Was könnte man dafür tun, dass Jugendliche wieder mehr Bücher lesen?

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13 Antworten

Das ist sehr schwierig, wenn der Grundstein dafür nicht bereits in der frühen Kindheit gelegt wurde, durch ganz viel vorlesen.
Aber leider werden kleine Kinder heutzutage viel zu oft vor dem Fernseher / Tablet / PC  "ruhig gestellt", anstatt dass sich die Eltern Zeit nehmen und ihren Kindern vorlesen.
Sogar das liebevolle Ritual "allabendlich Gute-Nacht-Geschichte-vorlesen" wird in den meisten Familien an den Fernseher oder sonstige Medien delegiert :-(

Wenn auch die Eltern selbst nicht regelmäßig Bücher lesen, dann ist es für Kinder einfach nicht "normal", Bücher zu lesen, sondern eher altmodisch oder exotisch.

Harry Potter hat es vor Jahren geschafft, Massen von Kindern/Jugendlichen, die vorher nie gelesen haben, vom Lesen zu begeistern.

Ja, am Wirksamsten sind richtig gute, fesselnde Bücher. Und es müsste irgendwie gelingen, dass in den Peer Groups das Lesen nicht als uncool betrachtet wird.
Aber die richtig guten Bücher werden dann ja meistens bald verfilmt, so dass die "Lesefaulen" sich um's Lesen drücken können und trotzdem einen Eindruck bekommen.
Naja, dass ein Film eigentlich NIE mit dem Buch mithalten kann, das ist ein anderes Thema.

Häufige Besuche in der Stadtbibliothek mit Kindergartengruppen, Schulklassen, ... würden sicherlich mehr Interesse an Büchern wecken.
Die meisten Kinder und Jugendlichen wissen gar nicht, dass sie in Bibliotheken KOSTENLOS ausleihen dürfen.
Sie brauchen nur einen Bibliotheksausweis und der ist für Kinder und Jugendliche (fast überall) kostenlos. Nur Erwachsene müssen eine kleine Jahresgebühr zahlen.

Absolut kontraproduktiv ist leider oft die Lektüre, die Schüler im Deutsch-Unterricht lesen müssen. Viele der "Klassiker" mögen ja literarisch wertvoll sein, aber bei Schülern, die sowieso schon nicht gern lesen, verstärken sie nur die Abneigung gegen das Lesen - schade :-(

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Meiner Erfahrung nach lesen Jugendliche bevorzugt dann Bücher, wenn sie in ihrer Kindheit schon gern gelesen haben & mit Büchern aufwuchsen, also wenn ihnen z.B. oft vorgelesen wurde, sie in anderer Weise mit Literatur konfrontiert worden sind oder einfach Interesse an guten Büchern entwickelt haben. Wer nie mit Büchern in Berührung kam, der wird sich auch im späteren Alter wenig draus machen.

Ansonsten hapert es vllt. auch tatsächlich am Stoff -----------> kaum ein Klassiker der "Schullektüre" begeistert Jugendliche ernsthaft, ich seh' es doch wie es damals bei mir war.. und das was als Jugendliteratur derzeit auf dem Markt ist, ist meistens entweder sehr flach oder klischeehaft oder zu bemüht "politisch korrekt". Dass junge Leute für's Lesen begeistert werden können zeigte ja u.a. Harry Potter!

Sicherlich wird die "Misere" auch vom omnipräsenten Fernseher mit verursacht.. in meiner Kindheit (bin geb. 1990) war es eher so'rum die Regel dass man mehr mit Büchern aufwächst ---------> und es gab in den 90ern echt tolle Bücher, es gab ganz großartige Sachbücher.. ich hatte eins über die Planeten, das war mein Lieblingsbuch oder "Die Maus auf 3 Rädern" mit klasse Geschichten drinne --------> sowas gibt's garnicht mehr glaube ich ;)

Allgemein denke ich jedoch, dass die "Jugend von heute" durchaus liest (auch in meiner Jugendzeit wurde durchaus mit Eifer gelesen, was auch tolle Buchvorstellungen in der Realschulzeit bewiesen!!).. und man sicherlich etwas dramatisiert! Zwei Bekannte von mir arbeiten z.B. ehrenamtlich in unserer hiesigen Stadtbücherei & was da Jugendliche/die örtlichen Realschüler ausleihen (nicht nur Fachliteratur für den Unterricht die sie halt brauchen!) ist schon enorm!

------------> Bildungsferne gibt es zwar überall, aber sie sind nicht die Regel!

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Ich finde es zwar gut, wenn Jugendliche lesen, aber überhaupt nicht gut, wenn irgendwer irgendwas tut, damit Jugendliche mehr Bücher lesen.

Als wirksame Methoden sehe ich diktatorische Maßnahmen wie Verbote von Handys, Computer und Fernsehen. Das aber entspricht so überhaupt nicht meinen Menschenbild. Als Alter muss ich mir selber vor Augen halten, dass es das Recht von Jugendlichen ist, so zu sein, wie sie sind.

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Es gibt durchaus einige Jugendliche, die lesen, es gibt sehr viele Jugendliche Buchblogger und wenn man sich in Bücherforen rumtreibt, sind auch dort einige Jugendliche vertreten. Und als ich dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse war, hätte ich niemals erwartet so viele junge Leute voller Begeisterung vor den Bücherregalen stehen zusehen.

