Wie funktioniert das Hackamore?

8 Antworten

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Hallo! 1) Das Hackamore ist eine gebisslose Zäumung, es wirkt auf ein Pferd sehr scharf,daher nicht für Anfänger geeignet , Dadurch kann auch bei schlechtem Reiter/unruhiger Hand Rollkur entstehen !Dadurch dass man am Zügel zieht und das Hackamoremetall ja so etwas länger ist zieht man den Pferdekopf zwischen die Beine.Es wirkt sehr scharf ein, weil es halt so lang ist und ein Pferd dadurch besser und schärfer auf die Zügelhilfen reagiert.

Gefährlich? Ja. Damit meinen diese Leute,dass es sehr scharf auf das Pferd einwirkt.

Hallo NellyGlamour, 

Ich bin erst jetzt (ein paar Jahre später ) auf deine Antwort gestoßen und muss sagen, dass sie nicht differenziert genug ist. Du musst nämlich zwischen sogenannten mechanischen und natürlichen Hackamoren unterscheiden. Du hast völlig richtig die Folgen falscher Verwendung der scharf gemachten Hackamore beschrieben. Nun möchte ich dir Natürlichen ergänzen. Diese Hackamore sind nicht gefährlich, da sie oft keine Hebelwirkung erzäugen kännen und eher an eine Trense ohne Gebiss erinnern. Diese werden oft auch zum trainieren junger unerfahrener Pferde genutzt ,um sie  im Maul nicht abzustumpfen. Sogeshen sind nicht alle Hackamore so gefährlich, wie sie hier in zahlreichen Kommentaren dargestellt werden. Auch muss man bei mechanischen Hackamoren nochmals unterscheiden zwischen "scharfen" und "stumpfen" Hackamoren, solche stumpfen (Stumpf im Sinne von die Hebelwirkung ist nicht "gefährlich " und verursacht kaum Schmerzen)  üben Druck auf das Nasenbein sowie aus Genick ( bei nicht vorhandener Kinnkette) , welcher nicht groß genug ist um einem Pferd das Genick zu brechen (ein Extremfall,der selten vorkommt). Solche Hackamore verursachen oft sogar weniger Schmerzen als Trensen ( Hier kann ich ein YouTube Video zu empfehlen: Wirkung des Gebisses beim Pferd ) . "Scharfe" Hackamore sind mit Kandaren vergleichbar, deren ist Wirkung hoffentlich bekannt und somit ist klar, dass diese absolut nicht in Anfängerhände gehören genauso wenig wie die " scharfen" mechanischen Hackamore. 

LG 

1

Hallo,

es gibt 2 Hackamores. Die eine heißt Mechanische Hackamore, die andere Kalifornische (oder echte) Hackamore, diese wird aber auch als Bosal bezeichnet.

Wirklich gefährlich werden kann eigentlich nur die mechanische Hackamore. Mit dieser kann man einem Pferd gern mal das Nasenbein brechen, und das ohne große Einwirkung.

Das liegt daran, dass sie eine enorme Hebelwirkung hat.

Hebelwirkung ist allgemein eigentlich eine gute Sache. Dadurch wird die Kraft, die man braucht, verringert, um ein und dieselbe Sache zu bewegen. Diese ganz alten Wasserpumpen oder Zangen arbeiten auch mit Hebelwirkung. Um die eine Sache zu bewegen, braucht man mit Hebel sehr viel weniger Kraft als ohne Hebel.

Dabei gilt die Regel: Je länger der Hebel, desto weniger Kraft brauchst du, um eine gleiche Masse zu bewegen.

Leider ist dieser Effekt meiner Meinung nach im Zusammenhang mit Pferdeköpfen gar nicht so positiv. Im Umkehrschluss heißt diese Regel nämlich auch: je länger der Hebel, desto mehr Masse kannst du mit der gleichen Kraft bewegen.

Sprich, ein und dieselbe Bewegung mit dem Zügel kommt am Nasenbein viel stärker an (wie viel stärker, kann ich dir leider nicht genau sagen), als sie es ohne Zügel, z. B. mit Gebiss oder einer hebellosen gebisslosen Zäumung tun würde.

Deshalb setzt die Verwendung einer mechanischen Hackamore voraus, dass sowohl Pferd als auch Reiter mit sehr sehr feinen, also kaum erkennbaren, Hilfen kommunizieren können. Denn eine normal starke Zügelhilfe, ein deutliches Bewegen der Finger (nicht des Handgelenks!) zum Beispiel, kommt dann beim Pferd schon ziemlich heftig an.

