Was ist der Unterschied zwischen einem Kondensatormotor und einem Drehstrommotor mit Steinmetzschaltung?

3 Antworten

Wenn du beim Kondensatormotor den Kondensator weg nimmst dann hast ein Wechselfeld. Es hängt dann vom Zufall ab ob der Motor mit Wechselspannung stehen bleibt, nach rechts oder links dreht. Du kannst den M;otor dann auch einen Schubs in eine Richtung gehen und in die läuft er dann.

So gibt es auch Motore die so einfach aufgebaut sind und eine einseitige mechanische Bremse haben und somit zwingend in die andere Richtung laufen.

Besser ist wenn man an Stelle der mechanischen Startvorrichtung oder Blockierung eine zweite , versetzte , Spule einbaut die dann über einen Kondensator ein Versetztes Feld hat und somit den Motor in eine bestimmte Richtung zwingt.

Je nachdem wie man die Startspule beschaltet kann mon so auch links oder Rechtslauf erreichen. Dazu gibt es häufig eine Schaltung mit Tasten, zB Seilmotore für einfache Aufzüge oder Winden oder eine Schaltung mit Relais.

Steinmetz ist für Motore die von vornherein auf Drehstrom ausgelegt sind

Kurz:

  • Drehstrommotor: 3 identische Wicklungen, geometrisch um 120Grad versetzt, für 3 Phasen (läuft auch 2 Wicklungen in 90-Grad-Versatz, deshalb Steinmetz möglich). Drehrichtung durch Phasenwechsel umkehrbar.
  • Kondensatormotor: nur 2 Wicklungen, die Hilfswicklung für den Kondensator ist "schwächer" (mehr ohmschen Widerstand, dünnerer Draht) und ist geometrisch sinnvollerweise nur 90 Grad versetzt. Drehrichtung meist fixiert; theoretisch könnte man den Kondensator an die andere Wicklung hängen, aber dann ist die Hilfswicklung überfordert. Sonst muss man die Hilfswicklung umpolen, aber die ist meist intern so verdrahtet, dass das kaum möglich ist.

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