Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Suppenhuhn und einem normalen Brathähnchen?

11 Antworten

Brathuhn/-hähnchen: Junges Huhn oder Hähnchen (beides ist möglich, es wird sowieso vor der Geschlechtsreife geschlachtet), das schnell gemästet wird - wiegt 700 bis 1200 g. Sehr junges zartes Fleisch, das im Ofen relativ schnell gar wird.

Suppenhuhn: weibliches Huhn, das als Legehuhn gehalten wird, und dann als Suppenhuhn geschlachtet wird - wiegt zwischen 1,5 und 3,5 kg (wenn es gut ist). Suppenhuhn ist deutlich älter und muss daher recht lange kochen, bis es schmeckt.

Ein Suppenhuhn im Ofen wäre eine superzähe Angelegenheit. Nicht sehr lecker...

Das Suppenhuhn wird gekocht (z.B. für eine Suppe, wie der Name schon sagt) und das Brathähnchen gebraten oder gegrillt!  Ein Suppenhuhn auf dem Grill wäre nämlich am Schluß ein ziemlich harte Angelegenheit!

Ein Suppenhuhn ist ein altes weibliches Tier, nur noch gut für die Suppe.

Ein Brathähnchen ist ein (ich glaube immer männliches) junges Tier, hat nur kurz gelebt (wenige Wochen) und ist eben gut zum Braten, da das Fleisch zart ist.

OK, nach dem lesen der Antworten von FataMorgana2010 und Livngstone, ziehe ich das "ich glaube immer männliches" zurück.

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wenige Wochen? Ich glaube wohl kaum, denn es wäre noch ein Küken

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Ein Suppenhuhn oder Poularde  ist für die Suppe oder für Ragout , hat mehr Fleisch und ist meist doppelt so groß wie ein Brathähnchen.

Beim gegrillten Hähnchen kommt es im wesentlichen auf die krosse Haut an. Und es ist schneller gegrillt als ein Suppenhuhn

Vom Suppenhuhn soll ja eine prima Brühe gekocht werden, hat also ziemlichen Fettanteil.

Das Brathuhn ist fleischiger.

Das Brathuhn ist nicht fleischiger als das Suppenhuhn, im Gegenteil. Brathühner sind deutlich jünger als Suppenhühner und daher auch kleiner. Es sind normalerweise auch andere Hühnerrassen als Legehennen. Suppenhühner snd üblicherweise ca. ein Jahr alte Legehennen.

Wir haben unsere Legehennen allerdings erst geschlachtet, wenn sie zwei Jahre alt waren (dann legen sie nämlich nur mehr wenig, das wird dann unwirtschaftlich). Diese zweijährigen Hennen mußten wir mindestens vier Stunden lang kochen, bis das Fleisch einigermaßen weich wurde. Das Fleisch so alter Hühner ist nicht mehr weiß, sondern hat eine bräunliche Farbe, ist zwar zäh, aber gleichzeitig sehr aromatisch. Wir haben nach der Suppe das Huhn meist als Paprikahenderl mit Spiralen oder selten als Gemüsehenderl gegessen. In der Legeröhre der Hühner befanden sich immer unfertige Eier, diese schauen zwar eher unappetitlich aus, aber wir haben sie in der Hühnersuppe mitgekocht und zusammen mit Bröselknödeln als Einlage serviert (erst in der letzten halben Stunde wurden diese unfertigen Eier zum Suppenhuhn gegeben), diese Eier bestehen nur aus dem Eidotter und einer Art Haut drumherum und schmecken gekocht sehr gut, sind aber mit dem Dotter von hartgekochten Eiern geschmacklich überhaupt nicht vergleichbar.

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