Wie baut man einen Kalt Fusionsreaktor und wie nutzt man die Energie die da bei ensteht (wie zapft man den Reaktor an)?

7 Antworten

Ohne eine genaue Planung wird das nichts, mit dem Nutzen.
Ich bin da auch nicht so erfahren, und will nur einige Tips geben, ohne feste Reihenfolge:

  • Du verfasst eine wissenschaftliche Abhandlung über das Funktionsprinzip, die keiner versteht. Und das ist ein inklusives "Kein", auch du solltest sie nicht verstehen.
  • Du baust einen Prototypen, der einfach und hochkomplex zugleich aussieht. Wichtig ist, dass man auf den ersten, zweiten und dritten Blick nur sieht, dass er funktioniert, aber nicht erkennt, wie er funktioniert.
  • Du baust ein Labyrinth aus Scheinfirmen samt Strohmännern, mit vielen Konten in vielen Ländern, und noch mehr sinnfreien Überweisungen auf.
  • Du gewinnst Experten für deine Sache, entweder solche, die sowieso schon einen Knall haben, oder überschuldete/erpressbare seriöse. Ersteren bietest du einen Anteil am Gewinn, zweiteren an der Beute.
  • Du gewinnst Investoren, mit Prospekten, deren abenteuerlich hohe Gewinnmöglichkeiten in einem rechten Verhältnis zu den abenteuerlich geringen Risiken stehen. Die Strohmänner und Experten haben sich natürlich schon vorher beteiligt, durch das Labyrinth der Scheinüberweisungen. Man muss also schnell eine Entscheidung treffen, um noch dabei sein zu können.
  • Du verabschiedest dich von deinen Lieben und Liebsten und ziehst in einen Schurkenstaat, der nicht an Deutschland ausliefert, jedenfalls nicht, wenn du "Argumente" dagegen hast.
  • Bei allem brauchst du natürlich juristischen Beistand, und ich weiß grad nicht, wo ich den einordnen soll.

Nach all dem steht nichts einem ruhigen Leben in der Karibik entgegen.
Nur solltest du dort nicht soviel nachdenken wie hier. Sonst quält dich die Frage, warum in der Karibik keine Karibus leben, und/oder wer sie ausgerottet hat.
Dann fährst du dort hin, wo die letzten Karibus leben, um der Sache auf den Grund zu gehen, und prompt schnappt dich Interpol.

Wunnebar! ;)))

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@Bevarian

Geht's dir gut, dass du dich in drei-jahre-alten Fragen rumtreibst?

Oder leidest du an einer Weihnachts-Unverträglichkeit, die ihre Schatten vorauswirft?

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Kernfusion macht man normalerweise unter extrem heißen Bedingungen im Plasma. Bisher ist es niemandem gelungen, das auch nur annähernd wirtschaftlich zu betreiben, weil die Handhabung eines Plasmas schwierig und daher sehr teuer ist. Viele arbeiten daran, und die Fortschritte sind über­schau­bar, ganz im Gegensatz zu den Kosten.

Als Alternative gibt es auch eine „kalte Kernfusion“, die von Myonen katalysiert wird und bei ein paar hundert Grad abläuft (IIRC). Das Problem ist, daß man sich Myonen nicht einfach bei Ebay bestellen kann: Ihre Herstellung ist enorm aufwendig (frißt also Energe ohne Ende), und sie leben nur ein paar Millisekunden.

Wahrscheinlich kann man die myonenkatalysierte Kernfusion niemals wirt­schaft­lich betrieben, außer, man findet irgendwo eine Quelle von Gratis-Myonen. Sowas gibt es aber garantiert nicht auf unserem Planeten (und wenn man eine solche Quelle wirklich findet, kann man sie wahr­schein­lich einfacher direkt anzapfen).

Und dann gibt es noch die berüchtigte „kalte Kern­fusion“ nach Pons und Fleischmann. Bei Raum­temperatur in Lösung. Die hat allerdings den Nachteil, daß sie aller Wahr­schein­lich­keit nach nicht existiert sondern nur dumme Pseudo­wissenschaft ist.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Chemiestudium mit Diss über Quanten­chemie und Thermodynamik

Lass ihn doch seinen Fusionsreaktor bauen! Er muss sich ja zuerst einmal sowieso ein passendes Grundstück und das Material besorgen. ;-)

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„kalte Kern­fusion“ nach Pons und Fleischmann.

Menno, auf den hatte ich mich doch gefreut: mit Bauanleitung, Energieausbeute und allem drum und dran...

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@Bevarian

Als ich Studi war, war das  gerade in Mode.

Da mußten ein paar arme Diplomanden das Zeug nachkochen und einen Seminar­vortrag darüber halten. Im Vortrag waren sie den Tränen nah und haben gejammert, daß sie leider keinen Effekt beobachten konnten (an der Kon­kurrenz­uni waren sie „erfolg­reicher“, das hat alle gewurmt), und so mußten sie statt eigener Resultate eine Literatur­übersicht präsentieren. Das war ihnen fürchterlich peinlich (heute lachen sie wohl drüber)

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Ich denke, Du meinst nicht einen "Kaltfusionsreaktor", sondern einen "Kernfusionsreaktor"?

Das ist natürlich schon eine gewaltige Sache, wenn Du sowas zusammenbaust. Ganze Generationen von Atomphysikern und hochkarätigen Wissenschaftern verschiedenster Disziplinen haben sich darüber jahrzehntelang den Kopf zerbrochen, ohne bis dato ein brauchbares Ergebnis abzuliefern.

Vergiss aber nicht, Deinen Kernfusionsreaktor patentieren zu lassen, damit Dir nicht doch noch jemand Deine Erfindung wegschnappt!

Anzapfen tut man das Ding, indem man damit Wasserdampf erzeugt, der Turbinen antreibt, welche dann ihrerseits Stromgeneratoren antreiben.

Gutes Gelingen!

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