Wenn ich innerhalb von 30 Tagen 30 Fälle nachweisen kann, in denen die DB-Züge (S-Bahn), mit denen ich gefahren wäre, nicht gefahren sind, immer noch nichts?

3 Antworten

Ich will die Bahn nicht ganz freisprechen aber ich habe auch so meine Erfahrungen gemacht. Als erstes hat befreiungskampf 100 % Recht mit seiner Aussage und wenn dann noch so "lästige" Selbstmörder dazwischen kommen ist an einen Fahrplan nicht mehr zu denken und das wirkt sich auf ein sehr großes Gebiet aus oder Leute die verhindern das die Türen zugehen ist auch so eine Sache.

" kann jemand in so einem Fall zumindest stichprobenartig mal nachprüfen"

Das wird überprüft. Und nicht nur Stichprobenartig, sondern alle Züge. Und nur weil die öffentlichen Anzeigen/Ansagen, zeigen dass es sich um Personalausfall handelt, muss das nicht so sein. Intern gibt es andere Begründungen, mit denen ein Reisender aber sowieso nichts anfangen kann.
Zudem wird für jeden ausgefallenen Zug eine Strafzahlung fällig.

"Ich nicht, aber etwa mein Anwalt"
Nein auch der nicht. Du hast keine Ansprüche und auch keinen Anlass in so etwas Einsicht zu erhalten und dein Anwalt genauso wenig

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

befreiungskampf 
Beitragsersteller
 28.06.2023, 20:57

"Und nur weil die öffentlichen Anzeigen/Ansagen, zeigen dass es sich um Personalausfall handelt, muss das nicht so sein."

Die DB darf uns also belügen und betrügen, und das Gesetz erlaubt das?

"...mit denen ein Reisender aber sowieso nichts anfangen kann."

Warum?

"Zudem wird für jeden ausgefallenen Zug eine Strafzahlung fällig."

Na und? Wenn das keinen abschreckt...

"und auch keinen Anlass"

Der Anlass ist Unglaubwürdigkeit der DB-Ansagen bzgl der Gründe der Ausfälle. Und diese Unglaubwürdigkeit hast du in deiner Antwort ja bestätigt. Also, warum kein Anspruch auf Einsicht? Ich bin in dieser Situation ja kein unbeteiligter Dritter.

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Elli3712  28.06.2023, 21:01
@befreiungskampf

Also erstmal, doch du bist ein unbeteiligter Dritter.
Es wird ein Vertrag zwischen Besteller und Unternehmen geschlossen. Zum beispiel DB Regio und dem Land NRW. Somit sind diese beiden Vertragspartner und direkte beteiligte. Du bist Lediglich der Nutzer davon. Wenn du eine Beschwerde hast, musst du dich an den Besteller wenden. Und es wird auch so geliefert wie es bestellt wird.

"Der Anlass ist Unglaubwürdigkeit der DB-Ansagen bzgl der Gründe der Ausfälle"
Das ist kein Grund. Das sind interne Betriebsgeheimnisse die nicht weitergegeben werden dürfen.

Mit den "richtigen" Begründungen kann ein Nicht-Eisenbahner absolut nichts anfangen. Ich kann dir ja ein Beispiel geben:
"Fahren auf Zs7 AH-AA"
Und bringt dich das weiter? Ich denke nicht.

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befreiungskampf 
Beitragsersteller
 28.06.2023, 21:09
@Elli3712

"du bist ein unbeteiligter Dritter.", "Du bist Lediglich der Nutzer davon."

Wenn ich ein Nutzer bin, der für diese Nutzung bezahlt, wie kann ich ein Unbereiligter sein?

"Es wird ein Vertrag zwischen Besteller und Unternehmen geschlossen."

Das ja, aber es hängt aber auch ein Fahrplan, der ja verbindlich ist. Zählt dieser Fahrplan denn nicht als Vertrag zwischen dem Unternehmen und uns zahlenden Nutzern?

"Das sind interne Betriebsgeheimnisse die nicht weitergegeben werden dürfen."

Warum begründen die denn überhaupt, und noch dazu falsch?

"Fahren auf Zs7 AH-AA" -

Ich bin mir mehr als sicher, dass auch das ins Deutsche übersetzt werden kann. Stimmt's?

Und überhaupt: warum macht ihr das so schlecht?

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Elli3712  28.06.2023, 21:14
@befreiungskampf

"Ich bin mir mehr als sicher, dass auch das ins Deutsche übersetzt werden kann."
Ja kann es. Dieser Zug fällt aus, aufgrund eines kurzfristigen Personalausfalls.

"Zählt dieser Fahrplan denn nicht als Vertrag zwischen dem Unternehmen und uns zahlenden Nutzern?"
Ein Fahrplan ist kein Vertrag. Du schließt einen Beförderungsvertrag mit dem Unternehmen. Den kannst du dir aber selbst durchlesen, das wäre zu viel Text hier.

"Warum begründen die denn überhaupt, und noch dazu falsch?"
Es wird nicht grundsätzlich falsch begründet oder sich was ausgedacht. Es wird der Grund genommen, der am dichtesten dran ist, der für die Kunden verständlich ist. Und wie ich dir eben gezeigt habe, ist der tatsächliche Grund für 99% der Menschen nicht verständlich, weil sie die fachexpertise dazu nicht haben. Die Eisenbahn ist nunmal kein Spielzeug wie ein Auto wo man einsteigt und losfährt.

