Warum kann man nicht seine eigenen Wimpern sehen?

10 Antworten

Und hier die wissenschaftliche Erklaerung:

Der Mensch ist evolutionstechnisch gesehen ein Jaeger und Sammler. Wie alle Jaeger (und Raubtiere) hat er die Augen vorne im Kopf liegen, was ihm einen raeumlichen Seheindruck ermoeglicht. Im Gegensatz zu Rindern und Pferden, die als Herdentiere mehr auf den Seitenblick angewiesen sind. Da bei Jaegern eine hohe zentrale Sehschaerfe erforderlich ist, hat die Natur dafuer gesorgt, dass unwichtige Bildinformationen nicht die Zielgenauigkeit stoeren. Deshalb hat das menschliche Auge nur einen Oeffnungswinkel von 27 Grad. Wenn es anders waere, wuerden wir z.B. auch staendig unsere Nase sehen - ware doch irgendwie stoerend, oder? Da die Wimpern ausserhalb dieses Oeffnungswinkels liegen, sehen wir sie nicht.

Sehr interessant. Vielen Dank.

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Das ist natürlich sehr schön anthropologisch und auch größtenteils richtig gedacht, aber so ganz stimmts leider nicht. (Siehe meinen Kommentar unten!)

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Mann kann die Wimpern nicht sehen, weil sie zu nah am Auge sind. Aber falls Du Brillenträgerin sein solltest: Bei bestimmten Lichteinfallswinkel sehe ich meine Wimpern als Schatten vor dem Auge. Das ist fast so, wie wenn ein Haar auf der Brille wäre; es sind aber die Wimpern.

Glaube auch, dass es was mit der Entfernung zu tun hat. Ist bisher zumindestens die logischte Erklärung.

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@Katzentatze

ich glaube das nicht. Wenn man seine Augenbrauen nämlich so nach unten drückt, daß sie in gleicher Entfernung wie die Augenwimpern vor dem Augen sind, kann man diese druchaus wahrnehmen auch wenn sie unscharf sind

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@Mismid

A) geht es um die Wimpern und B) wie soll ich meine Augenbrauen so weit heruntedrücken, dass sie in Sichtweite meiner Augen kommen?

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@RBMannheim

zu B: Das geht! Wir hatten mal einen Finanzminister, der konnte das!

Und im übrigen: wenn ich meine Augen fast ganz schließe, so als fiele ich gleich in Tiefschlaf, dann sehe ich meine Wimpern. Natürlich unscharf, aber immerhin.

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@cyberoma

Zum Glück ist nicht jeder so mit Augenbrauen gesegnet, wie unser Ex-Finanzminister!

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Sie liegen einfach in einem nicht mehr sichtbaren Winkel zum Auge. Versuch mal, mit dem kleinen Finger, die Wimpern vorsichtig wegzudrücken! Du wirst sehen, dass der Finger einfach verschwindet. Wir haben nach oben und unten ein noch eingeschränkteres Sehfeld als nach rechts uns links, deswegen fällt es uns auch so viel schwerer eine Höhe abzuschätzen, als die Entfernung in der Ebene.

Das ist auch möglich.

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Zum einen würden die Wimpern - wenn überhaupt - am äußersten Rand des Bildes erscheinen, den man sowieso nicht sehr scharf erfasst.
Der wichtigere Punkt ist, dass man schwerlich einen Gegenstand in der Entfernung, in der die Wimpern sind fokussieren kann.
Das Fokussieren geschieht durch das Verformen der Pupillen in gewissen Grenzen. Für das Fokussieren auf die Wimpern wäre eine Verformung außerhalb dieser Grenzen nötig.
Gruß wiele

Klingt logisch.

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@printdrinker

Und wie machst du das? Bei uns geht es nicht, egal wie wir die Augen verdrehen. Im besten Fall ist ein leichter Schatten zu sehen, der aber mehr zu erahnen, als wirklich sichtbar ist.

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@printdrinker

vielleicht hast du ja ganz lange (5 cm) Augenwimpern oder du verwechselst es mit deinen Augenbrauen

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@Katzentatze

Sind es wirklich die Wimpern oder die Augenbrauen??? Die kann ich auch sehen wenn ich nach oben sehen meine Wimpern aber nicht.

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man muß einen Gegenstand ja nicht scharf fokusieren können, damit man ihn wahrnimmt.

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Das Gehirn blendet diese Informationen einfach aus. Wenn man kleine Pünktchen auf dem Glaskörper des Auges hat, werden diese mit der Zeit auch nicht mehr wahrgenommen. Theoretisch müßte man auch alles auf dem Kopfstehend sehen, da das Auge nur über eine Einfachlinse verfügt. Wenige Tage oder Wochen nach der Geburt stellt sich aber das Gehirn darauf ein und korrigiert dies automatisch

Aber dann müste man sie doch sehen, wenn man sich bewust darauf konzentriert.

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Sorry, aber man müsste nicht alles auf dem Kopf stehend sehen!
Das Bild wird wohl auf der Netzhaut auf dem Kopf stehend abgebildet, das ändert sich aber nie! Der wichtige Punkt dabei ist, wie diese Informationen weiterverarbeitet werden. Welches Kriterium würde denn dafür sorgen, dass plötzlich alles anders interpretiert wird?
Gruß wiele

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@wiele

das Kriterium ist die Erfahrung, daß wenn man sich auf Dinge zubewegt diese nicht so vorhanden sind wie man sie sieht, wenn alles auf dem Kopf steht. Es liegt dadurch ein Kontroverser Zustand vor. Nur durch die Korrektur des Gehirns kann man sich richtig orientieren

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@wiele

probiere es selbst aus, in dem du eine Umkehrbrille trägst. die ersten 2 Wochen wirst du damit alles verkehrtherum sehen, aber nach ca. 2 Wochen stellt sich dein Gehirn darauf ein und du siehst "normal". Nach abnehmen der Brille wirst du erstmal allles wieder falschherum sehen

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@Mismid

begleitet wird dieses Experiment von Schwindel und Übelkeit:D:D wie auf einer Schifffahrt (drei f)

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