Körperlich kann ich das kaum sagen. Ich habe gleichzeitig mit dem regelmäßigen Sport angefangen. So kann weniger (keine) Akne und allgemein bessere körperliche Leistungen an allem möglichen liegen.

Verändert hat sich primär, wie ich die Welt sehe. Dass ich eher bereit bin, etwas zu hinterfragen, auch wenn die "breite Masse" genauso daran glaubt oder etwas vertritt. Ich beschäftige mich mehr mit Moralphilosophie und Logik. Ich fühle mich leichter ums Herz - das im direkten Vergleich zu dem Zeitabschnitt, in der ich wusste, was in der Tierindustrie stattfindet, aber mein Konsumverhalten nicht verändert hatte. Im Einklang mit den eigenen moralischen Vorstellungen zu leben (und wer ist schon für Tiermisshandlung oder für Massentierhaltung...?) bringt ein befreiendes Gefühl mit sich.

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"[Es] kann angenommen werden, dass eine pflanzenbetonte Ernährungsform [...] gegenüber der derzeitig in Deutschland üblichen Ernährung mit einer Risikosenkung für ernährungsmitbedingte Krankheiten verbunden ist."

Seite 2: https://www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2016/04_16/EU04_2016_M220-M230_korr.pdf

Beachte: Nimm Vitamin B12 Supplemente.

Eisen und Protein (alle essentiellen Aminosäuren) sind in Wirklichkeit kein Problem, wer sich das ausgedacht hat, war wahrscheinlich sehr lustig drauf. Eine gesunde Mischkost besteht zu ca. 75% aus Pflanzen! (Wenn du das zuvor noch nicht eingehalten hast, wirst du jetzt deinem Körper etwas richtig Gutes tun.) Bei einer veganen Ernährung werden die 25% Tierprodukte durch Hülsenfrüchte und Nüsse quasi ersetzt. Mit derselben Taktik kann man sich so vegetarisch ernähren.

Hier sieht man die Proportionen einer gesunden Ernährung: https://www.pinterest.de/pin/383861568235123767/

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Dem kann ich leider absolut zustimmen, finde die meistens zu bitter und wässrig. (Alpro for the win.)

Als ich die ausprobiert habe, hab ich sie für Smoothies benutzt oder im Müsli (mit Früchten und Zucker). Ich denke in Backrezepten wird der Geschmack auch nicht so herausstechen.

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Über Chronometer ausgerechnet:

Ein Kilo Buchweizen enthält: 3430kcal, 133g Protein (alle essentiellen Aminosäuren), genügend Vitamin B2, B3, B5, B6, Eisen, Magnesium, Copper, Phosphorus, Potassium, Zink, ...

Es fehlt: Vitamin B12, A, C, E, K, genügend Kalzium, genügend Sodium und Omega 3/6 werden etwa zur Hälfte gedeckt.

Wenn ich einmal auf einer einsamen Insel strande, nehme ich mir vielleicht Mal Buchweizen mit, vielleicht noch eine Zitrone. Überleben kann der Mensch bestimmt einige Jahre damit - der Körper ist ein "Überlebenskünstler". Andererseits erkrankten damals anscheinend viele Matrosen an Skorput (durch zu wenig Vitamin C), alleine schon durch eine lange Schiffsfahrt.

Ein Nahrungsmittel alleine zu essen ist jedenfalls die beste Anleitung zu einem Defizit.

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Wie es Lycaa schreibt ist es "sozial gesehen" schwierig. Trotzdem kann man die Heimküche vegan gestalten aber die Kontrolle, was das Kind außerhalb davon isst (in der Schule, bei Freunden...) aufgeben. Ich sehe das als einen berechtigten Kompromiss an.

Falsch wäre anzunehmen, dass man mit einer spezifischen Heimkost das Kind zu etwas "zwingt". Egal, welche Kost es zuhause gibt, alles ist gleichermaßen "Zwang": Vegan, Fleisch, Fertigprodukte, mit viel Gemüse, asiatische Küche, mexikanische Küche, ...

Anbei gesagt, B12 ist bei fleischloser Ernährung ein Muss. Oftmals ist B12 in der veganen Milch vorhanden. Hier würde ich mir nur noch wünschen, dass die anderen Kommentare, welche von "wichtigen Nährstoffen" sprechen, auch spezifisch angeben würden, welche das schlussendlich sind. Kommt mir sonst alles vor wie "hab ich mal irgendwo gelesen"-Wissen.

