Wenn man ein Baby adoptiert (eventuell auch Kind) kann man es einen eigenen Namen geben?

10 Antworten

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Mit der Adoption erhält das Kind natürlich den Familiennamen des Annehmenden.

Gleichzeitig kann das Vormundschaftsgericht auf Antrag der Annehmenden und mit Einwilligung des Kindes (hier seines Vormundes) auch den Vornamen des Kindes ändern oder ihm einen oder mehrere neuen Vornamen geben, wenn dies dem Wohl des Kindes entspricht.

Die Veränderung des Vornamens bedeutet für das Kind eine Veränderung, die mehr beeindruckt, als die Veränderung des Nachnamens. Kinder identifizieren sich über ihr Vornamen.

Aus diesem Grunde ist eine Veränderung des Vornamens eigentlich nur bei sehr jungen Kindern angezeigt. Erfahrungen mit ausländischen Kindern haben gezeigt, daß die Veränderung des ausländischen Vornamens des Kindes in einen deutschen Namen im Nachhinein beim Heranwachsen des Kindes von diesem oft bedauert wird.

Wenn also schon der Rufname des Kindes geändert werden soll, dann ist es jedoch sinnvoll, den bisherigen Namen des Kindes als weiteren Vornamen zu belassen, so daß das Kind sich später, wenn es das möchte, doch mit seinem ursprünglichen Namen nennen könnte. Im Nachhinein ist eine Rückveränderung eines einmal geänderten Namens unendlich kompliziert und langwierig.

http://www.adoptierte.de/adoption_recht/allgemeine_infos.html

Alles Gute für dich!

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin seit über 30 Jahren Hebamme

Vielen Dank für deinen Stern!

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Ja, kann man

fall 1

die lbl. Mutter gibt dem kind keinen namen mit. In dem fall können die adoptiveltern von vornherein einen eigenen namen vergeben

fall 2

die lbl mutter gibt dem kind einen namen. Die adoptiveltern übernehman diesen namen. Keine änderung erforderlixh

fall 3

die lbl mutter vergibt zwar einen nsmen, die adoptiveltern wollen oder können diesen namen aber nicht übernehmen

in diesem fall wird mit den adoptionsunterlagen auch ein amtrag auf namensänderung beim vormundschaftsgericht eingereicht, welchen das gericht zum wohl des kindes entscheiden wird

oben genanntes gilt hauptsächlich bei adoption direkt bei geburt, bei älteren kindern fände ich es äusserst unangebracht hier was zu ändern ausnahme wäre hier eine reine änderung der Schreibung damit der name ins persönliche umfeld passt, also z. B. Thomasz wird geändert in Thomas.

Grad fällt mir noch fall 4 ein

Die lbl mutter gibt einen namen mit, dieser wird auch übernommen, allerdings wollen die adoptiveltern einen eigenen zweiten vornamen Hinzufügen. Auch in diesem fall ist eine namensänderung beim gericht notwendig.

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Ich weiß es nicht. Aber da das Baby ja noch nicht auf einen Namen hört, könnte ich mir vorstellen, dass man den Namen ändern kann. Ob dies jedoch rechtlich machbar ist, wirst Du auf jeden Fall erfahren, wenn Du ein Baby bekommst (durch Adoption). Bis dahin sei offen für beide Möglichkeiten, dann kannst Du nicht enttäuscht werden. Das ist mein Gedanke.

Da das Kind / Baby in der Regel schon einen Namen hat, kann man den natürlich nicht ändern. Ist ja kein Hund oder ein anderes Tier welches den Besitzer wechselt...

Schmarrn! Klar kann man den namen ändern

man braucht dazu die zustimmung des vormundschaftsgerichts, welches genau prüfen wird was zum wohl des kindes ist, aber möglich ist es

bei unserem sohn wurde der name geändert,.

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@edmuina

Danke für die Aufklärung! Das hätte ich jetzt nicht gedacht... Aber man lernt ja nie aus :-).

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@edmuina

"welches genau prüfen wird was zum wohl des kindes ist"

Ja, wenn es Atomfred heißt, ist das natürlich möglich. Normal ist es bei größeren Kindern nicht mehr möglich.

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Ja!
Wenn es eine anonyme Adoption ist soll die leibliche Mutter das Kind ja nicht finden können.
Ich bin Adoptivvater. Unsere Tochter bekam bei der notariellen Eintragung der Adoption einen neuen Vornamen und unseren Familiennamen.

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