Warum müssen wir alle sterben?

30 Antworten

Die Natur ist ein Kreislaufsystem. Im Grunde ist alles, was es auf der Erde gibt, begrenzt vorhanden und wird seit Jahrmilliarden immer wieder neu verwendet.

Jedes Atom in uns war schon mal woanders "verbaut" und wird immer wieder neu in den Kreislauf zurückgeführt.

Wenn es keinen Tod gäbe, wäre dieser Kreislauf ganz schnell kaputt.

Zum Anderen ist Evolution auf den Tod angewiesen. Selektion ist de Motor der Entwicklung. Ohne Tod hätten sich allenfalls Einzeller entwickeln können, aber keinesfalls höheres Leben.

Das wir sind, haben wir also auch dem Tod zu verdanken. Und das ist, finde ich, ein akzeptabler Preis dafür, dass wir sind.

Für mich die bisher beste (und tröstlichste) Antwort überhaupt. Schön, sie zu lesen. Danke :)

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@Handwerkbursche

Was denn genau findet du -an dieser Ausführung hier- nun so "tröstlich"!?

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@mia68

"Tröstlich" finde ich den letzten Absatz in der Antwort von realsausi2:

Das wir sind, haben wir also auch dem Tod zu verdanken. Und das ist, finde ich, ein akzeptabler Preis dafür, dass wir sind.

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@Handwerkbursche

...für mich klingt das eher nüchtern, pragmatisch.

Tröstlich hingegen wäre mir eine Aussage, die mir eine Art von "Sinn" eröffnet. Aber möglicherweise ist das auch einfach eine Frage des (eigenen) Anspruchs.  

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@mia68

...für mich klingt das eher nüchtern, pragmatisch.

Im Gegensatz zu besoffen und naiv?

Tröstlich hingegen wäre mir eine Aussage, die mir eine Art von "Sinn" eröffnet.

Welchen erhabeneren und tieferen Sinn sollte man denn sonst in seiner Existenz entdecken können? Sich als ein Teil des fast ewigen Kreislauf zu begreifen, sich in seiner Endlichkeit und Ewigkeit faktisch bewußt werden zu können. In der Kontinuität des Werdens und Vergehens eines der limitierten Tickets gewonnen zu haben, das da Leben heißt.

Das gibt es nur um den Preis des Todes. Das ist doch ein fairer Deal. Die Alternative wäre nie existiert zu haben.

Das hat was überaus tröstliches. Weil es eine unerschütterliche Gewissheit hat. Kein schwammiger Glaube an irgend etwas Dubioses wie Götter oder Karma oder so Zeug.

Aber möglicherweise ist das auch einfach eine Frage des (eigenen) Anspruchs. 

Das stimmt wohl. Meiner ist halt sehr hoch.

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@realsausi2

Mir wird sich vermutlich nie erschließen, weshalb ein einziges -doch eher schlichtes- Statement so derart dazu einlädt, diverse Bösartigkeiten (über jemanden) auszuschütten...

Erwarte daher bitte nicht, dass irgendjemand jetzt noch Interesse daran hätte, sich an dieser Stelle weiter auszutauschen. Aber das war wohl auch weniger "der Anspruch" - so "hoch" kann der demnach dann auch wieder nicht sein... 

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@mia68

diverse Bösartigkeiten (über jemanden) auszuschütten...

Wer hat das getan? Hast Dich wohl im Thread vertan.

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Das Leben will Weiterentwicklung, Neues, Anderes ....., das geht wohl nur mit dem herrschenden Stirb-und-Werde-Prinzip.

Wenn Altes geht und stirbt, so kann Neues entstehen und sein, usw. - dies ermöglichst stetige Erneuerung und Veränderung und Entwicklung. Auch lässt uns dies ständig lernen....

Auf das Gute und Sinnvolle darin denke ich, darf man vertrauen.


Werden und vergehen - das ist der Kreislauf der Natur. Menschen altern. Tiere altern. Pflanzen welken. Sogar Bäume, die oft viele hundert Jahre alt werden, sterben irgendwann. Das Alte muss dem Neuen weichen, denn unser schöner blauer Planet hat nicht für alle Platz. Wir alle sind - wie schon unsere Vorfahren und auch unsere Nachkommen - nur zu Gast auf dieser Welt.

Der Sinn des Lebens im allgemeinen ist Weiterentwicklung, Evolution, Verbesserung, Fortschritt.

Was du mit deinem Leben machst ist dir überlassen, den Sinn für dein individuelles Leben kannst nur du selber finden. Wenn du möchtest kannst du dich dem natürlichen Lebenssin verschreiben und immer versuchen an dir zu arbeiten um in allem was du tust besser zu werden.

Ich persönlich empfehle dir zu tun was dir Spaß mach, damit du auf deinem Sterbebett mal zu dir selber sagen kannst dass du ein lebenswertes Leben hattest.

Es ist doch völlig deprimierend zu wissen, dass man Sterben kann und nicht weiß was dann passiert.