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Wenn ich mich richtig, erinnere spricht sich der offizielle Bund/Verein für Ernährung in Deutschland gegen eine vegane Ernährung für Säuglinge aus (leider finde ich nicht mehr den Verein, noch die Aussage - ich finde nur Anleitungen deutscher Ernährungsexperten für die vegane Ernährung). Die Begründung war hierfür, dass man nicht ausreichend B12 erhalte. Jedoch ist B12-Supplementierung Teil der veganen Ernährung, womit die Aussage sinnfrei ist.

Die British wie auch American Diet Association sind sich einig, dass der Veganismus für alle Lebensabschnitte (auch für Säuglinge) ausreichend ist.

"Strenge Auflagen" hat so nebenbei auch die Weltgesundheitsorganisation. Ich würde gerne wissen, wie viele Nicht-Veganer sich daran halten?:

A healthy diet contains:

  • Fruits, vegetables, legumes (e.g. lentils, beans), nuts and whole grains (e.g. unprocessed maize, millet, oats, wheat, brown rice).
  • At least 400 g (5 portions) of fruits and vegetables a day (2). Potatoes, sweet potatoes, cassava and other starchy roots are not classified as fruits or vegetables.
  • Less than 10% of total energy intake from free sugars (2, 5) which is equivalent to 50 g (or around 12 level teaspoons) for a person of healthy body weight consuming approximately 2000 calories per day, but ideally less than 5% of total energy intake for additional health benefits (5). Most free sugars are added to foods or drinks by the manufacturer, cook or consumer, and can also be found in sugars naturally present in honey, syrups, fruit juices and fruit juice concentrates.
  • Less than 30% of total energy intake from fats (1, 2, 3). Unsaturated fats (found in fish, avocado, nuts, sunflower, canola and olive oils) are preferable to saturated fats (found in fatty meat, butter, palm and coconut oil, cream, cheese, ghee and lard) and trans-fats of all kinds, including both industrially produced trans-fats (found in processed food, fast food, snack food, fried food, frozen pizza, pies, cookies, biscuits, wafers, margarines and spreads) and ruminant trans-fats (found in meat and dairy foods from ruminant animals, such as cows, sheep, goats, camels and others). It is suggested to reduce the intake of saturated fats to less than 10 % of total energy intake and trans-fats to less than 1% of total energy intake. In particular, industrially produced trans-fats are not part of a healthy diet and should be avoided.
  • Less than 5 g of salt (equivalent to approximately 1 teaspoon) per day (6) and use iodized salt.

Angemerkt sei, dass diese Anleitung im Handumdrehen vegan ist. Für jedes tierisches Produkt werden pflanzliche Alternativen gleichberechtigt aufgezählt.

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Du scheinst von deiner Erfahrung von 7 Frauen auf eine Theorie zu schließen, welche 3.5 Milliarden Frauen betrifft. Dass 7 Frauen dich belästigen lässt auf kein gesellschaftliches Problem schließen. Das ähnelt den Frauen, die alle Männer verteufeln, da sie Erfahrungen mit männlichen Vergewaltigern gemacht haben.

Frage auf gutefrage.net besser, WIE du dich mit deiner Depression auseinandersetzt und WIE du den Kontakt mich schlechten Menschen abbrichst.

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Das mit dem Unfall war tatsächlich so, dass er zuvor Chinesisch sprechen konnte. Er hatte schon das Vokabular und die Grammatik in seinem Kopf.

Nach seinem Unfall konnte er fließend Chinesisch sprechen, seine Fähigkeiten wurden also besser, kamen aber nicht aus dem Nichts.

Das Gehirn ist überaus komplex. Die Forschung macht jährlich Fortschritte, doch man hat es noch bei Weitem nicht vollkommen verstanden.

Interessante Anekdote ist, dass bei der Einnahme von LSD eine extreme Zunahme an Verbindungen zwischen den Nervenzellen stattfindet. Eine Verbindung kann man sehr vereinfacht gleichsetzen mit einem Teil Wissen.

Ich könnte mir vorstellen, dass ein solcher Unfall eben Auswirkungen auf die Verbindungen zwischen den Zellen hatte.

Die gute Nachricht: Dafür brauchst du keinen Unfall oder Wunder. Alleine ein Buch zu lesen oder einen Film zu sehen - oder auch nur diese Antwort - verbindet dein Gehirn neu. Es ist immer im Wandel, schließlich muss es die Information speichern, die aus der Umgebung kommt (alles andere führt zur Demenz).

Dieses Spiel erklärt dies interakiv: https://ncase.me/neurons/

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Dass Sport dich aufmuntert ist ganz klar: Da schüttet der Körper Glückshormone wie Serotonin aus. Deshalb wird Sport sogar bei Depression vorgeschlagen. Auch steigert es das Selbstwertgefühl (und die Lebenserwartung!).

