Was sind Pfingstler ganz genau?

3 Antworten

Etwas was uns Pfingstler ausmacht ist, dass wir in erster Linie Fundamentalisten sind, so wie viele freievangelische Gemeinden. Vielleicht hast du schon mal etwas über Menoniten oder Baptisten gehört. Die Pfingstbruderschaft hat eigentlich die gleichen Lehren. Das einzige was Pfingstler und Baptisten z.B unterscheidet ist, dass die Pfingstler die "Gabe" des Heiligen Geistes haben. Sie beten also in "Zungen" und anderen Sprachen (was manchmal sehr interessant ist) und es gibt in vielen Gemeinden Leute (Gefäße) die prophezeien können, Visionen haben usw. Außerdem gibt es auch verschiedene Gruppen unter den Pfingstlern. Es gibt z.B. hier in Deutland eine deutsche Pfingstbruderschaft, und viele Charismaten (Charismaten sind von den Pfingstlern entstanden, und sind sozusagen auch eine Untergruppe)die sehr auf Emotionen bauen (sehr viel Lobpreis). Und es gibt in Deutschland auch eine russische Pfingstbruderschaft(zu der ich auch gehöre). Meistens kann man sie daran erkennen, dass die Frauen, wie in vielen freievangelischen Gemeinden üblich, immer oder zumindest oft Röcke tragen. Auch hier gibt es zwischen den Gemeinden noch kleine Unterschiede, da einige dies lockerer sehen wärend andere sehr konservativ sind. Die rus. Bruderschaft ist fast auf der ganzen Welt verbreitet. Es gibt sie in Amerika, Kanada, Russland, Frakreich und eigentlich in ganz Europa und Eurasien.

Also quasi wie die christliche Variante der Taliban.

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"Pfingstler" ist wie so häufig ein Etikett für sehr unterschiedlich Dinge, die dahinter stehen können. Unter "Pfingstlern" oder "Pfingstkirchen" fasst man christliche Kirchen oder Richtungen zusammen, die in ihrer Lehre und Praxis dem "Heiligen Geist" eine große, wenn nicht entscheidende Bedeutung zumessen. Einige Richtungen sind recht gemäßigt und sind häufig oft noch unter dem Dach der großen Kirchen beheimatet, wenn dich näheres interessiert, im katholischen Bereich unter "Charismatiker" googeln und bei den Evangelischen unter dem Namen "Geistliche Gemeindeerneuerung". Typisch sind für sie z. B. in den Gottesdiensten viel Zeit für "Lobpreis"-Lieder, Gebetzeiten und auch Gebetesgemeinschaften, was ich ganz o. k. finde. Andere gehen bewusst auf Distanz zu den Großkirchen und bilden eigene Gruppen oder Kirchen (wie z. B. Bennys "Jesus-Zentrum"). Dann gibt es noch sehr extreme Beispiele innerhalb der Pfingstkirchen, z. B. Reinhard Bonnke, der auf gigantischen Missionsverstaltungen missioniert. Aus meiner Sicht überschreitet er weit die Grenzen des Tolerierbaren: Er verspricht Heilungswunder, macht mit Exorzismen von sich reden - ich halte ihn letztlich für einen gefährlichen Agitator. Von ihm kann man sich über youtube gut einen Eindruck verschaffen. Einige US-amerikanische Prediger versprechen im Namen des Heiligen Geistes auch Glück und geschäftlichen Erfolg (... und haben mit diesem Versprechen selbst beachtlichen geschäftlichen Erfolg ...). Sie sind vor allem in Süd- und Mittelamerika leider sehr erfolgreich, auch in Afrika. Selbst bei moderaten Formen der Pfingstbewegung bin ich sehr skeptisch. Ich habe leider zu viele Menschen kennengelernt, die nach ein paar Jahren ausgestiegen sind, weil sie dem Anspruch, ein ständiges "High-Gefühl" des Glaubens haben zu müssen, nicht mehr gerecht wurden (Zweifel ist ja Unglauben ...) und daran letztlich gescheitert sind statt zu einem gereiften Glauben zu finden.

Sehr gut erklärt. Das ist leider die Tragik, daß es oft nach anfänglicher Euphorie nicht zu geistlichem Tiefgang führt. Sicher gibt es hier und da rühmliche Ausnahmen. Aber ob die große Masse wirklichen Stürmen standhält - ich wage es zu bezweifeln. Und letztlich ist uns ja für die letzten Tage das Erkalten der Liebe und eben nicht die große Erweckung vorausgesagt!

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ich hab mich mal mit sojemandem unterhalten. er war total euphorisch in seinem glauben. meinte jesus direkt gesehen zu haben und eine begegnung mit dem heiligengeist (im wörtlichen sinne) erlebt zu haben. ansonten netter mensch gibildet und so manieren. aber dieser lebenssinngebende glaube ständig im vordergrund. (kann leicht als missionieren fehlgedeutet werden) gut er war vielleicht ja ein extremes beispiel für diese glaubensrichtung denn sobald ich verständniss für seinen glauben zeigte gab es kein anderes thema mehr und er möchte prister werden. und anderen helfen. eigentlich ehrenwert.

ja meine Freundin auch ;)

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