Waschmaschine, Trockner und Sicherung.

14 Antworten

Die Klemmkontakte in der Steckdose werden müde, d.h. es ist keine 100%ige Kontakgabe mehr vorhanden, es ist dort ein kleiner Übergangswiderstand, der zur Erwärmung führt und es dann da schmort, solange, bis es sich dann verschweißt. Also, mindestens eine Doppelsteckdose einbauen und auch den verschmorten Stecker wechseln.

In solch einem Fall fällt nicht die Sicherung.

Warum nur viele nicht lesen können....

In allen Steckdosen steht 16 A. Wenn man ein Gerät kauft, sollte man sich die maximale Stromaufnahme ansehen. Die wird bei jedem Gerät etwa 10 A sein. Also zwei mal 10 = 20 A. Man darf also beide Geräte nicht zusammen laufen lassen. Steht auch so immer in der Anleitung, die leider keiner liest!

Jeweils eins ist okay, beide zusammen nicht. Ihr hättet abbrennen können und die Versicherung hätte keinen Cent gezahlt! Entweder ihr verwendet nur ein Gerät auf einmal, oder ihr verlegt ein zweites Kabel. Eine Alternative wäre ein Gerät, welches an beide Geräte kommt. Es schaltet den Trockner nur dann ein, wenn die WA nicht heizt. (Nur dann ist die Stromaufnahme hoch) Gibt es im Fachhandel.

Hallo SaschaMH

Sicherungen lösen nur bei Überlast oder einem Kurzschluss aus. Das war bei dir nicht der Fall. Du hattest durch die hohe Leistung eine Überhitzung der Steckdose und daher ist das alles verschmort. Jetzt solltet ihr das von einem Fachmann richtig machen lassen so dass jedes Gerät einen eigene Steckdose mit eigener Sicherung hat.

Gruß HobbyTfz

Woher ich das weiß:Beruf – War 37 Jahre lang Servicetechniker für Weißwaren-Geräte

Die SIcherung schützt rein die Verkabelung, nicht die Steckdose, nicht die Geräte und schon gar nicht vor Bränden oder Personen die Strom anfassen!

Die Sicherung schaltet nur dann ab, wenn Gefahr besteht, dass die Leitungen in den Wänden Schaden nehmen. Deswegen steht da auch "LS" Drauf was für "LeitungsSchutzschalter" steht.

Der Waschtrommelantrieb, die Ventile und die Pumpe der Waschmaschine brauchen nur sehr wenig Strom. Auch der Trommelantrieb und das Gebläse des Trockners brauchen nur wenig Strom. Die können problemlos parallel laufen.

Was aber richtig Strom braucht sind die Heizungen. Hier braucht alleine der Trockner bis zu 3/4 der Leitungskapazität, die Waschmaschine etwa 1/2! Heizen beide Geräte gleichzeitig, dann wird die Leitung überlastet.

Da eine Leitung aber durch Strom nicht besonders stark heizt, kann die Leitung die Überlast problemlos längere Zeit ertragen bevor die so heiß wird, dass die Isolierung Schaden nimmt. Das erlaubt auch der Leitungsschutzschalter im Sicherungskasten. Ein normaler LS erlaubt sogar 200% des Nennstromes für bis zu 20 Minuten! Erst dann besteht die Gefahr, dass die Leitungen in den Wänden richtig heiß sind.

Die 1,3 fache Überlast interessiert den LS also kaum solange die nicht zu lange anliegt. Hier ist sogar fast eine Stunde kein Problem. Dazu schalten die Heitzungen in den Geräten ja auch ab wenn die Temperatur erreicht wird. Wärend des gesamnten Wasch und Trockenvorganges beträgt die mittlere Last also weniger als der LS zulässt. Deswegen springt der auch nicht raus.

Die STeckdose ist aber anders, die Kontaktklammern laufen durch Überlast sehr wohl schnell heiß, etwas was der LS nicht berücksichtigen kann, der weiß ja nicht, dass die gesamte Leistung nur durch eine Steckdose geleitet wird, könnten ja mehrere sein die sich die Leistung teilen. Also schützt der nicht eine einzelne Dose die die gesamte Leistung handhaben muß. Und wenn die mehrmals richtig heiß geworden ist, wird die Isolierung "ausgebacken" und wird spröde und fängt an zu verbrennen. Verbranntes Isoliermaterial wird durch Verkohlen leitfähig was dann endlich zu einem richtigen Kurzschluß geführt hat der dann den LS wieder interessiert weil so viel Leistung fließt, dass die Leitungen in den Wänden Schaden nehmen könnten.

Also Elektriker rufen der dann die Steckdose austauscht und auch die Stecker zu den Geräten. Als Lösung damit das nicht noch mal passiert hast Du vier Möglichkeiten:

  1. Eine zweite Leitung legen lassen so dass beide Geräte Strom bekommen ohne Dosen zu überlasten.
  2. Einen Trockner/Waschmaschinen Umschalter anschaffen der die Waschmaschine anhält wenn der Trockner heizt.
  3. "intelligente" Geräte vom selben Hersteller anschaffen die sich mit der Heizphase absprechen. Die sprechen sich ab wer wann heizen darf, heizen immer nur abwechselnd. Dadurch wird die Laufzeit der Geräte ein paar Minuten länger, die Steckdose aber niemals überlastet.
  4. Einen LS einbauen lassen der sofort beim Überschreiten der Nennlast abschaltet und nicht zulässt, dass sich die Leitung überhaupt aufheizen kann. Das ist dann ein Automat mit "A" Charakteristik, ein normaler "B" wie er standard ist erlaubt ja die Überlast. Hier muß man dann Disziplin halten und immer nur ein Gerät benutzen, benutzt man trotzdem beide gleichzeitig, knallt der LS sofort raus.

Leistungsstarke Geräte gehören an eine einzelne Steckdose. Maximal kann man ausstecken und die Geräte abwechselnd betreiben.

Was hier vermutlich (und mit hoher Wahrscheinlichkeit) passiert ist - das ist Kontaktabbrand, der führt zu einem höheren Übergangswiderstand und damit zu einer Überhitzung an den Kontakten. Im Extremfall führt das regelrecht zur Verschweißung der Kontakte.

Die Schuko-Stecker sind für einen maximalen Strom von 16 A ausgelegt. Eine 16 A Sicherung löst aber nicht genau bei 16 A aus!

Eine normale Haushalts-Sicherung (B, C, gl Kennlinie) ist gemäß DIN VDE so definiert, dass sie beim sogenannten "kleinen Prüfstrom" (= 1,13 mal Nennwert) innerhalb einer Stunde (Dauerstrom) nicht auslösen darf und beim "großen Prüfstrom" (= 1,45 mal Nennwert) innerhalb einer Stunde auslösen muss.

Eine 16 A Sicherung hält also mindestens eine Stunde lange ca. 18 A und höchstens eine Stunde lange ca. 23 A aus. Dazwischen ist naturgemäß ein relativ großer Graubereich, der von Sicherung zu Sicherung (selbst bei gleicher Type des gleichen Herstellers) am oberen und unteren Ende liegen kann.

Siehe die Kennlinie auf der verlinkten Seite, 1. Blatt links unten.

http://www.schupa.de/html/pdf/schupa-technik/Technischer_Anhang_Leitungsschutzschalter_Lasttrennschalter.pdf

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