Warum sind Fair-Trade Produkte teurer als 'normale'?

4 Antworten

Das weiß ich auch nicht. Selbst wenn mehr Lohn gezahlt wird, sollten die Preise konkurrenzfähig sein. Denn beim normalen Produkt macht der Zwischenhandel mindestens 50 % des Preises aus. Und Faitrade prahlt ja damit, dass es ebendiesen ausschaltet. Aber da wird nach eigenen Angaben für PR etc. bezahlt. Und die Qualität ist auch teilweise schlechter. Ich kaufe auch fairtrade, aber nur wenn Qualität und Preis entsprechen. Bei Faitrade wird der Kunde unfair behandelt und es sollten alle fair behandelt werden, nicht nur die in der Dritten Welt. Und auch denen gegenüber ist Fairtrade nicht unbedingt fair, wie ein Film zeigt, wo ein kenianischer Ex-Arbeiter sich engagiert. Nicht fairgetradete Rosen werden auf Fairtrade umgelabelt, die Sicherheitsstandards werden auch nicht konsequent eingehalten etc. Dann habe ich in einem Artikel gelesen, dass trotz Siegel nur ein Teil des Inhalts fairgetradet sein kann. Da muss ich auch nicht päpstlicher sein als der Papst und richte mich nach meinem schmalen Börsel und dem Preis. Ich habe kein schlechtes soziales Gewissen zu beschwichtigen, ich hatte selbst über ein Jahrzehnt nur das Existenzminimum und jetzt auch nicht viel mehr.

Die Frage ist durchaus berechtigt, weshalb Fairtrade-Produkte bei uns in den "entwickelten" Ländern teurer sind. Denn tatsächlich sind die Einkaufspreise von fair produzierten Waren nicht so viel höher als von konventionellen Produkten (absolut gesehen). So kostet ein T-Shirt aus zertifizierter Fairtrade-Biobaumwolle ca. 1,50 (netto) mehr als ein konventionellse Shirt. Relativ gesehen ist das natürlich eine hohe Differenz, wenn man bedenkt, dass manche Firmen als Verkaufspreis eines normalen T-Shirts 4€ verlangen.

Viele Produkte könnten also "fair" produziert werden wenn man den dafür notwendigen "Aufpreis" nicht prozentual mitzieht, sondern einfach die 1,50€ am Ende auf das Produkt aufschlagen würde.

Grundsätzlich halte ich aber den Fairtrade-Gedanken wie ihn Fairtrade Deutschland mit ihrem Gütesiegel predigt für den richtigen Ansatz: den an der Wertstoffkette beteiligten Arbeitern soll ein existenzsicherndes Auskommen ermöglicht werden. Das beinhaltet dann auch Mindestpreise. Natürlich.

Wir folgen diesem Gedanken und produzieren daher T-Shirts zu Preisen, die "normalen" T-Shirts nicht sonderlich nachstehen. Zu finden unter http://www.3freunde.de

Fair Trade bedeutet das im Produktions - bzw. Wertschöpfungsprozess von Kaffee alle möglichst gleich/fair behandelt werden. Leider ist dies nicht der Fall. Hier kannste dich mal reinlesen http://kaffeepadsblog.com/2012/02/17/billigkaffee-und-seine-folgen/

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