Wenn wir schon bei Hormonen sind: Motivation hat auch sein ganz eigenes Hormon - das Dopamin. Dieses wird immer dann ausgeschüttet, wenn wir etwas wollen. Wenn wir zum Beispiel etwas Essen wollen, wenn wir jemanden anrufen wollen, wenn wir zu unserem Handy greifen, da wir ein Video anschauen wollen, ... Ist zu wenig Dopamin im Gehirn vorhanden wird man gleichgültig, und auch depressiv. Eine Depression ist nämlich weniger eine andauernde Traurigkeit sondern eine vollkommene Motivationslosigkeit - man hat nicht einmal Motivation aufzustehen, etwas Schönes zu unternehmen, etwas mit dem Tag anzufangen,...

Dann gibt es natürlich noch eine andere Art von Motivation: Das "Warum". "Warum lebe ich, warum mache ich das, weshalb mache ich weiter, weshalb gehe ich in die Schule, ...?" Die Antwort kann alles sein: Ich möchte ein eigenes Haus, ich möchte gerne als Erwachsene/r Künstler werden, ich möchte einen guten Beruf, ich möchte mich bilden, ich möchte gerne nah an der Natur leben, ich möchte ein Tierheim eröffnen...

Dazu ein tolles Zitat von Nietzsche: "Wer ein Warum zum Leben hat erträgt fast jedes Wie." Bedeutet: Wer seinen eigenen, persönlichen Grund zum Leben gefunden hat, der erträgt fast alle Lebensumstände (eine zu kleine Wohnung, schlechtes Wetter, Krankheit, gebrochenes Herz, Verluste, ...)

Glücklichkeit ist vergänglich. Glücklichkeit wegen einem neuen Spiel, wegen einem neuen Zimmer, ... wird mit der Zeit abgeflacht und es wird wieder "normal", vielleicht sogar ein wenig öde - egal, wie sehr man sich anstrengt, nach Glücklichkeit zu suchen.

Richtige Glückseligkeit kann von dem "Warum" kommen. Von den eigenen, ganz persönlichen Zielen im Leben.

Zusammengefasst: Es gibt also zwei Arten von Motivation. Die Motivation, glücklich zu werden (leckeres Essen, ...) und die Motivation, etwas mit dem Leben anzufangen.

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Erstmals ist es schwer, an Milch ranzukommen. In der Natur gibt es keine dauergeschwängerten, durch Züchtung veränderte, Milchkühe. Nur hin- und wieder wird ein Muttertier Milch geben. Diesen Zeitraum muss man erstmals abpassen.

An die Milch zu gelangen ist auch problematisch. Dass das Muttertier durch Zufall ihre Jungen verliert kommt selten vor. Man müsste diese entweder selbst töten können, und dann versuchen an die Milch zu gelangen, oder unbemerkt sich dem Muttertier nähern. Dieses Tier wird sich natürlich vehement verteidigen, dass ein fremdes Tier an die Milch gelangt. Die Milch ist schließlich für das eigene Jungtier bestimmt. Dass ein Tier hierbei erfolgreich ist, bezweifle ich.

Es gibt Vögel, die phänotypisch aussehen wie ein anderes Vogeltier, damit sie sich in das Nest hineinschmuggeln können und von den fremden Eltern mitgefüttert werden.

Wenn ein Tier (durch die ökologische Nische fremder Milch) auch dem Jungtier einer, sagen wir, Giraffe ähneln würde, dann könnte dieses Tier nur die Nahrung alle paar Jahre erhalten (nur alle paar Jahre wird die Giraffe schwanger) und könnte sich nur auf eine Tierart (in diesem Fall Giraffe) evolutiv "spezialisieren". Das ist ein völlig anderer Fall als ein Vogel zu sein, der jedes Jahr die Chance hat von fremden Eltern durchgefüttert zu werden.

Es ist also unwahrscheinlich, dass eine solche Taktik erfolgreich ist.

Anekdotisch: Es passiert schon Mal, dass Katzen direkt an das Euter einer Kuh gehen. Das weiß ich jedoch nur wegen einem YouTube-Video. Und wie gesagt, unsere Milchkühe werden dauerhaft geschwängert und produzieren jedes Mal mehr Milch, als "natürliche" Muttertiere. In der Natur gibt es eine dauerhafte Wieder- und Wiederschwangerschaft nicht. Es ist daher schon ein Ausnahmefall.

