Warum gibt es so viel Ungerechtigkeit in der Welt? Was ist der Sinn dahinter?

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Wenn es einen Sinn darin gibt, dann den das es auch arme Menschen geben muss, die dann für die Reichen arbeiten. Wer sollte denn sonst die Schmutzarbeit machen, wenn jedermann mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wird?

Natürlich könnte es gerechter zugehen, aber das ist eine Stellschraube die nur gemeinsam von den Führern dieser Welt bewegt werden kann.

Warum macht nicht jeder die "Schmutzarbeit" selbst für sich, dann wäre es gerechter, ohne das Geldsystem.

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@User594139

So war es immer und so wird es immer sein, wir können es nicht ändern. Danke für das Sternchen.

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Hallo SorenVC,

wenn man nach dem Sinn von etwas fragt, dann muss es jemanden geben, der diesen Sinn gegeben hat. Dazu ist in Bezug auf die Menschheit nach meiner Überzeugung nur einer in der Lage: Gott. Doch ganz sicher will er nicht, dass es überhaupt Ungerechtigkeit und Leid in der Welt gibt! Aber warum ändert er es dann nicht? Nachfolgend möchte ich Dir anhand der Bibel diese Frage beantworten.

Der Schlüssel zu einer Antwort liegt in einem der ältesten Berichte der Bibel, im 1. Buch Mose. Dort erfährt man, wie der Keim alles Bösen entstanden ist und warum Gott seine Macht bis heute noch nicht dazu eingesetzt hat, das Leid zu beenden.

Der Bericht über Adam und Eva wird zwar von vielen belächelt und oftmals nur als eine gleichnishafte Erzählung angesehen, doch zeigt die Bibel, dass es sich bei den ersten Menschen um Personen handelte, die tatsächlich gelebt haben.

Gott hatte Ihnen nach Ihrer Erschaffung einen denkbar guten Start ins Leben gegeben. Sie missbrauchten jedoch die Gabe Ihres freien Willens dazu, sich von Gott unabhängig zu machen. Doch ihr Wunsch nach mehr Freiheit brachte Sie dazu, die Grenzen, die Gott ihnen gesetzt hatte, zu übertreten.

Damit machten Sie sich gewissermaßen zu Feinden Gottes. Obwohl Gott eigentlich das Recht gehabt hätte, gegen Adam und Eva vorzugehen, ließ er sie dennoch am Leben. Wäre es jedoch nicht viel einfacher gewesen, ein neues Menschenpaar zu erschaffen? Warum entschied sich Gott dafür, die beiden trotz Ihrer Rebellion eine Zeit lang am Leben zu lassen?

Das hat mit mehreren wichtigen Streitfragen zu tun, die im Garten Eden aufgeworfen wurden. Eine dieser Fragen lautet: Hat Gott das Recht über die Menschen zu herrschen und ist seine Regierungsweise die richtige? Eine weitere Frage ist die: Würde es den Menschen besser gehen, wenn sie nicht von Gott regiert würden?

Damit diese Fragen ohne jeden Zweifel geklärt werden könnten, gewährte Gott den Menschen die Freiheit, die sie verlangten. Er zwang sie nicht unter seine Herrschaft, sondern räumte Ihnen die Möglichkeit ein, selbst herauszufinden, ob es Ihnen unabhängig von ihm besser gehen würde.

Dazu war natürlich genügend Zeit erforderlich. Gott gestattete den Menschen in all den Jahrhunderten seit Ihrer Erschaffung alle möglichen Regierungsformen auszuprobieren. Auch räumte er Ihnen auf allen anderen Gebieten, wie z. B. Wissenschaft, Politik und Medizin die Freiheit ein, eigene Wege zu gehen und verschiedenes auszuprobieren.

Diese Freiheit hat jedoch ihren Preis. Da Gott es den Menschen überließ, eigene Entscheidungen zu treffen und das Leben nach eigenem Gutdünken zu gestalten, verschonte er sie auch nicht vor den Konsequenzen ihres Handelns. Wenn wir also das Leid in der heutigen Zeit betrachten, dann ist es zum größten Teil auf das von Gott unabhängige Handeln zurückzuführen.

Wenn man nun Rückblick auf die Menschheitsgeschichte hält, könnte man sich fragen: Hat die von Gott unabhängige Herrschaft des Menschen zu einem besseren Leben geführt, hat sie die Menschen glücklicher gemacht? Die Geschichte zeigt mehr als deutlich, dass die Menschenherrschaft nicht die bessere Wahl war!

Bis heute haben es die Menschen nicht geschafft, in Frieden miteinander und in Einklang mit der Natur zu leben. Stattdessen steht heute in vielfacher Hinsicht das Überleben der gesamten Menschheit auf dem Spiel. Keine der zahllosen Regierungsformen, die die Menschen ausprobiert haben, hat zu dauerhaftem Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand geführt!

Immer mehr wird die Aussage eines Propheten Gottes bestätigt, der schrieb: "Herr, ich habe erkannt: Das Leben eines Menschen liegt nicht in seiner Hand. Niemand kann seine Schritte nach eigenem Plan lenken." (Jeremia 10:23, Hoffnung für alle). Ebenso zutreffend sind die Worte eines anderen Schreibers der Bibel: "Der Mensch [hat] über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht." (Prediger 8:9)

Wir Menschen sind so erschaffen, dass wir unser Leben nicht unabhängig von der Leitung des Schöpfers erfolgreich führen können. Das Leid und Elend der heutigen Zeit sind der schlagende Beweis dafür. Auch wenn Gottes Zulassung des Leids sehr schmerzhaft gewesen ist, bringt es dennoch langfristig gesehen einen großen Nutzen. Warum kann man das sagen?

