Warum wäre ein gramm "Anti Materie" so teuer?

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8 Antworten

1 g Antimaterie könnte man zusammen mit einem Gramm normale Materie bereits in eine solch gewaltige Menge Energie umsetzen, daß es sich wohl sehr lohnen würde. Oder ein gewaltiges Loch in einen kleineren Staat reißen. Oder zwei.

Davon abgesehen wäre es die seltenste Substanz der Welt.

Buchstäblich jeder würde etwas davon haben wollen: die gesamte Wissenschaftswelt, Staaten, Unterwelt... Sicher kein  Mangel an den zahlungskräftigsten Kunden.

Wie Deine Quelle jetzt ausgerechnet auf diese 800 Billionen kommt weiß ich allerdings auch nicht.

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Du kannst alles irgendwo lesen.

Wo hast du das denn her, und welche Argumente stehen dort?
Gründe scheinen ja zu fehlen, oder Berechnungen, sonst würdest du nicht fragen.

Die die Energiekosten lassen sich berechnen, wenn man mal 100 % Wirkungsgrad annimmt:

  • Man kann immer nur Paare von Materie- und Antimaterie erzeugen, so schlägt man natürlich die Kosten für die wertlose Materie auf die Antimaterie auf.
  • Gem. e=mc² erfordert die Erzeugung von 2 g (Anti)Materie 0,002 kg * (299.792.458 m/s)². Das ergibt 179751035747363,528 kg*m²/s².
  • kg*m²/s² wird auch Joule (J) genannt, und identisch mit Wattsekunde Ws). Wenn's denn Ws sind, kann man sie ja leicht in kWh umrechnen. Einfach durch 1000 und nochmal durch 3600 teilen.
  • Es ergeben sich also 49930843,263156535555555555555556 kWh, runden wir die mal auf 50.000.000. Eine kWh kostet rund 30 Cent, also komme ich auf 15.000.000 € je 1 Gramm Materie und Antimaterie.

Das ist zwar recht ansehnlich, deine Angabe ist aber noch mal ca. 50.000.000 mal so hoch.
Dass du das komplett auf den Wirkungsgrad schieben kannst, möchte ich bezweifeln.

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Kommentar von segler1968
13.08.2016, 08:00

Und das ist immerhin fast die Energie, die bei der Atombombe in Hiroshima freigesetzt wurde...

Die Stromkosten sind nicht das Problem, sondern die sichere Aufbewahrung. Antimaterie darf ja nie mit Materien in Kontakt kommen. Du brauchst also ein absolutes Vakuum und ein elektromagnetisches Feld, was die Antimaterie in der Schwebe hält. Was alles andere als trivial mit einem Gramm ist. Und auch der Herstellungsprozess muss unter diesen Bedingungen ablaufen.

Kein Wissenschaftler mit allen Tassen im Schrank würde das machen, wenn er nicht hundert Kilometer von der Anlage entfernt ist. Und niemand mit allen Tassen im Schrank würde so etwas finanzieren.

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Kommentar von TomRichter
13.08.2016, 18:44

> komplett auf den Wirkungsgrad schieben

Drei Nullen schiebe ich auf eine falsch übersetzte angelsächsiche billion.

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Die Zahl 800 Billionen Euro ist absurd. Das 1250 Fache wäre Mindestens Nötig. Im CERN wird Antimaterie hergestellt und die Betriebskosten des CERN sind relativ hoch.

Annahmen für ein Rechenbeispiel.

Die Lagerung einer großen Menge Antimaterie ist möglich und Kostenlos.

Es gibt nicht 1 CERN sondern 10 Mio. CERN. (sonst dauert es zu lange die Antimaterie herzustellen)
Und die 10 Mio. CERN wären alle Kostenlos entstanden.

Produktion.
In einem CERN werden pro Sekunde Ca 10^7 Antiprotonen erzeugt. In einem Gramm Antiwasserstoff sind 6x10^23 Antiprotonen. Was bedeutet nach 2 Milliarden Jahren hätte man 1 Gramm Antimaterie. Wir haben aber zum Glück 10 Mio. CERN, also haben wir 1 Gramm nach 200 Jahren.

Kosten.
Die Betriebskosten von EINEM CERN belaufen sich auf Mindestens 500 Mio. Euro pro Jahr. Da wir 10 Mio. CERN versorgen, belaufen sich die Kosten auf 1 Trillion Euro. Das ist Ca. das 1250 Fache und auch nur wenn sehr viel Ideal verläuft und Kostenlos ist.

Also ist 1 Gramm Antimaterie Mindestens 1 Trillion Euro Wert +- ein Paar Billiarden.

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Kommentar von SgtZero
14.08.2016, 00:07

Lol was ist los mit Dir?

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Es ist möglich Antimaterie zu "erzeugen". Verbunden mit der Häufigkeit eines solchen Events (Paarbildung) und die Kosten bis dahin, machen es möglich eine Schätzung abzugeben, wie teuer es aktuell sein würde.

Davon abgesehen, ist es aktuell nicht möglich die Antomaterie zu verwahren, womit man nicht auf 1g kommt.

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Anti-Atome und -moleküle sind in der Natur unbekannt und können nur in aufwendigen Experimenten hergestellt werden.

Hier mal lesen!https://de.wikipedia.org/wiki/Antimaterie

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Weil die Herstellung von Antimaterie zumindest momentan noch sehr energieaufwändig und daher sehr teuer ist.

Abgesehen davon gibt es noch diverse Wirtschaftszweige in Hinsicht auf Energieumwandlung und Rohstoffgewinnung, welche durch Eigeninteressen ihren Einfluss derart wirksam machen, dass Entwicklungen zumindest verzögert werden, die eine bessere Wirtschaftlichkeit der Antimaterieproduktion ermöglichen würden. 

Und abgesehen davon ist es vermutlich ohnehin sehr riskant, Antimaterie über eine längere Zeit zu lagern, denn man könnte nur Antimaterieionen oder Antiprotonen bzw. Positronen mit Hilfe von elektromagnetischen Feldern eindämmen, da jeder Kontakt mit normaler Materie zu sofortiger Zerstrahlung und somit zur Freisetzung Gammastrahlung im Äquivalent der zerstrahlten Materie und Antimaterie führen würde.

Wenn man gewissermaßen Antiprotium (ein Antiproton im Kern) herstellen könnte und einen Antimaterietank mit einer massiven inneren Neutronenbeschichtung herstellen könnte, könnte man vermutlich auf ein elektromagnetisches Eindämmungsfeld verzichten, weil die Antiprotonen nicht mit Neutronen reagieren würden, sondern nur mit Protonen. Aber wenn man, wie bei Star Trek Deuterium und daher Antideuterium verwenden würde, fällt diese Option aus, denn Deuterium hat in seinem Kern je ein Proton und ein Neutron. 

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Lies mal den Roman "Illuminati" von Dan Brown. Dann weisst du mehr.

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Kommentar von Roderic
13.08.2016, 20:47

...oder auch nicht. ;-)

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vielleicht weil es extrem selten wäre. Und weil Menschen immer Statussymbole brauchen :D

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