was ist der unterschied dieser teleskope

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4 Antworten

Ich habe mal die technischen Daten überflogen:

Das ohne PDS hat zwar einen 1:10 Feintrieb bei der Scharfstellung, dafür aber nur ein 28mm Okular, während das mit PDS keinen Feintrieb hat, aber dafür zwei Okulare 25 und 10 mm sowie eine 2x Barlow-Linse.

Anders gesagt das "PDS" vergrößert dir mit dem im Lieferung enthaltenen Okular etwa 35x, während das ohne PDS zwei Vergrößerungen ermöglicht: 40x und 100x (mit der Barlow-Linse theoretisch 80x und 200x, aber in der Regel taugen die mitgelieferten Exemplare nicht viel und man verwendet sie nicht wirklich.

Über die Qualität der Okulare kann ich grad nix sagen, hab ich auf die schnelle nicht gefunden ob das nun Plössl, Erfle oder evtl. nur Kellner-Krüppel sind.

Aber normalerweise kauft man sich im Laufe der Zeit sowieso weiter Okulare nach. Von daher ist das mit dem 1:10 Feintrieb sinnvoller, da man damit präziser Scharfstellen kann ohne großes Gewackel und nachstellen.

Eine Frage stellt sich mir aber noch: Ist das dein erstes Teleskop? Wenn ja, kauf der eins OHNE GoTo und investier lieber das Geld in Okulare oder ein 10" Newton.

Anfänger sollten erstmal lernen ohne GoTo auszukommen - ich finde es sowieso langweilig, wenn das Teleskop alles für dich findet. Selbst suchen und finden ist wesentlich spannender und man hat einen gewisses Erfolgserlebnis.

"Anfänger sollten erstmal lernen ohne GoTo auszukommen "

Das sehe ich auch so. Sellberfinden und Starhopping gehören irgendwie zum Lernprozess.

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ist es denn als anfänger möglich die galaxien zu finden wie findet man die eigentlich ich weiß überhaupt nicht wie ich die anpeilen soll

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@factquestion

Einige Objekte (z.B. den Andromeda-Nebel oder den Orion-Nebel) findet man fast ganz von selbst. Dafür reicht sogar ein Teleskop mit eher geringer Lichtsammelleistung. Den Andromeda-Nebel kann man im Herbst sogar als leichten milchigen Schleier mit bloßem Auge sehen. Diese uns am nächsten gelegene Galaxie nimmt flächenmäßig am Himmel sogar mehr Platz ein als der Mond (etwa 3x so breit).

Wenn man sich komplett frei orientieren will, richtet man sich nach den Sternbildern. Wenn man da erstmal einige erkennen kann, kann man von da aus auch gut die Position der einzelnen Objekte abschätzen. Man richtet das Teleskop über den Sucher grob aus und bewegt es dann nur noch etwas nach links/recht oder oben/unten.

Die Positionen selbst kannst Du sogar einigen kostenlosen Programmen entnehmen. Die Software Stellarium ist schön 3D und was fürs Auge, bietet aber auch einiges zum finden der Objekte. Wenns denn etwas wissenschaftlicher sein soll, kannst Du die Software "Das Planetarium" nehmen. Die ist in der Lage auch alle möglichen Objekte inklusivie Asteroiden, Oppositionen, etc. zu berechnen.

Aber am besten ist natürlich für draußen immernoch ein Sternenkatalog in Buchform. Ein Laptop-Display ist zu hell und macht die Hell/Dunkel-Adaption deiner Augen zu nicht, selbst auch ganz dunkel gestellt.

Und wenn Du mal gar keine Lust aufs suchen hast. Bei einem Teleksop mit parallaktischer Montierung hat man auch eine Grad-Skala für Rektaszension und Deklination (sowas wie die Positionsangaben in einem Atlas). Dann suchst Du dir in den Programmen nur die Koordinaten raus und richtest Dein Teleskop entsprechend der Skalen aus. Dazu muss das Teleskop natürlich auch entsprechend ausgerichtet/eingestellt sein, aber das geht nach Schema f und sollte in der Anleitung des Teleskops stehen.

GoTo ist meines erachtens nach überflüssig für alle Anfanger oder Hobby-Astronomen und eher etwas für Faule oder Astrofotografen. Zum Kennenlernen des Himmels und erlernen der Grundlagen des "Spechtelns" auf jeden fall tödliches Gift.

Und wer etwas mehr in der Materie steckt, der kennt die meisten Sternbilder und Positionen schon aus dem Kopf und braucht nur schnell kucken wo welcher Stern ist und schwups - schon ist das Objekt im Okular!

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@Hellstorm

also ist es auch ohne goto möglich sich zurecht zu finden ohne den spaß dabei zu verlieren?

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@factquestion

Ohne GoTo hat man meiner Meinung nach sogar wesentlich mehr Spaß und kann das Geld, das man dann spart in andere Teile des Teleskops investieren (z.B. ein schönes Weitwinkel-Okular für die Übersicht).

Bei einem Teleskop mit GoTo für "nur" 1000 EUR muss man ja irgendwo gespart haben. Und das wären dann entweder die Okulare oder das Stativ mit Montierung.

Aber ohne GoTo hat man irgendwie ja sogar noch mehr Antrieb - nämlich endlich die lang gesuchte Galaxie zu finden. Und man hat ein schönes Erfolgserlebnis wenn man sie dann endlich hat. Beim GoTo... naja man steuert die Galaxie an... kuckt durch und denkt sich: "toll" - und übertrieben gesagt packt man das Teleskop dann nach 5 Minuten wieder weg...