Dadurch, dass Gott die Menschen in der Entfaltung Ihres freien Willens mit all seinen schlechten Folgen nicht behinderte, ist ein Präzedenzfall geschaffen worden, auf den er bis in alle Ewigkeit zurückgreifen kann. Wenn die Streitfragen in Bezug auf die Herrschaft Gottes deutlich geklärt worden sind, wird es in Zukunft nie mehr nötig sein, Rebellion gegen Gott zuzulassen. Dann wird es Gott niemals mehr zulassen, dass das Böse je wieder aufkeimt!

Die Bibel lässt erkennen, dass für Gott bald die Zeit gekommen ist, alles Leid und alles Böse für immer auszumerzen! Dann wird das in Erfüllung gehen, was mit den sehr ergreifenden Worten im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wie folgt beschrieben wird:

„Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3, 4).

Jeder, der diese schöne Zeit erleben möchte, sollte nicht einfach nur abwarten, denn dann könnte es irgendwann zu spät sein! Das Sinnvollste, was jemand, der an Gott glaubt, tun kann ist, sich mit seinem Wort vertraut zu machen. Auf diese Weise kann eine sehr enge Freundschaft zu ihm entstehen, die für immer hält!

LG Philipp

Rechte und Reichtum sind ungleich verteilt.

Aber selbst wenn es gerecht verteilt wäre, wär das Leben immer noch ungerecht. Da ist doch irgendwas im Kern des Lebens, in der Struktur, das einfach keinen Sinn macht. Wenn das Leben gut und gerecht wäre, wäre alles perfekt, aber das soll nicht so sein. Warum?

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Ungerechtigkeit ist unvermeidlich. Menschen sind fehlbar und neigen dazu, Fehler zu machen. Zu viel Ungerechtigkeit weist auf einen systemimmanenten Fehler hin. Systeme werden von Menschen geschaffen, also wenn Menschen fehlbar sind, sind es auch die Systeme, die sie erschaffen. Daher sollte die Frage, die du dir stellen solltest, lauten: „Wie können wir die Ungerechtigkeiten verringern, die unserem derzeitigen Leben innewohnen“?

Diese eine Frage würde zu weiteren Fragen führen und würde, wenn die Leute sie ernsthaft stellten, zu sinnvollen Reformen führen.

Diese Antwort führt zu einer weiteren Frage.

Wie ernsthaft sind die Leute, die diese Fragen stellen?

Was ist der Sinn dahinter Gerechtigkeit zu schaffen wenn das Leben selbst im Kern dies nicht zulässt?

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@User594139

Das Leben lässt es nicht "im Kern nicht zu". Man kann immer von seinen Fehlern lernen, und sich optimalisieren damit es mehr Gerechtigkeit gibt. Das funktioniert in einem guten Staat wie Deutschland zB. In anderen Orten sind bestimmte reiche Leute zu egoistisch, und lassen arme Leute verhungern.

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@Abwehrer

Ich kann auch leben und die Welt ungerechter machen. Wär das nicht viel lustiger? Das war die Frage. Es gibt keinen Sinn für Gerechtigkeit.

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@User594139

Ja, das kannst du, aber dann bist du so wie die gerade genannten reichen Leute die tun was sie wollen und andere dafür verhungern lassen.

Eine Gemeinschaft kann nur funktionieren wenn man zusammen Regeln hat die man befolgt. Du kannst sehr ungerecht leben wenn du willst, aber dann wird deine Gemeinschaft dich hassen, und (wenn wir in einem anderen Land wären) dich töten, wenn du dich blicken lässt.

Der Sinn für Gerechtigkeit ist deine Mitmenschen zu respektieren, damit sie dich dafür auch respektieren, und dir helfen können, zB indem sie dir Sachen verkaufen die du brauchst, oder mit dir befreundet sind.

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@Abwehrer

Und wenn man keine Mitmenschen haben will? Ich denke mir die Gesellschaft einfach weg und es gibt keine mehr. Dann bin ich allein und frei. Kannst du mir freien Willen beweisen, denn alles was ich sehe, deutet auf Fatalismus hin.

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@User594139

Wenn du dir die Menschen wegdenkst dann kommen sie irgendwann selber zu dir :)

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In vielen Fällen ist Ungerechtigkeit das Ergebnis von strukturellen Problemen und Ungleichheiten in unserer Gesellschaft, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Andere Fälle von Ungerechtigkeit können das Ergebnis von menschlichen Fehlern oder böswilligen Handlungen sein. Es ist wichtig, dass wir uns bemühen, Ungerechtigkeit zu verstehen und zu bekämpfen, damit wir eine gerechtere und friedlichere Welt erschaffen können.

Aber wenn die Gesellschaft 100% gerecht wäre, wäre das Leben selbst immer noch ungerecht. Es liegt also nicht an der Gesellschaft.

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@User594139

Du hast Recht, dass das Leben selbst immer ungerecht sein wird, selbst wenn wir eine perfekt gerechte Gesellschaft schaffen würden. Ungerechtigkeit ist ein Teil des Lebens und kann auf viele verschiedene Arten auftreten, darunter natürliche Katastrophen, Krankheiten und Unfälle. Das Ziel sollte nicht sein, Ungerechtigkeit vollständig zu beseitigen, sondern sie so weit wie möglich zu verringern und sicherzustellen, dass alle Menschen die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

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@CrazyChicken334

Finde ich nicht. Ich lebe glücklich als Atheist-Fatalist. Für mich ist das der einzige erträgliche Glaube in diesem Leben. Keine Pflichten, keine Sorgen.

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