Was möchte Ingeborg Bachmann mit diesem Gedicht sagen?

4 Antworten

Okay ...

Ich glaube, es geht um Neuanfang. Die Liebe und der Tod werden gewissermaßen gleichgestellt, beides Triumphiert. Menschen die sich lieben, werden auseinandergerissen, weil einige sterben, andere überleben. Und die, die Überleben, sehen, wie alles in die Brüche geht, sozusagen zu Staub wird.

Doch die letzte Strophe gibt Zuversicht. Der Erzähler sagt, dass das was aus dem Staub wird (die Menschen der Zukunft) eine neue Chance bekommen und die Gelegenheit erhalten, ein gutes Leben zu führen.
Der Erzähler selbst hatte die Chance nicht, er sagt, er hätte keinen Triumph.

Sehr traurig, aber gleichzeitig mit viel Hoffnung auf die Zukunft.

Ich hoffe sehr, dass das richtig ist und ich dir helfen konnte.

diese Interpretation ist in einem Punkte objektiv falsch. nicht der Erzähler hatte keine Chance, sondern ausdrücklich mehrere, nämlich "wir". Wer ist "wir"? Alles andere ist Geschmackssache. Mit so einem im Grunde nicht verstehbaren Gedicht tut man gut daran, sich den Kontext anzsuchauen: wer hat das wann geschrieben und unter welchen Umständen. Offentsichtlich ist dieses Gedicht aus einem Zyklus, in dem nur düsteres geschildert wurde. Ich selber würde aus Staub und Lied nicht unbedingt interpretieren, dass mit Staub Menschen der Zukunft gemeint sind.

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Kein Wunder, wenn ich das nachrecherchiere komme ich auch nur drauf, dass es sich um ein Gedicht handeln muss in dem "gedanken auf der Flucht" / Erleben auf der Flucht" eine Rolle spielt. Wenn man sich da mal hineinversetzt, kommt man vielleicht eher auf die Spur.:

Wir haben keinen. (hier ist triumph gemeint - logisch). Also Wir haben keinen Triumph: Wie soll man auch auf der Flucht triumphieren können. Wie soll man auf der Flucht lieben können. Aber sterben wäre gut, das Leben auf der Flucht ist wirklich fürchterlich. Und wenn du auf der Flucht bist (gemeint sind ja jetzt die echten Flüchtlinge aus dem 2. Weltkrieg). ist  klar: Die haben kein Dach über dem Kopf: die haben gar nichts, nur Gestirne (Himmel?), Abglanz (Erinnerungen von früher?) Schweigen - was soll man auch schon sagen. Keine Kraft mehr zum reden. Lied über dem Staub wäre am besten - nach dem Tod ist die Qual vorbei.

Bedenke bitte, dass das eine sehr eigenwillige Interpretation von mir ist. So ein Gedicht lässt halt Interpretationsspielraum und nur Ingeborg Bachmann, weiss, was sie sagen wollte und ausdrücken wollte.


Hei, Freezey1606, ich lese Ingeborg Bachmanns Gedichte sehr gern, weil sie eine wunderbare Sprache und eine überwältigende Sprachmelodie haben. Doch sie zu interpretieren, ist sehr schwierig.

 Was heißt "einen Triumph"? Lesen wir daraus Freude, Erfolg, Höhepunkt, Vollendung. Die Zeit, in der dies alles geschieht, und die Zeit danach - vielleicht die Erinnerung als Jubelfeier. Nur wir haben keinen Anlass zu jubeln: Wir leben im grauen Alltag, trotten sinn- und ziellos dahin, in grauer sinnentleerter Arbeit. Unsere Liebe ist uns abhanden gekommen, der Tod hat Triumphiert über unsere Lieben, Eltern, Freunde. Es ist alles (Sinken der Gestirne, Abglanz unserer Träume. Doch das Lied überm Staub (unserer alltäglichen Trübnis), in himmlischen Sphären, im Jenseits, in der Utopie unserer geheimen Träume wie eine strahlen de Sonne am Morgen ...

Ich habe keine Ahnung, ob dies irgendwie aus den  zitierten Verse herauslesbar ist. Kann man eine Interpretation nicht ergoogeln? Oder so? Viel Erfolg! Grüße!

Habs versucht über Google leider ohne Erfolg. Ist schon schwer zufinden, da es ja nichtmal einen Titel hat :/

und wenn findet man halt nur sachen wo das Gedicht als Zitat steht nicht mehr

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Dahinter war die ganze Welt Verschwunden und versunken Und nur der Himmel aufgerollt Mit seinen vielen Funken.

Der Himmel war so dunkelblau, So glanz- und wunderschwer, Als rollte ruhig unter ihm Ein leuchtend feuchtes Meer.

Die Sterne glommen, als schauten sie In einen hohen Hain Mit rieselnden dunklen Wassern Und rauschenden Wipfeln hinein.

Ich weiß nicht, was dort drüben war, Doch wars wohl fort und fort Nur öde Gruben Sand und Lehm Und Disteln halbverdorrt.

Sag, meine Seele, gibt es wo Ein Glück, so groß und still, Als liegend hinterm Bretterzaun Zu träumen wie Gott will,

Wenn über Schutt und Staub und Qualm Sich solche Pracht enthüllt, Daß sie das Herz mit Orgelklang Und großem Schauer füllt?

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