warum nicht "i am good" auf "how are you" antworten?

13 Antworten

Warum?

Nun, man kann nun einmal nicht eins zu eins aus und in eine Sprache übersetzen. Hier geht es nicht um Grammatik, sondern um feststehende Redewendungen.

Wie geht es dir/Ihnen? heißt nun mal How are you?

und wird i.d.R. mit

(I'm) fine, thanks. (And you?) (selbst, wenn man auf dem Zahnfleisch und mit dem Kopf unter dem Arm daherkommt- britisches Understatement) erwidert.

Weitere gebräuchliche Erwiderungen:

• Not too bad.

• Very well.

• So-so.

• I'm okay / all right.

• Not too well (, actually.)

I am good. würde heißen Ich bin brav.

:-) AstridDerPu

Weil " I am good" "Ich bin brav" / Ich kann mich benehmen" bedeutet (oder natürlich "Ich bin gut").

Antworten könntest Du z.B. mit "Thanks, I'm fine".

Mit GRAMMATIK hat das nichts zu tun. Es handelt sich um eingebürgerte Redewendungen, um Idiomatik, um Stil.

Der Versuch idiomatische Ausdrücke grammatikalisch zu erklären, muss scheitern.
Idiomatische Ausdrücke sind Redewendungen, die man 'halt so sagt'. Ihre Bedeutung erschließt sich aus der Anwendung und sie sind nie eins zu eins in eine andere Sprache zu übertragen. Deswegen lernt man derartige Redewendungen am besten auswendig.
In guten Wörterbüchern findet man zu einem Wort immer auch Zusammenhänge und Redewendungen mit ihrer Bedeutung. Will man etwas übersetzen, muss man versuchen, den richtigen Zusammenhang zu finden.
Das ist das eigentlich Schwierige an Fremdsprachen und verhindert, dass computergestützte Übersetzer vernünftige Ergebnisse liefern.

Weil 'good' in diesem Zusammenhang 'gut' hieße, und 'Ich bin gut' nun wirklich eine andere Bedeutung hat als 'Mir geht es gut'.

Leider reichen meine Englischkenntnisse nicht, um den Gebrauch von Adverb und Adjektiv in dieser Sprache grammatikalisch unfallfrei zu erklären. Anders als die meisten Foristen hier (oder alle?) bin ich aber optimistisch, dass auch lang etablierte Redewendungen sich grammatikalisch erklären lassen.

Dass die Antwort in dem von dir gewählten Bsp. nicht "I'm good" heißen kann (außer wohl in Namibia), liegt vermutlich daran, dass dieser Satz eben schon eine andere Bedeutung hat und Sprache nach Möglichkeit eindeutig sein soll, so dass man im Normalfall ohne Rückfragen auskommt.

Dass man andererseits dann aber "I feel good" (und nicht etwa: "I feel well") problemlos sagen kann, hat nach meinem Eindruck folgenden Grund. Es geht hier nicht um die Tätigkeit des Fühlens, sondern um den Zustand des Gefühlten - deshalb hat Bswss Recht, wenn er sagt, dass hier ein Adjektiv steht. Dummerweise steht es aber gerade da, wo man eigentlich ein Adverb erwartet, nämlich beim Verb. Das ist an diesem Bsp. des Erfühlens der eigenen Befindlichkeit schwer aufzudröseln und nachzuvollziehen, weil inhaltlich das Subjekt und Objekt dabei ja nahezu identisch sind, wird aber vll. an einem anderen Bsp. deutlicher:

Wenn man sagt, etwas "tastes good", macht man keine Aussage über den Vorgang des Erschmeckens durch den Essenden (im Sinne von: "Mein Geschmackssinn entwickelt sich gerade gut"), sondern - trotz der subjektiven Seite bei jeder Geschmacksaussage - eine über die geschmackliche Beschaffenheit (also eine Eigenschaft) der Nahrung; deshalb das Adjektiv.

Noch einmal zur Klarheit: Es ist ein Unterschied, ob man gut riecht ("gut" = Adjektiv, da Eigenschaft des verströmten eigenen Körpergeruchs) oder ob man gut riechen kann kann ("gut" = Adverb, da es hier um die eigene feine Nase beim Er-riechen von etwas geht).

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