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befreiungskampf 
Beitragsersteller
 28.06.2023, 22:07
@Elli3712

"aufgrund eines kurzfristigen Personalausfalls."

Ich meine, eine "Übersetzung", die vielleicht vereinfacht ist, aber stimmt!

"Du schließt einen Beförderungsvertrag mit dem Unternehmen."

Na eben! Und was macht das Unternehmen danach? Erfüllt seinen Teil nicht! Warum wird der daraus entstehende Schaden bzw. "Schmerz" (der ganze Stress in dieser Situation!!) nicht ersetzt?!

Und zu den Gründen: im Grunde genommen, sch***egal welche Gründe dahinter stehen, aber einen Fahrplan zu hängen, der nicht erfüllbar ist, ist absolut inakzeptabel. Zu wenig Personal? Dann bitte, den Fahrplan überdenken, statt jeden Tag alles ausfallen zu lassen. Warum nicht?

Einen schönen Abend noch.

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Elli3712  28.06.2023, 22:21
@befreiungskampf

"Ich meine, eine "Übersetzung", die vielleicht vereinfacht ist, aber stimmt!"
Das ist eine Übersetzung. Es gibt 1.000.000 Gründe die für Verspätung und ausfälle sorgen können. Und vermutlich noch mehr.

"einen Fahrplan zu hängen, der nicht erfüllbar ist, ist absolut inakzeptabel"
es gibt keinen Verlässlichen Fahrplan. Gab es nie, wird es nie geben. Und das nirgendwo auf der Welt. Dafür sind zu viele Faktoren im Spiel.
Nur mal als beispiel: Du kommst auch nicht jeden Tag mit auf Auto die selbe Minute auf der Arbeit an.

"Zu wenig Personal?"
Zu wenig Personal ist nicht gleichzustellen mit "kurzfristigem ausfall". Ein kurzfristiger Ausfall könnte zB Krankheit sein, Verspätung aus vorheriger Leistung, die übernahme wichtigerer Leistungen weil dort etwas vorgefallen ist.

Nochmal, die Eisenbahn ist kein Spielzeug. Die DB ist eines der größten unternehmen weltweit und es ist eine Mammutaufgabe das so zu meistern wie es aktuell läuft. Das heißt nicht, dass es gut ist, aber mit den vorhandenen Ressourcen geben jeden Tag knappe 100.000 (und ja ich meine auch 100.000) Menschen ihr bestes den Laden irgendwie am Laufen zu halten. Darüber solltest du vielleicht mal Nachdenken, was das für Ausmaße sind und diese irgendwie unter Kontrolle zu behalten.

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befreiungskampf 
Beitragsersteller
 29.06.2023, 04:57
@Elli3712

"es gibt keinen Verlässlichen Fahrplan. Gab es nie, wird es nie geben. Und das nirgendwo auf der Welt."

Doch. Wo ich her komme, dort schon. Sorry, stimmt aber.

"Zu wenig Personal ist nicht gleichzustellen mit "kurzfristigem ausfall". Ein kurzfristiger Ausfall könnte zB Krankheit sein, Verspätung aus vorheriger Leistung, die übernahme wichtigerer Leistungen weil dort etwas vorgefallen ist."

Wenn jeden Tag etwas vorfällt, das ausgerechnet meine S-Bahn behindert, dann ist das ja nicht mehr kurzfristig, sondern absehbar und planbar. Es ist in einem solchen Fall klar, dass auch morgen, übermorgen etc. etwas "kurfristig" passiert, und dass natürlich diese S-Bahn und keine andere dann auch wieder hinhalten muss, weil sie weniger wichtig ist. Warum dann nicht auch den Fahrplan daran anpassen?

"Nochmal, die Eisenbahn ist kein Spielzeug. Die DB ist eines der größten unternehmen weltweit und es ist eine Mammutaufgabe das so zu meistern wie es aktuell läuft."

Erzähl mir nur nicht, dass es von München nach Flensburg weiter ist, als von Moskau nach Wladiwostok. Wenn dieses Unternehmen das nicht auf die Reihe kriegt, soll es mehrere geben.

"mit den vorhandenen Ressourcen geben jeden Tag knappe 100.000 (und ja ich meine auch 100.000) Menschen ihr bestes den Laden irgendwie am Laufen zu halten."

Vielleicht sollte man auch hier darüber nachdenken, dass diese 100.000 diejenigen sein sollten, die schon mal in der Armee gedient haben und wissen, was Disziplin bedeutet? Kein Minütchen Rauchen vor der Abfahrt, kein schönes Gesprächlein zwischen zwei Lokführern, 25 Sek Verspätung für erklärungsbedürftig erklären, jedem Erst-Verursacher den Tag unbezahlt lassen, was? Und wie gesagt: der Fahrplan. Sodass er weniger falsche Hoffnungen macht.

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Da kannst du absolut nichts machen. Wenn es kein Personal gibt, gibt es kein Personal. Ob es stimmt wirst du auch niemals erfahren.. höchstens wenn du da arbeitest.


befreiungskampf 
Beitragsersteller
 28.06.2023, 20:58

Warum darf man das nicht erfahren, wenn die Unglaubwürdigkeit deutlich sichtbar ist? Ist dem deutschen Gesetz egal, ob uns eine Firma betrügt oder nicht?

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JayJayJay09610  28.06.2023, 21:14
@befreiungskampf

Schau dir andere große Firmen an.. die machen auch was sie wollen und dem deutschen Gesetz ist es egal. Will die Bahn nicht verteidigen damit, aber nein es interessiert das Gesetz offensichtlich nicht.

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