Warum sind manche Menschen so unfähig?

16 Antworten

Oh ja, damit habe ich persönlich Erfahrung gemacht, weshalb ich mir bei meiner Mutter immer dieselbe Frage gestellt habe: wieso ein Kind in die Welt bringen, wenn man nicht damit umgehen kann.

Gut, bei meiner Mutter und bei vielen anderen Eltern gibt es Gründe. Meine Mutter wurde in ihrer Kindheit jahrelang emotional sowie körperlich missbraucht. Ihr war der Missbrauch nie bewusst und konnte deswegen nie etwss dagegen tun. Meine Mutter hatte starke Beziehungsprobleme sowie Minderwertigkeitskomplexe und wollte ein Kind als Liebesbeweis von meinem Vater. Das war mehr oder weniger die falsche Entscheidung, denn meine Mutter hat nie gelernt, mit ihren Problemen vernünftig umzugehen. Für sie war Gewalt immer die Problemlösung.

Also, meine Theorie ist: Menschen, die aggressiv und handgreiflich auf ihr Kind reagieren, haben nie gelernt, ihre Wut zu regulieren, aufgrund vergangener, negativer Erfahrungen. Sie projezieren ihre Probleme auf das Kind und nennen die "Provokation" des Kindes als Grund ihres Ausbruchs, obwohl Kinder erst lernen müssen und nie beabsichten, jemandem wirklich weh zu tun. Ein Erwachsener ohne Missbrauchserfahrungen, der gelernt hat, mit Gefühlen gerecht umzugehen und sich seines Verhaltens bewusst ist, reagiert nicht so. Denn normalerweise müssten Erwachsene sich des Verhalten des Kindes bewusst sein, Ruhe bewahren und nicht alles als Angriff sehen, sondern drüber stehen.

Aber viele sind sich deren Probleme leider nicht bewusst. Da kann nur eine Therapie helfen, die einem hilft, mit seinen Gefühlen klarzukommen und nicht gleich zu platzen, sondern die Situation zu analysieren und dann angemessen zu reagieren.

Hast du Kinder?

Ich habe keine, ich bin erst 17, das wäre nicht gerade das Dollste, wenn ich welche hätte, aber ich maße mir nicht an, Menschen, die auch mal an ihre Grenzen stoßen, so dermaßen zu verurteilen.

Jedem Menschen wird es mal zu viel. Meine Eltern haben mich lieb und trotzdem haben ich und mein Bruder sie oft genug zum Ausflippen gebracht, manchmal ist ihnen auch die Hand ausgerutscht. Das macht es nicht besser, aber sie sind auch nur Menschen und machen Fehler, die Liebe zu ihnen überwiegt hierbei einfach.

Kein Mensch hat unendlich viel Geduld, das zeugt nicht etwa von Inkompetenz, es zeugt von Menschlichkeit. Nur wenn dieser Zustand dauerhaft ist und ein friedliches Miteinander innerhalb der Familie gar nicht mehr möglich ist, sollte man sich beraten lassen bei entsprechenden Organisationen wie Jugendamt, Pro Familia etc.

Woher ich das weiß:Beruf – Externe Lehrkraft an einer Grundschule

Mir geht es um die Familien, die ihre Kinder ständig beschimpfen und mit ihrem Verhalten traumatisieren, und es ist nie gut ein Kind zu schlagen, auch wenn du es hier als "normal" beredest.

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@KittyLove18

Deine Unterstellung, dass ich es als normal erachten würde, Kinder zu schlagen, nehme ich jetzt mal so hin, auch wenn ich das nie in der Antwort schrieb...

Solche Eltern haben sich entweder überhaupt nicht unter Kontrolle (Ich habe in meiner Antwort übrigens erklärt, wie man dann verfahren soll, aber das hast du wohl überlesen!) oder denken, dass das der richtige Weg sei.

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Weil sie sich vorher in den schönsten Farben ausmalen, wie es mit Kind sein würde.

Oft holt einen die Realität ein und sehr viel übernehmen (fast?) genau das Muster in Sachen Umgang mit Kindern, wie es ihre Eltern mit ihnen gemacht haben.

Leider tummeln sich auch hier auf GF sehr viele User, die auf Erziehung pochen.
Dabei aber übersehen, dass sie damit ihren Kindern auch mehr schaden als ihnen vielleicht bewusst ist.

Ich lese und sehe viele absolut unnötige Kämpfe zwischen Eltern (auch anderen Erwachsenen) und Kindern.
Nur, weil die Eltern Angst haben, sich die Blöße zu geben, wenn sie den Kindern gegenüber nur das kleinste Zugeständnis machen.

Fast so, als wollten sie sich bei ihren Kindern dafür rächen, was ihnen in ihrer eigenen Kindheit angetan wurde.

Wie viele haben sich - da noch kinderlos - geswchworen "so wie meine Eltern mache ich es nie bei meinen eigenen Kindern".
Und kamen die eigenen Kinder. Mit dem Ergebnis, dass sich (in frühester Kindheit - also vor Einsetzen der bewussten Erinnerung) Muster eingeschliffen haben, die in Stresssituationen hervorbrechen.

Dieses Muster bewusst zu durchbrechen heißt, an sich zu arbeiten. Sein Verhalten zu reflektieren und wenn nötig, zu verändern.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Hobbylektorin - "unerzogen" ist eine Lebenseinstellung

Weil sie es können!

In Deutschland musst du mehr Voraussetzungen erfüllen, wenn du einen Hund aus dem Tierheim holen willst, als wenn du ein Kind zeugst.

Würden diese Eltern ein Kind adoptieren dürfen? -Sicherlich nicht.

Aber zeugen dürfen sie so viele Kinder wie sie wollen. Kann das richtig sein?

Ich denke nicht, dass das richtig ist...viele Klassenkameraden von mir z.B wissen gar nichts über Erziehung, aber wollen später eine Horde an Kinder...

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Weil man das vorher nicht weiß, wie die Kinder werden. 

Mein Chef zum Beispiel hatte ein Schreikind. Das hat den ganzen Tag geschrieen. Und die Eltern standen dem machtlos gegenüber. 

Meine Kinder waren ganz lieb. Die Erste war pflegeleicht. Hat als Baby den ganzen Tag geschlafen. Und als sie größer wurde, hat sie sich viel mit sich selber beschäftigt. 

Die Zweite dagegen brauchte ständig Gesellschaft. Da war ich froh, dass ich bereits ein Kind hatte, das diese Gesellschaft gern geboten hat. 

Es ist übrigens wie bei erwachsenen Menschen. Die sind auch sehr verschieden. 

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