Was geschah im Römischen Reich nach Caesars Tod?

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3 Antworten

Die Meinungen über Caesar waren zweigeteilt. Die Senatoren hatten kein Mitspracherecht in der Diktatur Caesars und waren gegen ihn. Das Volk spürte diese Wirkung Caesars jedoch nicht, sondern kannte nur seine Erfolge und seine Investitionen in das Volk.

Gewiss war Caesar - wie eigentlich jeder bedeutende Politiker - umstritten. Und das ist er ja bis heute, wenn man an die berühmte und nicht abgeschlossene Strasburger-Gelzer-Kontroverse denkt.

Dass der Senat prinzipiell gegen ihn, das Volk aber für ihn gewesen sei, ist weder quellenmäßig belegt noch wahrscheinlich:

  • Der Senat war in seiner Meinung gespalten - das wissen wir. Schließlich verdankten ja viele Senatoren ihren Rang Caesar.
  • Die Stimmung des Volkes, das in Rom weilte und offenbar die Ermordung Caesars bedauert hat, darf nicht mit der römischen Bevölkerung Italiens in eins gesetzt werden. Denn die Bürgerkriegswirren haben vorallem die Römer Italiens - und anderer römischer Provinzen - leiden lassen. Über ihre Ansichten wissen wir wenig bis nichts. Ein Dichter wie Catull, der zur italischen Bildungsschicht gehörte, ließ Caesar und einige seiner Gefolgsleute durchaus sehr kritisch erscheinen. Offenbar war also auch die römische Bevölkerung insgesamt unterschiedlicher Ansichten über Caesar.

Insofern würde ich dir abraten, mit dem Begriff des "Widerspruchs" zu operieren!

Welche wesentliche Literatur hast du deiner Seminararbeit zugrunde gelegt? Zwei oder drei Titel würden mir genügen - nur so aus Interesse. Danke.  :-)

MfG

Arnold

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Kommentar von rosepetals
26.10.2016, 20:10

Hauptsächlich habe ich mich auf Martin Jehne bezogen. Sueton und Plutarch bildeten die antiken Quellen.

Ihren zwei Punkten bin ich in meinem originalen Text nachgekommen. Diese sehr verkürzte, obige Zusammenfassung ist sachlich falsch, das stimmt.

Den Begriff werde ich mir ansehen. Vielen Dank der Antwort :)

Jedoch bezieht sich meine Frage nun doch mehr auf die etwa 10-15 Jahre, die auf Caesars Tod folgen. Darauf, wie diese Zeit genauer ausgesehen hatte.

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Dieser Widerspruch führte zur Bildung eines Kultes um Julius Cäsar, dem Divus Jullus, aus welchem schlussendlich das Christentum hervorging. Ohne dem Widerstand der Regierung und den Verboten, sowohl des Divus Jullus Kultes als auch des Christentums, wäre es wohl nie zu einer Weltreligion aufgestiegen.

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Nach dem Tod von Caesar brach der römische Bürgerkrieg aus. 

 In dem nun ausbrechenden Bürgerkrieg siegten nach Bildung des zweiten Triumvirats Octavian (der spätere Kaiser Augustus) und Marcus Antonius in der Schlacht bei Philippi gegen Brutus und Cassius. Nach Ausschaltung des letzten Konkurrenten Sextus Pompeius in Sizilien und der Entmachtung des dritten Triumvirn Marcus Aemilius Lepidus wandten sich Octavian und Marcus Antonius gegeneinander. In der Schlacht bei Actium besiegte Octavian 31 v. Chr. Marcus Antonius und die ihn unterstützende ägyptische Herrscherin Kleopatra.

Darauf wurde Augustus zum ersten römischen Kaiser ernannt. Er ernannte sich jedoch nicht wie Caesar zum "Diktator auf Lebenszeit". Augsustus ließ die alte republikanische Verfassung des römischen Reiches in Kraft. Daraufhin ist die Demokratie im römischen Reich "ausgestorben" und es folgte eine bis zum Untergang des weströmischen und des oströmischen Reiches andauernde Monarchie.

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