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@GreenPlanet

kommt auf deine Einstellung drauf an.

Ich finde den Gedanken ewig zu leben weitaus deprimierender. Stell dir vor du würdest nicht sterben können. Ewig hier festzusitzen, irgendwann hast du alles probiert und alles gemacht. Irgendwann verlässt dich die Motivation überhaupt etwas zu tun, weil du bereits alles kennst.

Nein, erst der Tod macht das Leben interessant. Wie der Besuch eines Vergnügungsüarks zum Beispiel. Du kannst alles ausprobieren was du willst und erst das Wissen dass du irgendwann nach Hause fährst macht den Tag dort zu etwas Besonderem.

Glaub mir, wenn du die Möglichkeit hättest jeden Tag in den Vergnügungspark zu gehen, würdest du das sehr schnell nicht tun, weil du ja weißt es geht immer.

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@Andrastor

Das ist ein guter Denkansatz. Jetzt kommt mir aber eine neue Frage in den Sinn. Ich stelle mir vor, dass der Himmel existiert und ich z.B in den Himmel komme oder an einen anderen ähnlichen Ort. Dann würde ich da ewig leben und ewig glücklich sein. Mit der Zeit würde mir bestimmt auch die Lust an diesen Ort  vergehen, aber ich könnte nicht mehr sterben. Das wäre der einzige Unterschied. 

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@GreenPlanet

Du hast es ganz richtig erfasst.

Daher ist das Paradies (nach allgemeiner Vorstellung) eigentlich eine Hölle.

Denk mal dran wie gut es tut zu weinen, traurig zu sein, wie schön es ist getröstet zu werden oder jemanden zu trösten. Wie toll es sich anfühlt sich nach einem Streit wieder zu versöhnen.

All das würde im Paradies wegfallen. Uns blieben nur die Emotionen Freude und Glück, nichts weiter. Von unserem gesamten Regenbogen an Empfindungen würden alle Farben außer Gelb und Orange herausgenommen werden.

Und das, wie du richtig bemerkt hast für alle Ewigkeit.

Es gäbe keinen Grund etwas zu tun, es gäbe keine Weiterentwicklung. Ewiger Stillstand.

Wenn man das mit unserer Welt vergleicht, die sich täglich verändert, wo es jeden Tag etwas neues zu sehen oder zu entdecken gibt, wo laufend neue Arten entstehen und sich die alten verändern, wo du selber dich verändern und weiterentwickeln kannst, wo du sein kannst was du willst und wer du willst, erscheint das Jenseits auf einmal wie ein grauer Pappkarton in einer verregneten Seitengasse. Höchst uninteressant.

Was hätte unser Leben für einen Sinn wenn uns eine Ewigkeit der Untätigkeit erwartet?

Was hat das überhaupt für einen Sinn eine begrenzte Zeit mit einer unbegrenzten zu vergleichen? Unser Leben auf der Erde für unseren Verbleib im Jenseits auf alle Ewigkeit verantwortlich zu machen ist wie dein restliches Leben nach einem Wimpernschlag auszurichten.

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@Andrastor

Du hast recht die Gefühle würden wegfallen. Heißt das dann aber nicht auch, dass das Gefühl welches in mir hervorruft, dass ich die Lust an diesen Ort verliere, auch verschwindet? Das würde ja bedeuten, ich würde dieses Gefühl nicht mehr kennen. Ich wäre nicht menschlich. Ich wäre ein ganz anderes Wesen. Ich wäre tatsächlich für alle Ewigkeiten glücklich und würde mich automatisch niemals langweilen. Das wäre ziemlich cool.

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@GreenPlanet

Es wäre vergleichbar mit einem Drogenrausch aus dem man nicht mehr aufwacht.

Und selbst wenn all deine Gefühle blockiert wären, dein Verstand wäre es nicht. Du wüsstest dir würde etwas fehlen, du wüsstest du müsstest gelangweilt traurig oder wütend sein, kannst es aber nicht.

Dir wäre die Freiheit zu fühlen genommen.

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@Andrastor

Ich bin mir nicht so sicher ob das menschliche Gehirn dort genauso funktionieren wird wie während des Lebens. Ich glaube das weiß aber keiner. 

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@GreenPlanet

natürlich weiß das keiner. Wer immer diese Geschichten erfunden hat, hat nicht weit genug gedacht um diese Fragen beantworten zu können.

Wie dem auch sei, die Ewigkeit ist erschreckender als der Tod.

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Nun, ich schätze, irgendwo streiten sich zwei Götter und wählen ihre Teams für den Kampf. Und wenn du einen Herzinfakt hast, wurdest du drangenommen. Endlich ein Sport wo die Dicken zuerst gewählt werden...

Spaß beiseite, der Grund aus dem wir alle sterben müssen ist, dass es andernfalls zu Überbevölkerung kommen würde. Außerdem macht erst der Tod das Leben bedeutsam. Andernfalls würde es niemand zu schätzen wissen.

Also, Karma's a b****...

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