldeamtes übernehmnen sollte. Auch er war IM für diese Spezialaufgabe. Das ist heute auch in Deutschland so. Das MfS hatte eine Abt. Öffentlichkeitsarbeit, aber die war blockiert durch Honeckers Anweisung, keine Infos über das MfS an die Bevölkerung zu geben, um die Erfolge seiner Politik nicht schmählern zu lassen. Das ist dann 1989 dem Mitarbeitern des MfS schwer auf die Füße gefallen, denn das Volk staunte dann erbost über die dann veröffentlichten Fakten, obwohl diese Tätigkeit in allen Ländern der Welt gemacht wird - zum Staatsschutz.

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... besuche einfach das Stasieeck in Leipzig, da wird alles ausgestellt und ist zu ersehen.

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Die funktionierte wegen fehlender Telefonanschlüsse und schlaff entwickelter Technik bedeutend schlechter als heute bei NSA und BND!

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