Was ist in der Physik der Unterschied zwischen Masse und Gewicht?

9 Antworten

Da ich vielleicht ein wenig spät antworte, ist diese Antwort eher für Leute, die die selbe Frage haben, als für dich liebe Ina. Ich versuche es so einfach zu erklären wie es geht: Die Masse eines Körpers ist überall gleich. (Diese kann man nicht mit einer Waage feststellen!). Das Gewicht allerdings nicht. Legen wir ein Goldstück einmal in Stuttgart auf die Waage, fahren dann nach Bayern, legen es wieder auf die Waage, so werden wir feststellen, dass das Gewicht unterschiedlich ausfällt. Das liegt einfach an der Stärke der Gravitation. Das Gewicht, auch Gewichtskraft genannt, stellt man fest, indem man die Masse mit dem Ortsfaktor malnimmt. Der Ortsfaktor gibt einfach nur an, wie stark die Gravitation an einem bestimmten Ort ist. Hierfür gilt: G = m · g "G" ist die Gewichtskraft in Newton [ N ] "m" ist die Masse des Körpers in Kilogramm [ kg ] "g" ist die Erdbeschleunigung in Meter pro Sekunde-Quadrat [ m/s2 ](Bzw. der Ortsfaktor, das ist ein und dasselbe) Ich hoffe diese Antwort hat jemandem weitergeholfen. Liebe Grüße, Nils

Die Masse ist eine Stoffeigenschaft. Sie hängt vom Volumen und vom Material ab, aus dem der Körper besteht. Sie ist aber vom Ort unabhängig.... Das Gewicht eines Körper auf der Erde wird durch die Anziehungskraft der Erde verursacht, das Gewicht auf dem Mond durch die Mondanziehung. Daher hängt das Gewicht vom Ort ab.

Peter ist auf der Erde nicht gleich schwer wie auf dem Mond, hat aber gleich viel Masse.

Laut physikalischer Definition ist die Masse (m) die Eigenschaft jeder Materie, träge und schwer zu sein. Sie ist eine unveränderliche (wenn man mal von Geschwindigkeitsbereichen nahe der Lichtgeschwindigkeit absieht), ortsunabhängige Größe. Die Masse eines Körpers ist träge, da der Körper seinen Bewegungszustand nur unter Krafteinwirkung von außen ändert und sie ist schwer, da zwischen diesem und anderen Körpern anziehende Gravitationskräfte wirken. Aus der berühmten Formel E=mc² geht außerdem hervor, dass die Masse eines Körpers ein Maß für dessen Energiegehalt ist. Unter der Gewichtskraft (G) eines Körpers versteht man hingegen die auf ihn im Schwerefeld eines Himmelskörpers wirkende Schwerkraft. Diese Schwerkraft oder Gravitation ruft eine Beschleunigung hervor, die als Fallbeschleunigung bezeichnet wird. Die Gewichtskraft ist nach Isaac Newton abhängig von der Masse des anziehenden Körpers und von der Entfernung zum Massezentrum. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen Fallbewegung und Gewichtskraft. An der Erdoberfläche nimmt die Fallgeschwindigkeit in jeder Sekunde um etwa 9,81 m/s zu. Diese Zunahme der Geschwindigkeit wird als Fallbeschleunigung (g) bezeichnet. Sie beträgt an der Erdoberfläche 9,81 m/s². Das Gewicht eines Körpers ist demnach Ausdruck einer verhinderten Fallbewegung. Wenn ihn nicht eine feste Unterlage oder eine Aufhängung daran hindern würde, würde ein Gegenstand in Richtung auf das Massezentrum fallen. Die Größe der Kraft, mit der er dabei auf die Unterlage drückt oder mit der er an der Aufhängung zieht, wird als sein Gewicht bezeichnet.

Die Gewichtskraft ist mathematisch gesehen das Produkt aus Masse und Fallbeschleunigung. Die Einheit der Gewichtskraft ist Newton (N), die der Masse Kilogramm (kg) und die der Fallbeschleunigung m/s². Bis 1977 war die Einheit der Gewichtskraft Kilopond (kp), wobei 1 Kilopond gleich 9,81 Newton ist. Nun versteht man auch, warum früher (und auch heute noch) Gewicht und Masse oftmals gleich gesetzt werden. Ein Körper mit einer Masse von 50 Kilogramm hat auf der Erde ein Gewicht von 490,5 Newton. 490,5 Newton sind aber genau 50 Kilopond. Das heißt: 50 Kilogramm sind gleich 50 Kilopond. Aus diesem Grund hat sich die Einheit Kilogramm für die Gewichtskraft eingebürgert, obwohl dies nach physikalischer Definition falsch ist.

Im tägliche Leben werden die Begriffe Masse und Gewicht daher ständig miteinander verwechselt bzw. gleich gesetzt. Im Gegensatz zum Gewicht ist die Masse eine unveränderliche Eigenschaft eines jeden Körpers. Die Masse lässt sich exakt bestimmen und sie ist unabhängig von einem Schwerefeld. Vereinfacht ausgedrückt, ist die Masse die Menge der Materie eines Körpers. Das Gewicht eines Körpers hingegen ist keine feststehende Größe, sondern abhängig von dem jeweiligen Schwerefeld, dem der Körper ausgesetzt ist. Das Gewicht ist also die Kraft, von der ein Körper durch die Gravitation angezogen wird.

Beispiel: Wenn du dich als Astronaut an einem schweren Körper stösst, würdest du dich gleich verletzen, wie das auf der Erde passiert. Und das obwohl Du und der andere Körper praktisch schwerelos sind. Gewicht = 0. Warum ist das so ? Weil die beiden Massen immer noch genau gleich sind, wie auf der Erde.

Dass dein Gewicht auf der Waage falsch angezeigt wird, dass wurde von Anderen ja bereits beschrieben.

Hier ist die perfekte Antwort für Dich:

http://www.iap.uni-bonn.de/P2K/periodic_table/mass.html

Zitat: Die Masse ist ein Maß dafür, wieviel Materie in einem Gegenstand ist; das Gewicht ist ein Maß dafür, wie stark die Schwerkraft an dem Gegenstand zieht. Deine Masse ist überall die Gleiche — ob du auf der Erde oder auf dem Mond bist oder im Weltall schwebst — da die Menge des "Stoffs", aus dem du gemacht bist, sich nicht ändert. Dein Gewicht hingegen hängt davon ab, wie stark die Schwerkraft in jedem Moment auf dich wirkt; auf dem Mond wiegst du weniger als auf der Erde, und im interstellaren Raum würdest du fast nichts wiegen.

lach hatten wir wohl die gleiche Idee :-D

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dito - DH

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@agnostiker: dito

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