Welche Nachteile hat es, ein Haus zu kaufen, welches zur Zwangsversteigerung angeboten wird?

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9 Antworten

Bei einer Zwangsversteigerung kauft man natürlich eine Katze im Sack.

Der Vorbesitzer hat natürlich wenig Motivation, noch etwas zu reparieren (und meistens auch kein Geld dazu). Sonst wäre es ja nicht zur Zwangsversteigerung gekommen.

In meiner Nachbarschaft wurde jetzt ein Haus versteigert für 215.000 €. Der Erwerber muss ganz sicher noch mal 100.000 da rein stecken. Wenn das ausreicht. Dafür hätte er in einer anderen Wohnlage neu bauen können.

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Kommentar von lesterb42
19.12.2015, 12:46

100.000 € für Reparaturen sind bei einem EFH fast nicht zu schaffen. Selbst wenn die Heizung neu muss, kommt man mit 30.000 € schon sehr sehr weit.

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Vorteil: Man kann unter Umständen ein Schnäppchen machen. Nachteil: Man kann unter Umständen böse auf die Schnauze fallen. Das ist ein Roulettspiel, wenn man das Haus nicht kennt. Ich würde auf jeden Fall versuchen über die Nachbarn etwas zum Haus und den Eigentümer zu erfahren. Blind würde ich so eine Hütte nur kaufen wenn das Grundstück allein den Kaufpreis wert wäre. Es gibt aber einige Ratgeber im Netz, siehe Google.

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Zur Zeit gehen die Häuser meist zu 100 % des Verkehrswerts weg. Von Schnäppchen kann da keine Rede sein. Gerade bei diesem Objekt, ohne Innenbesichtungung durch den Gutachter ist der Kauf zusätzlich riskant. Außerdem ist es häufig schwierig den Alteigentümer zum Auszug zu bewegen.

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Wenn es zur Zwangsversteigerung ansteht, dann gibt es bei dem Amtsgericht, was zuständig ist vermutlich schon ein Gutachten.

Einfach mal hingehen.

Man hat natürlich immer das Risiko, dass der alte Besitzer noch etwas ausbaut, oder kaputt schlägt, einfach aus Ärger.

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Das Risiko ist niedrig, wenn z. B. 50 % vom Verkehrswert gefordert wird. Und es steigt mit jedem Prozentpunkt, mit dem sich der Preis dem Verkehrswert annähert. Hat das Haus einen Verkehrswert von z. B. 300000 € und man bekommt es für 150000, bleiben z. B. 150000 für evtl. notwendige Reparaturen und Renovierungen.

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Kommentar von hilflos99
20.12.2015, 15:51

da bei der Zwangsversteigerung 70% vom Verkehrswert gefordert werden wird niemend sein Haus vorher für 50% verkaufen

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Huhu, 

ich glaube das Hauptproblem ist echt, dass du nicht genau weißt, was du da kaufst. DrMaHinz hat ja schon ganz gut dargestellt, dass man vorher einfach keinen Zugang hat. So kann es sein, dass du echt viel Geld ausgibst - um letztlich festzustellen, dass es die Immobilie gar nicht wert war. :(

Sofern du nen Kredit bekommst oder über genug Bargeld verfügst würde ich dir eher raten eine "richtige" Immobilie zu kaufen. Auf http://goodliving.ch/ und anderen Immobilien-Seiten findest du beispielsweise tolle Häuser und kannst dir vorher schon ein Bild davon machen. 

Bei einer Zwangsversteigerung ist es eher wie beim Glücksspiel - kann super laufen, aber die Chance ist deutlich geringer.

Liebe Grüße,

Annabelle

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@ www.immobilien-einblick.de/versteigerung

Vorteile von Zwangsversteigerung
– Durch Versteigerungen bietet sich die Möglichkeit, Immobilienobjekte unterhalb des Verkehrswerts zu erwerben (dem muss aber nicht so sein).

Nachteile von Zwangsversteigerung
– An Anspruch darauf, dass das Objekt vorher besichtigt werden darf besteht nicht (Grundsatz der Unverletzlichkeit der Wohnung). Weder von einem selber noch von einem Gutachter. Das hängt vom Besitzer oder dem Mieter ab. Man hat oft nur die Versteigerungsakte, den Grundbucheintrag, das Wertgutachten und den äußeren Anschein als Anhaltspunkt. Um reingelassen zu werden, könnte gegenüber dem Eigentümer allerdings ein „Rettungserwerb“ angedeutet werden. Bei Mietern könnte man „Vertragsänderungen“ oder „Kündigungen“ andeuten.
– Es gibt keine Gewährleistung für das ersteigerte Objekt (z.B. bei Baumängeln oder Altlasten). Siehe § 56 Zwangsversteigerungsgesetz: „Ein Anspruch auf Gewährleistung findet nicht statt“.
– Gibt es noch Lasten? Das kann beim Rechtspfleger erfragt werden. Bleibt eine Grundschuld oder Hypothek bestehen, muss der Höchstbietende ebenfalls dafür aufkommen!
– Die Gläubiger müssen das Meistgebot nicht akzeptieren. Liegt das Höchstgebot beispielsweise bei unter 70% der Verkehrswertes, könnten die Gläubiger eine Bedenkzeit oder gar eine zweite Versteigerungsrunde fordern.
– Es ist schon vorgekommen, dass sich Bewohner weigern auszuziehen. Räumungen per Gerichtsbeschluss können dann fünfstellige Summen kosten.
– Oft sind noch umfangreiche Renovierungen notwendig. Aus finanziellen Gründen wurden diese vom bisherigen Eigentümer meist lange unterlassen.

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Vorteile: das Objekt ist in der Regel günstig zu haben, kann also ein Schnäppchen sein.

Nachteile: keine Besichtigung der Innenräume möglich, es wird die "Katze im Sack" gekauft. Der Sanierungs-/Renovierungsbedarf ist nicht abzuschätzen: also kann das preiswerte Haus nachher doch noch richtig teuer werden.

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Kommentar von lesterb42
19.12.2015, 12:40

Die Zeiten von "in der Regel günstig" sind vorbei.

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Vorteil ist ganz klar, man kann solch eine Immobilie günstig erwerben.

Nachteil: Du kannst es vorher nicht von innen sehen und hast evtl noch Mieter drinne wohnen. Die müssten erst einmal raus und wenn die Kinder haben, ist es schon gar nicht so einfach

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Kommentar von lesterb42
19.12.2015, 12:47

Die Zeiten von "günstig" sind vorbei.

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