Aber ich glaube das wird nicht einfach jemandem der nicht gerne liest oder sofort sagt, er findet Lesen blöd / langweilig, zum Lesen zu überreden. In meinem Umfeld habe ich sehr wenige Leute die Lesen (um genau zu sein, kenne ich nur eine weitere Person die genauso gerne liest wie ich, ich bin übrigens über 20 und kenne auch kaum Erwachsene die Lesen). Auch ich habe schon versucht Freunden, Bekannten und Verwandten das Lesen näher zu bringen, zu erklären, was ich daran so toll finde. Ich hatte immer nur mäßigen Erfolg. Es gibt einfach Leute die wirklich nicht gerne Lesen und das kann man, egal mit wie viel gutem Zureden und versuchen das richtige Buch für die Person zu finden, einfach nicht ändern.

Und selbst mit dem richtigen Buch, ist es nicht immer getan. Eine Freundin von mir hat schon ein paar Bücher angefangen, von denen sie auch begeistert war, aber alle irgendwann doch mittendrin abgebrochen und das, obwohl sie unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Aber sie mag lesen einfach nicht.

Man kann es natürlich damit versuchen erst einmal zu erklären, was so toll am Lesen ist, dann der Person dabei helfen ein Buch zu finden, was sie wirklich interessiert. Auch gemeinsames Lesen macht manchen viel mehr Spaß, als alleine zu lesen.

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Na ja, zunächst mal liegt bei deutschen Jugendlichen die Nicht-Leser-Quote (je nach Studie) seit Jahrzehnten stabil bei 19%-25%. Glaubt man den Studien, ist dies weniger als bei Erwachsenen. Also scheint es, dass Menschen beim Erwachsenwerden das Lesen aufgeben. Hier wäre es m.M. interessanter anzusetzen.

Ich zweifle, dass man die genannte Quote bei Kindern und Jugendlichen maßgeblich steigern kann. Es scheint (zumindest nach statista Umfragen) keine Kollision zwischen TV, Internet & Co. und dem Lesen zu geben. Vielmehr scheint es, wie bei anderen Hobbys auch, dass das Lesen einfach nicht für jeden Menschen interessant ist; Interessen sind halt verschieden. Ich denke, das kann man akzeptieren und damit auch leben.

Vielleicht schaut der eine lieber eine Dokumention, während der andere lieber einen Rosamunde Pilcher Roman liest. Sollte ich da eine Wertigkeit einbringen, wüsste ich schon, wie meine ausfällt ;-).

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Indem man Jugendlichen ein gutes Buch gibt. Und damit meine ich nicht diese langweiligen "Jugendbücher" wie die von Isabel Abedi (ich finde die absolut grässlich) und auch keine schlecht verfilmten wie Twilight, Rubinrot, Harry Potter oder die Tribute von Panem. Klassische Bücher ("Klassenlektüre" in der Schule) bringen es auch nicht wirklich, kaum ein Jugendlicher würde freiwillig was von Goethe, Schiller, Chamisso oder sonst wem lesen. Wenn man diese langweiligen Schinken lesen muss, vergeht einem erst recht das Interesse an Büchern.

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Versuche ich auch immer, mit mäßigem Erfolg. Nimm doch mal ein Buch und lies ihnen daraus vor, eines das dir besonders gut gefällt, welches besonders lustig oder spannend ist. Vielleicht wollen sie es dann selber weiter lesen. Ansonsten fällt mir leider relativ wenig dazu ein wie man andere Jugendliche zum Lesen bringen kann

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Vielleicht dem Fraglichen zu Weihnachten einen eBook-Reader schenken? Das ist für viele vielleicht 'cooler', als 'altmodische' Bücher auf Papier zu lesen. Wer dann erstmal auf den Geschmack gekommen ist, liest vielleicht auch mal ein richtiges Buch.

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Kommentar von NihalDM
19.11.2015, 16:03

Zum einen sind Bücher cooler, und zum anderen ist es heikel, jemanden einen ebook-Reader zu schenken, der nicht liest. Dann gibst du Geld aus und der andere benutzt es nicht.

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Kommentar von Knightmare999
19.11.2015, 16:06

Ich bin relativ jung und ich muss sagen, Bücher sind um einiges cooler als eBook-reader. eBook-reader verbinde ich irgendwie... mit alten Leuten.

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Fernsehen, Internet und Co abschaffen.....

Ich kenne selbst genug Erwachsene, die nicht lesen.... Und diese Personen kommen nicht mal aus bildungsfernen Schichten.

Wer Eltern hat, die keine Bücher lesen, wird vermutlich selbst auch kein großer Leser.....



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In dem man ihnen das "Richtige"
Buch vorsetzt, eines das sie packt und wirklich mit zieht.
Aber das "Richtige" Buch ist bei jedem anders also wird es schwierig eine Lösung für alle zu finden.

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Würde man das Internet Welt weit ausschalten, Dann könnte man es machen^^ Aber dadurch würden Leute Verluste machen ect

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Kommentar von Knightmare999
19.11.2015, 16:08

Dann würde die Wirtschaft einbrechen, und die Kommunikation, und GPS usw. etc., wahrscheinlich würde es am Ende sogar Tote geben.

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Kommentar von Jens199
19.11.2015, 23:16

Genau das mein ich!

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Noch nicht mal Grundschüler lesen gerne. Ich war 

die einzige 

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