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@factquestion

Da wäre evtl. auch das "Einsteiger-Komplett-Set" eine Überlegung wert, es hat ein schönes 38mm Übersichtsokular und ein 5mm Okular für eine 200x Vergrößerung.

Es lässt sich bei diesen Dingern immer schwer sagen, wo der Haken ist. An und für sich ist das Teleskop doch sehr günstig. Was mich etwas daran stört ist, das es keine Nachführung hat (für ein sauberes verfolgen von Objekten bei hohen Vergrößerungen). Aber wie ich das gelesen habe, gibts dort für die Montierung entsprechende Motoren, sodass man nicht von Hand nachführen muss.

Aber das ist dann wohl auch eine Ermessens-Sache.

Die Auswahl ist groß. Und was nun am besten geeignet ist, hängt von deinen Erwartungen ab oder von dem, was Du beobachten möchtest. Für etwa denselben Preis kriegt man nämlich auch schon ein 10" Newton - halt nur mit einer Dobson-Montierung.

Das beste ist aber sowieso, wenn man gar keine Erfahrung oder Basiswissen hat, einfach mal einen Astroshop in der Nähe auszusuchen. Da kann man sich dann einige Modelle einfach mal Live anschauen.

Oder Du meldest Dich z.B. bei http://www.astrotreff.de an. Die Leute dort können dir wirklich bestens weiterhelfen. Durch die Mitglieder-Suche kann man auch Leute in der Nähe suchen. Diese helfen eigentlich auch gern weiter oder lassen dich mal durch ihr Teleskop blicken.

Wie gesagt - die Auswahl ist groß und was man nun für bis etwa 1000 Euro bekommen kann, hängt von deinen Vortstellungen ab. Mit 1000 Euro kratzt man in der Astronomie leider immernoch ziemlich weit unten an der Fahnenstange - man bedenke, dass allein wirklich gute Okulare auch schon gerne mal über 300 Euro kosten können!

Aber das sind dann Dinge die man später auch nachkaufen kann wenn Interesse besteht.

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@Hellstorm

haben sie denn ein teleskop das sie mir empfelen koennten mit dem ich viele deep sky objekte planeten und entfernte galaxien sehen kann

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@factquestion

Das kommt immer darauf an, wo deine preisliche Schmerzgrenze liegt ;-) Planeten siehst Du mit allen der Teleskope die Du genannt hast und bei nem 8" Newton-Teleskop sind auch schon Deep-Sky-Beobachtungen möglich. Wieviele Galaxien Du aber genau sehen wirst, hängt hauptsächlich vom Durchmesser ab. Mit nem 10" oder 12" Teleskop siehst Du auch noch etwas lichtschwächere Galaxien

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Deine Frage von unten, wie man z.B. Galaxien findet:

Ausgangspunkt ist immer eine Sternkarte oder ein Planetariumsprogramm (ich verwende z.B. 'The Sky6', es gibt aber auch kostenlose Programme), dass auch gute Ausdrucke von Sternkarten erlaubt.

Man entwickelt mit der Zeit ein Gefühl für Winkelabstände und tastet sich von (markanten) Stern zu Stern zum gewünschten Ziel weiter. Das geht mit einem guten Sucherfernrohr (es gibt allerdings auch visierartige Sucher mit konzentrischen Kreisen, die einen guten Anhaltspunkt für Abstände liefern) oder sogar mit Weitwinkelokularen, was ich persönlich bevorzuge (geht allerdings nur dann bequem, wenn das Gesichtsfeld mindestens 1,5 Grad beträgt).

Wie schnell man sich das aneignet ist grundverschieden. Bei den helleren Galaxien am Himmel ist für Anfänger eines gut: Sie sind vom Winkeldurchmesser her groß, das macht die Sache leichter. Der Extremfall Andromeda-Galaxie etwa hat die mehrfache Breite des Vollmondes am Himmel (kein Scherz). Die siehst du (dunkler Himmel) schon mit bloßen Auge als schwachen Fleck. Die meisten Galaxien des Messiers-Katalogs sind allerdings deutlich kleiner.

Eines sollte Dir klar sein, für nebelhafte Objekte brauchst du Lichtstärke. Ein 20cm Newton ist ein vernünftiger Anfang. Halte dich an die Antworten (auch bei älteren Fragen dieser Art) der Amateur-Astronomen wie z.B "Hellstorm" und andere, die hier öfters schreiben, da sind viele sehr versierte darunter.

Was visuelle Beobachtungstechniken angeht ein Link:

http://www.andreas-domenico.de/astro/pub5.html

LG

Nächste interessante Frage

Habe vor mir ein Teleskop zu kaufen, möchte aber auch weit entfernte Objekte betrachten(Andromeda). Wie finde ich mich zurecht am Sternenhimmel?

Bei dem einen steht PDS und beim anderen halt nich.

ah danke... nein mal im ernst das eine ist teurer und das eine ist als besondere kaufempfelung ausgezeichnet und bei einem steht auch 1:10 feinbetrieb

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@factquestion

Zum einen wird da ein unterschied am Okularauszug sein…Um genaueres zu sagen, wäre ein Link nicht schlecht.

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Ach ist ja schon völlig überholt.

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