Wenn eine Zäumung, egal ob Gebiss oder gebisslos, einen Hebel hat, weißt du, sie wirkt deutlich signalverstärkend, also sehr scharf. Je länger und grader die Anzüge (Hebel), desto signalverstärkender wirkt sie.

Spüren tut das Pferd den Druck bei der mechanischen Hackamore im genick, am Kinn und hauptsächlich am Nasenbein.

Übrigens ist eine seitliche Einwirkung nicht möglich, sprich, man kann mit der mechanischen Hackamore nicht stellen oder biegen (es sei denn, man kanns nur über den Sitz, was eigentlich selbstverständlich ist, aber dann pack ich meinem Pferd auch nicht so einen scharfen Zaum an den Kopf), sie ist nur als reine Notbremse gedacht.

Man darf sie auch nur einhändig führen, da sie sich sonst verkantet. Ich empfehle dir dazu den Wikipedia Artikel (einfach "gebisslose Zäumungen" googlen oder hier gucken, auch sehr gut:

http://www.pferdewissen.ch/ausruestung1.php )

Wenn man sich nicht einschätzen kann und/oder keine Ahnung hat, kann man beim Pferd was kaputt machen. Deshalb ist die mechanische Hackamore nur was für sehr sehr gut ausgebildete Reiter und Pferde, ähnlich wie bei der Kandarenreife.

Allerdings ist es sinnfrei, als guter Reiter mti einer mechanischen Hackamore zu reiten, denn das Ziel eines jeden Reiters sollte eigentlich sein, seine Hilfen immer mehr zu verfeinern, was mit der mechanischen Hackamore schlicht nicht möglich ist.

Dass das auch unsinnig wäre, zeigt ihr Entstehungsursprung: Erfunden wurde sie im Rodeo, um auf Pferde, die völlig stumpf im Maul geworden sind, noch irgendeine Art von Einirkung haben zu können. Sie wurde also auch gar nicht für gutes, pferdegerechtes Reiten entwickelt.

Das Problem ist, dass die meisten Reiter diese Eigenschaften der mechanischen Hackamore als böse, böse gebisslose Zäumung, die dem Pferd - übrigens wirklich - das Nasenbein brechen kann, auf alle gebisslose Zäumungen generealisieren. Dass das aber völlig ungerechtfertigt ist, wird klar, wenn man sich die meisten anderen gebisslosen Zäumungen anguckt, denn die wirken meist ohne Hebel und sind auch noch aus weichem Material (im Gegensatz zur mech. Hackamore, die ist aus einem festen Nasenband, was die Schärfe dieser Zäumung nochmal vergrößert).

Gebisslose Zäumungen sind Gebissen immer vorzuziehen, allerdings sollte es die richtige sein.

Warum ich so denke, kannst du hier

gutefrage.net/frage/was-findet-ihr-besser-von-denn-beiden-und-wieso#answer35372089

nachlesen.

Grüße

Eine Hackamore wirkt immer über die mehr oder weniger langen Anzüge, an denen die Zügel eingeschnallt sind. Zieht man an den Zügeln, gehen die Metall-Anzüge nach hinten, gleichzeitig wird Druck auf den Nasenrücken ausgeübt.

Es gibt Varianten, die so verschnallt sind, dass auch Druck auf den Nacken wirkt.

Diese Hebelwirkung funktioniert nur, wenn eine Kinnkette eingeschnallt ist, die als Gegendruck der Anzüge wirkt.

Gefährlich ist diese Zäumung deshalb, weil die Anzüge manchmal unglaublich lang sind (= extreme Hebelwirkung) und man durch ungeschicktes Zügel-Annehmen dem Pferd den Unterkiefer damit brechen kann.

Ich bin kein Mathematiker, kann dir also die Hebelwirkung nicht ausrechnen. Aber sie ist unglaublich. Und glaube mir, das mit dem Kieferbruch ist schon häufiger vorgekommen!

Es wurde im Zusammenhang mit der Hackamore (es heißt übrigens "die" Hackamore) auch das Bosal genannt. Das drückt auch auf den Nasenrücken, aber es hat keine Kinnkette als Gegenzug. Aber es gibt unglaublich viele Abwandlungen der Hackamore...

Ein feinfühliges Pferd lässt sich grandios mit Hackamore reiten (Zügel müssen IMMER durchhängen), weil allein das leichte Anheben der Hand genügt, um anzuhalten oder abzuwenden.

Wegen der Hebelwirkung ist es nichts für jemanden mit unruhigen HÄnden.

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