Wehrmacht: Wie so schnell viele Waffen?
hallo,
ich frage mich, wie die Wehrmacht bis 1939 und weiter bis 1941 so viele Waffen herstellen konnte, beispielsweise Gewehre und Maschinenpistolen - das müssen doch Unmengen gewesen sein ... woher Metall, wie Fabriken ... ?
Merci !
3 Antworten
Das Ergebnis einer langfristig angelegten, politisch gewollten Mobilisierung von Ressourcen, die bereits in der Weimarer Republik im Geheimen vorbereitet worden war. Mit Hitlers Machtantritt 1933 erhielt dieser Prozess den vollen politischen Rückhalt, finanziert durch Staatsverschuldung und die Umleitung ganzer Industriezweige auf Kriegsproduktion.
Das benötigte Metall stammte in erster Linie aus dem Ruhrgebiet, aus Oberschlesien und aus Importen. Besonders das schwedische Eisenerz war für die deutsche Rüstungswirtschaft zentral, hinzu kam eine rigorose Rohstofflenkung. Parallel investierte der Staat massiv in neue Fabriken, die ab 1937 den systematischen Ausbau der Stahl- und Erzgewinnung vorantrieben. Zwischen 1933 und 1939 vervielfachte sich so die Rüstungsproduktion.
Diese Beschleunigung war ökonomisch nur durch massiven Raubbau möglich. Die deutsche Rüstungswirtschaft arbeitete schon 1939 am Limit und konnte ab 1941 nur durch die Ausbeutung eroberter Territorien, den Einsatz von Zwangsarbeitern und die systematische Ausplünderung besetzter Länder ihre Produktion aufrechterhalten.
Damit erklärt sich, warum der schnelle Aufbau möglich war, er beruhte auf planvoller Vorbereitung, massiver staatlicher Steuerung und letztlich auf einer Kriegswirtschaft, die schon im Frieden angelegt war und später durch Gewalt und Ausbeutung weitergetrieben wurde.
Gruß aus Tel Aviv
Weil ich hierbei die Schweiz als willigen Helfer benannte, lag ich Abseits vom Thema und somit im Papierkorb. Gerne würde ich deine Meinung dazu Wissen wollen, solltest du dafür ein Ohr haben?
Ja, das nenne ich zeilstrebig, olala. Parallel dazu frage ich mich, ob Russland keine Probleme hat, Waffen "nachzuliefern" ...
siehe hier
Aufrüstung der Wehrmacht – Wikipedia
kurz gesagt, alles andere wurde der Aufrüstung untergeordnet. Trotzdem gab es reichlich Mangel, Chaos und Probleme.
Das Deutsche Reich hat bereits Mitte der 30 Jahre mit der aufrüstung begonnen und zentrale Industriezweige verstaatlicht für die Rüstungsindustrie (Kriegswirtschaft) dazu kamen anfangs die Mefowechsel und das zentralisierte system.