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Ich bin kein Experte, aber das Video fällt mir spontan ein. Ob ein Monat lang genug ist, um Veränderungen in der Normalflora des Magens/Darmes herbeizuführen, weiß ich nicht. Für Ernährungsumstellungen ist dieses Videos jedoch allgemein relevant.

https://www.youtube.com/watch?v=VzPD009qTN4

Zusammenfassung: Indem wir etwas bestimmtes essen (gesund, Gemüse, Kohlenhydrate, Laktose) "züchten" wir in unserem Magen diejenigen Bakterien, welche diese Nahrungsgruppe zersetzen. Verzichten wir auf etwas, haben wir weniger dieser Bakterien, die effizient das Essen zersetzen können, wenn wir es wieder zu uns aufnehmen. Daher die Übelkeit? So etwas kann definitiv zu Verdauungsproblemen führen.

Auch interessant: Ein Verzicht führt auf lange Zeit dazu, dass wir keine Lust mehr auf diejenige Nahrung haben, da sich auch die Bakterien in unserem Magen nicht mehr mithilfe von Heißhunger und Gelüsten danach melden.

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Das Konzept eines Volkes existiert nur in unserer Einbildungskraft und ist deshalb genau so, wie wir denken das es ist.

https://is.muni.cz/el/1423/jaro2016/SOC757/um/61816961/Benedict_Anderson_Imagined_Communities.pdf

Die Frage ist nun - welche Betrachtungsweise resultiert in weniger Missgunst und Gewalt?

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Der YouTube-Kanal von Erin Janus gibt tausend Gründe mehr an, auf Fleisch, Milch und Eier zu verzichten, als den Geschmack. Wenn du Interesse hast, ist sie die Anlaufstelle, vor allem für kurze Zusammenfassungen.

Wie es Spiegelzelt schon sagt, vor allem Milch und Eier sind in vielen anderen Lebensmitteln drin: Kuchen, Pizza, etc. Dafür gibt es mehr und mehr vegane Alternativen für Kuchen, Pizza, Würstchen, Eis, Käse und so weiter. Halt mal die Augen danach offen.

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Am unglaublichsten ist hier natürlich, wie alle Nicht-Veganer zu Ernährungsexperten werden, während sie den Experten der Ernährung (wie der WHO, BDA, ADA) widersprechen - ohne überhaupt sich die Mühe zu machen zu nennen welche Nährstoffe bei einer veganen Ernährung fehlen.

Aber wenn die Masse einem zustimmt hat man's leicht - da sind Belege obsolet.

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Ich lege dir ans Herz Chronometer zu benutzen (Website oder App) und zu überprüfen, ob du alle Nährstoffe bekommst, wie auch genügend Kalorien zu dir nimmst.

Je nach Ernährung musst du (vom Volumen her) mehr essen, um genügend Kalorien zu dir zu nehmen.

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Sage ihr besser Bescheid. Wir hatten auf einer Wandergruppe jemanden dabei, der auch sehr schlecht hörte. Das haben wir erst nach der Hälfte der Zeit herausgefunden - davor hatten wir sie teilweise angesprochen und sie reagierte nicht.

Ab dann tippten wir sie immer an. Deshalb ist es gut, Bescheid zu wissen.

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Schaue dir Videos von Earthling Ed (und wie er mit Nicht-Veganern spricht!) und von Mic. The Vegan (vor allem seine Beiträge zu sozialen Themen) auf YouTube an.

Stoße niemanden vor den Kopf, bevor du a) nicht alles über Veganismus weißt, b) nicht ruhig antworten und sprechen kannst, sondern emotional wirst und c) dir nicht klar gemacht hast, was die Leute dazu bewegt, überhaupt Fleisch zu essen und den Blick abzuwenden. Versuche dich in sie hineinzuversetzen. Wir alle haben Fleisch gegessen, bevor wir Veganer waren. Die meisten von uns wären damals auch auf Abwehrhaltung, käme ein Veganer daher, um das Bild von uns selbst als "guten Menschen" zu zerstören.

https://www.youtube.com/watch?v=_0_BrHNH9g0

https://www.youtube.com/watch?v=dG9KM0bWyk4

Wenn du auch nur ein bisschen emotional rüberkommst haben die Menschen nämlich die Erlaubnis, dich als "militanter Veganer" abzustempeln, dich somit nicht mehr ernst zu nehmen und den ganzen Veganismus mit dazu, da Veganer sowieso verrückt sind.

Das hört sich krass an, ergibt sich aber aus meiner eigenen Beobachtungen - schau allein schon auf die Antworten unter dieser Frage. Viele sind sehr, sehr schnell wie persönlich angegriffen, wird auch nur das Wort "vegan" erwähnt. Die haben sich dann schon eine Meinung über dich, als Veganer, gemacht, bevor sie dich kennen. Als Veganer bist du für die Leute die du kennst oft repräsentativ für den ganzen Veganismus.

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