welche religion hab es in deutschland bevor das christentum?

11 Antworten

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Über de vorchristlichen Religionen unserer Breiten wissen wir leider nur recht wenig. Was daran liegt, dass es keinerlei schriftliche Quellen gibt.

Was wir allerdings wissen, ist die Tatsache dass das Christentum in sehr großem Ausmaße bei der Missionierung bereits bestehende religiöse Strukturen und Traditionen übernahm und nur leicht verändert ins Christentum integrierte. Wir können davon ausgehen, dass religiöse vorchristliche Bräuche ins Christentum übernommen wurden.

Dies ist in ländlichen Gebieten bis in heutige Zeit sehr deutlich erkennbar, aber auch allgemeiner bekannte Bräuche vorchristlichen Ursprungs sind jedem bekannt: so ist etwa das Weihnachtsfest eine nur leicht veränderte Form eines vermutlich bereits neolithischen Wintersonnenwendfestes.

Die "germanische" Glaubenswelt war nicht homogen, sie war sehr wahrscheinlich durch eine Vielzahl lokaler Bräuche und lokaler Gottheiten geprägt. Bitte vergesst die Fantasievorstellungen über eine "germanische Religion" mit festem Pantheon aus Thor, Wotan und so weiter: das sind romantische Ideen aus dem 19. Jahrhundert, die im Dritten Reich propagandistisch aufbereitet wurden. Mit historischer Realität hat das vermutlich wenig zu tun. In Esoterik- und Neuheidenkreisen wird ein historisch nicht belegtes Neuheidentum gepflegt, das eher auf Fantasien auf baut als auf religionsgeschichtlichen Erkenntnissen.

Auch die oft erwähnte Edda ist nur bedingt als Quelle nutzbar, denn erstens stammt sie nicht aus "Germanien" sondern aus Island und zweitens wurde sie erst in christlicher Zeit von Mönchen niedergeschrieben.

Das Thema ist schwierig und sehr komplex.

Erschreckend, wie ungebildet die gegenwärtige Generation "unterwegs" ist.
Diese trifft aber keine Schuld, denn kann sie nur das wissen, was die lehrende Generation, also die Eltern/Großeltern ihnen vorher beigebracht haben. Zu behaupten aber, es gäbe über die Religion vor dem Christentum nichts zu sagen, weil es zu lange her ist, oder so, nun das ist schon besonders "merkwürdig" oder traurig.
Denn dazu muss man schon sehr unaufmerksam sein.
Nehmen wir den Donnergott Thor.
Wiederholung "Gott" kann nicht von etwas "Ungläubigem" herrühren, also schon mal Punkt 1: Das was vore dem Christentum stattfand, wa rauch eine Religion.

Nun, an besagten Donnergott Thor erinnern wir uns jede Woche ein mal, nämlich am Donnerstag, oder im englischen Thurs-day, was noch direkter auf Thor hinweist!
Die germanische Religion ist also, ganz im Gegenteil von den vorgenannten Behauptungen nicht etwas verschwunden, sondern weltumspannend, über die Deutsche und englische Sprache in der Tagesbezeichnung vorhanden!

Der englische Wednesday deutet auf Wotan hin, also der germanische Gott Nummer eins, genauso vertreten.

Im deutschen meine ich allerdings eher den Dien-stag (also O-Dins-Tag) bei Wotan zu finden, sofern wir Wotan und Odin gleich setzen!
Selbst die Sonne und der Mond sind Götter im Germanischen weshalb wir den Sonn-Tag und den Mon-Tag daraus resultierend kennen!
Man muss also nur Augen und Ohren aufmachen und man begegnet der germanischen Religion permanent und mehr als irgendetwas anderem!

Dass Weihnachten auf den Germanischen Brauch der Wintersonnenwende zurückzuführen ist, erwähne ich hiermit im Vorbeilaufen.

Wintersonnenwende und Sonnenanbetung unter dem Breitengrad von Bethlehem, wo so oder so 3 Ernten pro Jahr stattfinden, die Sonne also gar keine äquivalente Lebensspendende Bedeutung wie im Norden hat, ergo deren Wende auch nicht ins Gewicht fällt wie im Norden, ist also abwegig!

Deshalb hat das Christentum auch die Wiederauferstehung zu Ostern, nach Karfreitag, dem höchsten Christlichen Feiertag positioniert, also einem Zeitpunkt, der nichts aber auch gar nichts mit Wintersonnenwende zu tun hat.
Letztere ist der Zeitpunkt der Wiederauferstehung der Sonne, denn nach dem 21.12. eines jeden Jahres sinkt sie nicht mehr weiter (im Sinne des Standes über dem Horizont 12:00 Uhr Mittags, sondern gewinnt täglich an Höhe bis zur Sommersonnenwende am 21.6. eines jeden Jahres!
Religion ist in erster Linie Sonnenanbeterei und dabei eine Personifizierung der Sonne (vgl. Zeitgeist Dokumentation über Christus).
Zuletzt sei dann noch die Himmelsscheibe von Nebra benannt und deren Alter.

