Warum zuzzeln Bayern ihre Weisswurst?

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7 Antworten

Auch die meisten Bayern schälen die Wurst, ich hatte da schon sehr kontroverse Diskussionen. Ist irgendwo ein Lieblingsthema der Deutschen, wobei nur in Restdeutschland sich darüber gewundert wird.

Wie gesagt, auch viele Bayern schneiden die Wurst entweder ein und schälen die Hälften, oder sie schneiden sogenannte "Rädchen": eine Scheibe wird angeschnitten, aber nicht bis ganz unten durch. Mit der Gabel piekst man dann in das Brät und isst das Stück. Es gilt als Qualitätsmerkmal der Wurst, wenn das Brät sich ohne Probleme vom Darm löst.

Traditionsbewusste Altbaiern genießen von der Hand in den Mund und zuzzeln das Brät geschickt aus der Haut. Sie ziehen die Füllung mit den Zähnen aus der Haut – eine Methode, die Anfänger leicht der Lächerlichkeit preisgibt, dennoch lohnt sich der Versuch.

Ich hab sie immer geschält. Mein opa hat sie einfach mit Haut gegessen. Gezutzelt hat bei uns nie jemand

Wie man die Weisswurst genau isst, ist immer noch eine heiss diskutierte Kontroverse über die Landstriche.

Aber im "Bajuvarenland" mit Landstrichen bevorzugter "Zuzzler" ist man dort z.B. eine Brat-/ oder Currywurscht auch ganz bodenständig mit Pelle.

Bei den Bayuwaren musst halt nach den Landkreisen dieses Bundeslandes ( Freistaates ) an sich reacharchieren.

Dort gibt es sogar tatsächlich den Begriff "Weisswurst-Äquator"...( kein Klamauk )

Nein, wir zuzzeln keine andren Würschte.

Aber bei den Weißen ist das Pflicht! Ich griege Gänsehaut wenn jemand anfängt die Wurscht zu schälen, kleinzuschneiden etc....

Ich habe hier auch noch was mit Bauzener gelesen ... die Steigerung ist dann noch Ketchup, und dann gibts noch "Menschen" die Weiße braten oder grillen ...

Merke: Wasser aufkochen, Herd ausschalten, Weiße rein und 10 Minuten ziehen lassen, mit Händlmaier, Brezn und Weißbier servieren.

An Guadn :-)

Das stimmt so nicht ich schäle sie oder esse die Pelle mit ist ja schließlich nicht giftig 

Hallo,

das Zuzeln ist eine kulturhistorische Angelegenheit. Es gab Landstriche in Bayern, da wurde noch überwiegend mit der Hand gegessen, also ohne Messer und Gabel. Die Familien hatten auf den Höfen nur einen großen Löffel, mehr war nicht.

Man sagt, das König Ludwig von Bayern eines Tages bei einem Besuch auf einem entlegenen Hof damit konfrontiert wurde und, da es kein Besteck gab, eben auch zuzeln musste. So wurde das Zuzeln in Bayern hof- und gesellschaftsfähig.

LG Jürgen


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