Welche Fragen kommen beim ersten Gespräch bei einer Suchtberatung?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Sie werden Dich fragen, seit wann Du trinkst, wieviel und ob Du Probleme hast und deshalb angefangen hast zu trinken. Eine Suchtberatung hat Schweigepflicht, sonst würde ja keiner mehr hingehen. Das kannst Du hier auch nochmal nachlesen

http://www.a-connect.de/bera.php

Ich kann verstehen, dass Du da etwas aufgeregt bist, das geht bestimmt allen so. Als ich das erste Mal zu den Anonymen Alkoholikern gegangen bin und eine erstes Gespräch hatte, war ich auch sehr aufgeregt, das ist ganz normal. Es ist gar nicht so leicht, wildfremden Menschen von seinen Sorgen und Problemen zu erzählen. Ich finde das sehr tapfer und gut von Dir, dass Du da hingehen willst. Alles, alles Gute. lg Lilo

Darauf lässt sich nicht im Standard antworten. Die Menschen die da arbeiten schauen sich die Menschen an die zu ihnen kommen. Hier in Karlsruhe war ich schon mal. Als ich ankam war die Information gut zehn Minuten unbesetzt. Ich hatte also reichlich Zeit mich mit den ausgelegten Schriften zu beschäftigen. Wie ich weiß verhalten sich manche Suchtberatungsstellen so um die erste Angst verfliegen zu lassen bei den Ratsuchenden. Dann kam eine Frau, schaute mich erstaunt an - ich bin trocken seit einigen Jahrzehnten, sehe also nicht aus als bräuchte ich Rat - , ging hinter die Theke und fing an zu suchen. Dann verschwand sie wieder um nach einigen Minuten mit einer anderen Person wieder zu kommen. Erst da wurde ich angesprochen. Ich wurde gefragt ob mir geholfen werden kann, ob ich Rat suche, ob ich noch Informationen brauche. Entsprechend meiner Antwort haben sie dann sich weiter verhalten. Wer dort Rat sucht geht in einen eigenen Raum wo ein Vier-Augen-Gespräch möglich ist. Da hat jeder Mensch so viel Zeit wie nötig ist. Das Gespräch kann jederzeit abgebrochen und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. 

So wie in Karlsruhe geht es nicht überall zu. Auf jeden Fall gibt es keinen Standard. Dessen sei versichert. Du brauchst auch keine Angst haben dass Du Rechenschaft abzulegen hast. Kein Mensch wird Dich da verurteilen. Aber die dort Arbeitenden werden Dir sicherlich ihre Achtung wenn nicht gar Hochachtung entgegen bringen weil Du Deine Scham überwinden und Deine Erkrankung zum Stlilstand bringen willst. Denn bedenke:

Es ist keine Schande krank zu sein.

Es ist allerdings eine Schande Nichts dagegen tun zu WOLLEN.

Gehst Du hin willst Du. Also gehe hin denn Du willst ja. Und nimm Informationsmaterial mit. 

Ich war zwar noch nie dort, aber sie werden sicher fragen wie deine Trinkgewohnheiten sind, Wann und wie viel du trinkst und zu welchen Gelegenheiten. Sie werden sicher niemanden etwas von dem Gespräch erzählen.

Was möchtest Du wissen?