Was kann ich alles mit einem "Kunst-Studium" anfangen?

5 Antworten

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Ich habe Kunstwissenschaften und Medientheorie studiert und hier mal ein paar Ideen:

a) Im Museum als Kurator arbeiten und Ausstellungen gestalten

b) Im Museum als Kunstvermittler arbeiten

c) Im Museum in der Presse arbeiten

d) In der Stadt bei Kulturbüro arbeiten

e) In Journalismus (Kunstzeitungen zum Beispiel)

f) Im Pubilkationswesen bei Kunstverlagen

g) In Galerien als Assistent und dergleichen

h) Buchillustration

i) Als Designer kannst du in allen möglichen Bereichen arbeiten

j) An einigen Hochschulen (HfG Karlsuhe) kann man auch Ausstellungsdesign studieren und Ausstellungsarchitekturen bauen

k) Es gibt Firmen, die professionell Ausstellungen gestalten und die an Museen verkaufen

l) du kannst dich selbstständig machen (eigene Galerie, eigenes Museum, freiberuflicher Kurator, freiberuflicher Kunstsachverständiger)

m) Du kannst als Kunstsachverständiger arbeiten (Bilder schätzen, Datieren und dergleichen)

n) Du kannst Messen veranstalten

o) Du kannst Kunstlehrer werden (Lehrer werden kann man immer)

p) Du kannst Volkshochschulekurse geben

q) Du kannst in den wissenschaftlichen Bereich gehen und Professor, Wissenschaftler oder freier Kunsthistoriker werden (sehr im kommen ist grad Designtheorie, das ist sehr spannend)

r) Du kannst ins Denkmalamt gehen (auch sehr spannend)

s) Du kannst in Archiven arbeiten (da gibt es auch soo viel, Architekturarchive, Künstlerschriftenarchive, Literaturarchive...)

t) Du kannst freischaffender Künstler/Designer werden (kenne da auch ein paar)

u) Du kannst mit Kindern arbeiten (auch unterschiedliche Möglichkeiten)

v) Du kannst Assistent eines Künstlers werden

w) verschiedene Designberufe haben unterschiedliche Profile: Modedesign, Kommunikationsdesign (damit kannst du sehr viele unterschiedliche Dinge machen: von Telefonen über Bücher, von Werbegrafik über Straßenschilder)

x) Du kannst auch Gestalter für visuelles Marketing werden und Schaufenster gestalten, Flagstores konzipieren, Verkaufsförderung durch Gestaltung)

....

Es gibt also viel zu tun... Man kann auch sehr allgemein anfangen und sich irgendwann spezialisieren (das würde ich vorschlagen). Erst einmal allgemein Kunstgeschichte oder Kunstwissenschaften (der Vorteil an Kunstwissenschaften (z.B. offenbach oder Karlsruhe) ist, dass du auch praktische Nebenfächer hast und nicht nur Theorie pauken musst) und dann spezialisieren (Ausstellungen oder Wissenschaft oder Journalismus etc.) Spezialisierende Nebenfächer sind immer gut., Wenn du eher in den praktischen Bereich möchtest, musst du dich vorher fragen: Willst du eher Design machen und dich nach den Wünschen von Auftraggeber richten, oder willst du frei und kreativ arbeiten. Bei kreativen berufen musst du zu Kunstakademien (gibt es in jeder größeren Stadt: Gut sind: Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, München). Willst du in den Designbereich würde ich eine Hochschule für Gestaltung vorschlagen (Karlsruhe, Offenbach, Köln etc.) Willst du extrem klassische Kunstgeschichte (Mittelalter etc.), dann kannst du nach München, Leipzig, Berlin, Köln, Heidelberg, Tübingen und so weiter. Wenn du das Ganze etwas moderner haben willst solltest du einen theoretischen Studiengang an einer HfG (Karlsruhe zum Beispiel).

fang einfach mit etwas an, spezialisieren kann man sich später immer noch. Kunsttherapie kann man an nicht besonders vielen Hochschulen studieren und die Erfolgsaussichten sind nicht so besonders hoch. Viele landen dann doch in der Kunstvermittlung im Museum und das kann man auch anders haben. Man muss dazu auch eine Mappe anfertigen (wirklich viel Praktisches macht man dann im Studium letztendlich aber nicht). Kunst auf Lehramt finde ich persönlich ganz schlimm, weil man letztendlich nicht mehr viel mit Kunst zu tun hat

Hallo, die Frage ist zwar schon ein bisschen älter, aber warum machst du kein Ergotherapie Studium/ Ausbildung? In diesem Beruf therapierst du sehr viele Menschen und du hast deine Kunst mit innenbegriffen. Dort kannst du mit div. Materialien arbeiten und deiner Kreativität freien Lauf lassen. 

Lieben Gruß, Jiphulor  

Hi Ina,

leider ist Kunst in vielen Fällen doch Brotlos. Ich habe selbst ein Kunstgeschichtsstudium absolviert und bin seitdem auf der Suche nach einem Job in diesem Bereich. Natürlich hat man viele Möglichkeiten, aber die sind dann anschließend - ohne finanziellen Background und Vitamin B - nicht mehr so lukrativ. Wenn ich meinen Studiengang und die Absolventen aus meinem Jahr ansehe, dann kann man sagen, dass maximal 15% einen Job gefunden haben. Und auch nur, weil sie zu Beginn mit gaaanz wenig Geld ausgekommen sind. Volontariate in Museen, Galerien und Auktionshäusern sind sehr beliebt. Dementsprechend gibt es viele Bewerber auf diese Stellen, die alle mit einem anfänglichen Hungerlohn auskommen müssen. Zuletzt hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einem Auktionshaus, bei dem man mir 600€ brutto für eine Vollzeitstelle angeboten hat. Wer kann davon schon leben? Einige Studis haben allerdings die Möglichkeit, da ihre Eltern finanzieren und können quasi jede Stelle annehmen. Damit steigen dann natürlich auch die späteren Möglichkeiten eines Jobs. Ich würde genau schauen, wie die Berufsaussichten sind und am besten mit einigen Absolventen des jeweiligen Faches sprechen. Möglichkeiten gibt es viele, Jobs leider nur sehr wenige. Einige Ausbildungen gehen auch nur an privaten Schulen, das wird dann extrem teuer. Ich kenne eine, die Modejournalismus studiert hat. Nun hat sie einen Mittelklassewagen (Wert) an Schulden und seit ihrem Abschluss von vor 3 Jahren noch nie in diesem Beruf arbeiten dürfen. Ich schreibe ab und an Katalogtexte etc. und verdiene dann ein paar Euros. Seit ein paar Tagen habe ich auch eine Internetseite, da kannst du mich auch drüber kontaktieren. http://www.kunstnachricht.de

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