Wasserverbrauch der Mieter über eine einzige Wasseruhr (Hauptuhr) abrechnen- ist das legal?

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13 Antworten

Wenn keine eigene Wasseruhr in der Wohnung ist, kann entweder nach Personen oder nach qm der Wohnung abgerechnet werden.

Der Verbrauch ist dann durch alle Personen bzw. alle qm zu teilen und mit den Personen einer Wohnung bzw. den qm der eigenen Wohnung zu multiplizieren.

albatros 26.07.2010, 10:56

Der gewählte Umlageschlüssel ist im Mietvertrag zu benennen, wenn nichts dasteht, gilt Wohnfläche. Nach Installation von KWZ bzw. WWZ darf der Vermieter auf Abrechnung nach Verbrauch umstellen, es bedarf aber dazu einer schriftlichen Erklärung an alle Mieter. Im Rahmen einer Modernisierung kann nachgerüstet werden, die Kosten können dementsprechend auf die Mieter umgelegt werden (11% jährlich auf Dauer).

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Ja, natürlich. Der Verordnungsgeber schreibt vor, daß umlagefähige Betriebs- und Verbrauchskosten grundsätzlich nach der Wohnfläche zu verteilen sind. Es sei denn, es gibt anderslautende Vereinbarungen der Vertragsparteien bzw. Länderverordnungen (wie schon in Hamburg), die zwingend die Verteilung nach Erfassungsgeräten im Mietbereich vorsehen. Schaue also in die mietvertraglichen Vereinbarungen und gut ist. Alles doch ganz einfach.

Legal ist es.

Wie der "Verbrauch" errechnet wird, besser gesagt der Umlageschlüssel müßte im Mietvertrag vereinbart sein. Steht dort nichts dazu so muß nach m² Wohnfläche abgerechnet werden. Möglich ist aber auch nach Anzahl der Personen. Aber das muß dann ausdrücklich vereinbart sein.

Das ist zulässig! Es kann wahlweise nach Personden oder nach Wohnfläche abgerechnet werden, wenn eine Einzeluhren nicht vorhanden sind, was man übrigens bevor dem Einzug in eine Wohnung durchaus feststellen kann!

Ja, das ist erlaubt. Es gibt keine Pflicht, jede Wohnung mit separaten Zählern auszustatten. Der Wasserverbrauch wird dann nach Personenzahl/Haushalt oder Qm-Größe der Wohnung errechnet. Je nachdem was im Mietvertrag steht.

Das kommt ein wenig auf das Bundesland an, in dem Du wohnst. In Hamburg ist z.B. vorgeschrieben, dass die einzelnen Wohnungen mit Wohnungswasserzählern ausgestattet sind. In der NK-Abrechnung kommt dann nur noch das Wasser für den Außenwasserhahn bzw. für die Treppenhausreinigung zur Abrechnung, die Wasserkosten rechnet der Mieter i.d.R. direkt mit den Wasserwerken ab.

Ja diese Abrechnungsvariante ist immer noch zulässig, da oftmals nicht zumutbar ist, den für Einzeluhren notwendigen Installationsaufwand vom VM zuverlangen. Dass das zu Ungerechtigkeiten zwischen Dauerduschern Pfützchenbadern führen kann ist bekannt.

Ja, ist erlaubt. In Deinem Mietvertrag muss stehen welcher Umlageschlüssel verwendet wird. Entweder nach Wohnfläche oder Personen.

Das ist eine völlig übliche Vorgehensweise, die Wasserkosten per Umlageschlüssel aufzuteilen.

Ja, das ist bei uns auch so - leider.

Der Gesamtverbrauch wir dann pro Kopf umverteilt. Das kann sehr ungerecht werden. Der Mieter im EG hat z.B. eine Terasse. Im Sommer werden jeden Abend die Blumen reichlich gegossen. An besonders schönen Tagen wird ein Pool aufgestellt .... das kostet alle Mieter!

peterle1234 26.07.2010, 10:31

Hui, ist aber schon ein ziemlich krasses Beispiel mit dem Pool. Ich bin auf dem Gebiet absoluter Laie aber kann man in einem solchen Fall nicht irgendwas machen? Warum sollten die anderen Mieter für das Plantschvergnügen eines anderen blechen?

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Anjo72 26.07.2010, 10:39
@peterle1234

Das frage ich mich auch, aber ich mach da keinen stress mehr, weil wir bald ausziehen werden.

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Ja, leider ist das heute noch so üblich. Es kommt halt auch immer auf die Gegebenheiten im Haus an.

Ja, ich kenne das auch so. Wenn der eine halt mehr Verbrauch hat also der andere, ist es nicht ganz fair. Theoretisch könnte einer dann zum Mieterbund gehen.

Padri 27.07.2010, 09:05

Und was soll er dann beim Mieterbund? Was soll der antworten?

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Ja, diese Methode ist auch möglich.

Es wird dann durch die Köpfe geteilt.

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