Wie FI Schutzschalter mit Sicherung verbinden?

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Es gibt 2-polige (Einphasen)und 4-polige (Dreiphasen)FI-Schutzschalter.Vor dem FI können Nullungen etc. durchgeführt werden,am Ausgang jedoch darf der Neutralleiter (N) keine Verbindung zur Erde (PE) haben.Hier würde ein kleiner Querstrom fließen und der FI-Schalter löst aus.Deshalb ist es in älteren Hausinstallationen, wo eine klassische Nullung mit 2-adrigen Leitungen verlegt wurden nicht ohne zusätzlichem Aufwand möglich, eine FI-Schutzschaltung zu integrieren.

Also, vom Zähler und den Vorsicherungen kommen die Phasen Schwarz-Braun-Grau oder Schwarz-Braun-Schwarz(Starkleitung) und er blaue Neutralleiter erst zum FI-Schalter. Phasen und Neutralleiter (Blau) nicht verwechseln! Auch der blaue Neutralleiter muß zuerst zum FI! Vom Fi aus geht es dann zu den Sicherungen bzw. Sicherungsautomaten und zur Neutralleiter-Verteilschiene. Wenn der FI auslöst, sind dann alle Stromkreise aus.

Bitte gehe lieber zu einem Elektriker und lasse das anschließen, bei einem Fehler kann der FI u.U. wirkungslos sein. Dir ist sicherlich bewusst, das Strom einen umbringen kann.

Zuerst einmal ist ein FI-Schutzschalter KEIN Sicherungsgerät!Ein FI-Schutzschalter misst und vergleicht den eingehenden Strom mit dem ausgehenden Strom und schaltet bei entsprechender Differenz den Stromkreis ab. Wenn Sie ohne Fachkenntnisse sind rate ich dringend vom Selbsteinbau ab;dies nicht nur zur Sicherheit,sondern auch falls der Fehlerfall eintritt und die Bude brennt ab,zahlt keine Versicherung.

Hallo, bei http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter ist vieles erklärt, auch ein Prinzipschaltbild. Der FI ersetzt keine Überstromsicherung, und kann an jeder Stelle vor der oder den zu schützenden Verbrauchsstelle(n) eingesetzt werden, sogar als Zwischenstecker.

Das einzig wichtige ist, nach dem FI in Richtung Verbraucher darf keine Nullung mehr stattfinden. Es gibt Leute, die meinen auch im Bereich vor dem FI dürfe keine Nullung sein. Das sehe ich aber anders! Da habe ich mich mit meinem Überbetrieblichen Ausbilder nicht einigen können.

MfG Frank

Jede Nullung hilft zwar, Potenziale abzubauen, aber der FI deckt schneller Probleme auf, wenn nirgends genullt wird, sondern der FI die alleinige Kontrolle des Stromkreises hat.

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Dein überbetriebl. Ausbilder scheint zu vergessen, dass in Deutschland die meisten Hausversorgungen als TN-C-S System ausgeführt werden.

Ein TN-C-S-System (frz. Terre Neutre Combiné Séparé) ist vom Transformator aus zunächst wie ein TN-C-System aufgebaut, also es gibt zunächst einen gemeinsamen PEN.

Erst an einem bestimmten Punkt, verbindlich wenn der Mindestquerschnitt des PEN-Leiters (q > 10 mm²) unterschritten werden soll, wird der PEN-Leiter in Neutralleiter und Schutzleiter aufgeteilt. Ab dann werden PE und N separat weitergeführt und dürfen im weiteren Leitungsverlauf nie mehr zusammengeführt werden, um vorher stattfindende Schutzeinrichtungen nicht unwirksam werden zu lassen. Für Unfälle und Schäden, die durch Nichtachtung dieses Grundsatzes entstehen, besteht u.U. der Straftatbestand des Vorsatzes, zumindest der Fahrlässigkeit, Versicherungsschutz vor Kapitalschäden (Brand etc.) kann erlöschen. Also niemals in einer Hausanlage z.B. an einer Steckdose nullen.

In Deutschland findet die Trennung von Schutzleiter und Neutralleiter meistens im Hausanschlusskasten statt. In den Bereichen, in denen Schutzleiter und Neutralleiter getrennt geführt sind, wird laut gültiger VDE der Einbau eines Fehlerstromschutzschalters gefordert. Somit ist aufgrund dieser Konstellation so gut wie immer ein paar Meter vor dem FI die klassische Nullung vorzufinden. Das ist faktisch nicht zu verhindern, und die Frage, ob das sein darf ist ziemlich grotesk.

Einzig unstrittig ist, dass dei klassische Nullung hinter einem FI-Schutzschalters zur Aufhebung der Schutzeinrichtung führt und daher verboten ist.

Der Einsatz der klassischen Nullung ist in DIN VDE 0100 vom Mai 1973 geregelt und in dieser Form bis heute als gültig zu beachten.

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Alles was vor dem FI-Schutzschalter passiert (Nullung, Schutztrennung u.s.w.)ist dem FI-Schutzschalter egal.Er erkennt nur eine eventuelle Schieflage (Summe der abfließenden Ströme muß gleich der Summe der zufließenden Ströme sein)in dem Stromkreis (also am FI-Ausgang).Fließt ein Teilstrom über die Erde ab, dann löst über einen Meßkreis intern der Schalter aus.

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Bei 230V: Den ankommenden L1 (vom Zähler) an den einphasigen FI anklemmen, Klemme links oben. Klemme FI links unten mit der Sicherung unten verbinden. Bei der Sicherung oben ist dann der "neue" L1. Der ankommende N (vom Zähler) muss beim FI rechts oben angeschlossen werden. Rechts unten ist der "neue" N.

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