In der christlichen Erklärung der germanischen Geschichte, hat es diese Himmelsscheibe, also innerhalb der angeblichen wilden germanischen Waldbewohnenden Horden niemals geben können.


Es gab durchaus einen germanischen Pantheon. Der oberste Gott Wotan (= Odin) ist sowohl in Deutschland als auch bei anderen germanischen Ländern bezeugt. Diese Religion hat sich natürlich ständig fortentwickelt. In tausend Jahren ändert sich jede Religion. Auch gab es lokale Besonderheiten. Aber das ändert nichts am gemeinsamen Ursprung. Auch der Islam oder das Christentum haben sich im Lauf ihrer Geschichte verändert. Das ist ganz normal. Über die heidnische Zeit in Deutschland wissen wir natürlich weniger, da Deutschland schon um das Jahr 1000 ziemlich stark in allen seinen Teilen christianisiert war. In Skandinavien überlebte das germanische Heidentum etwas länger. In Schweden etwa bis 1200. Auch wenn die Geschichten über die alten Götter noch lange erzählt wurden, auch über die niedere Religion, also Zwerge, Elfen usw. Die Edda wird übrigens heute - entgegen früherer Ansichten - als wesentlich ursprünglicher und weniger vom Christentum beeinflusst gesehen, als noch vor 20 Jahren angenommen. Viele der dort geschilderten Geschichten waren sehr wahrscheinlich bereits einige hundert Jahre zuvor bei allen germanischen Stämmen bekannt. Interesant ist auch der Tierstil und die Runen, die ebenfalls im gesamten germanischen Raum - sozusagen als "corporate design" der germanischen Stämme - verbreitet.

wird religion irgendwann abgeschafft sein?

also das in paar jahren niemand mehr an den Christentum und alle anderen Religionen glaubt

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Sollte man sich als religiöser Mensch auch einen religiösen Partner suchen?

Ich bin nämlich sehr religiös (christlich) und würde nur eine Partnerin wollen, die auch Christin ist. Denn ich finde, man muss für eine Partnerschaft Gemeinsamkeiten haben, und eine gemeinsame Religion wäre schon mal eine große Gemeinsamkeit (insbesondere wenn sie für einen wichtig ist), dagegen wäre es eine kritische Differenz, wenn der eine Partner religiös ist und der andere Partner gar nicht.

Denn durch die Religion bzw. durch den Atheismus entstehen ja auch für das Zusammenleben große Differenzen: Es stellt sich die Frage, ab wann man Sex hat, wie man zusammenlebt , ob und wann man heiratet, wie man die Kinder erzieht (religiös oder nicht religiös, streng oder antiautoritär) bis hin zu Fragen, was man macht, wenn die Partnerin ungeplant schwanger ist und/oder das Kind behindert sein wird. All das wären schon mal massive Knackpunkte, wo es zu Streit kommen kann bis hin zur Trennung.

Ja, Trennung ist dann auch noch so eine Sache : Bei Atheisten ist es ja oft so, dass sie sich wahrscheinlich ganz schnell trennen von einem Partner, während man sich als religiöser Mensch höchstens in Notfällen überhaupt trennen dürfte. Und auch Sachen wie Affären oder Fremdgehen sind m.E. bei Atheisten alltäglich, aber bei religiösen Menschen ein absoltes NoGo. Aber ich glaube, es kommt auch auf die Religion an, da gibt es unterschiedliche Sichtweisen und Regeln. Bei Muslimen ist es z.B. kein Problem, wenn die Frau eine andere Religion hat, allerdings sind männlichen Nachkommen (oder auch die weiblichen ?) automatisch Muslime, aus islamischer Sicht. Bei Buddhisten und Hindus ist eine interreligiöse Bezeihung auch ok, soweit ich weiß.

Wahrscheinlich muss das eben auch jeder für sich selbst entscheiden, ob er innerhalb seiner Religion einen Partner finden möchte oder ob es ihm egal ist, an was der Partner glaubt. Für mich käme es nicht in Frage, da ich bei einer nichtreligiösen Partnerin davon ausgehen muss oder wenigstens damit rechnen müsste, dass genannte Probleme aufkommen, also sie gleich Sex will, sie nicht so schnell heiraten will, fremdgehen würde und ein ungeplantes oder behindertes Kind abtreiben würde.

Mit so einer Person könnte ich nicht zusammenleben. Ich denke, da könnte ich noch besser mit jemandem zusammenleben, der statt gar keiner Religion eine andere Religion hat als ich, weil ich denke, dass es generell zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen mehr Gemeinsamkeiten gibt als zwischen Menschen mit Religion und Atheisten oder nichtreligiösen Menschen.

Und dann stellt sich auch für religiöse Partner aus religiöser Sicht die Frage, wenn sie glauben, dass es eine Hölle oder irgendetwas in der Art gibt, dass der nichtreligiöse Partner da ja wahrscheinlich hinkommen könnte nach dem Tod. Allerdings ist es im Christentum so, dass Ehe rein diesseitig ist und es im Jenseits so etwas nicht geben wird, von daher wäre das vielleicht nicht so wichtig, da es ja nur für das Diesseits ist.

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