Warum ist nach Wolfgang Thierse's Meinung ohne Religion kein Staat zu machen?

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7 Antworten

Frisurenwunder Wolfgang Thierse kommt aus einer Familie, in der Religion und Politik schon immer zusammengehörte. Sein Vater war Mitglied der katholischen Zentrumspartei und später Kreistagsabgeordneter der CDU.

Thierse selbst sagte von sich: "Ich bin zugleich Politiker und Christ. Das lässt sich nicht trennen. Was ich glaube, ist meine persönliche Sache, aber das kann ich doch nicht von dem fernhalten, was ich als Politiker tue, sage, entscheide.." So ist es nicht weiter verwunderlich, dass ein Katholik, der sich politisch betätigt, Staat und Religion nicht so recht trennen möchte.

Als Mitglied des Zentralkommitees der deutschen Katholiken (ZdK) handelt er entsprechend dem Statut dieses Vereins und nimmt Einfluss nicht nur auf das religiöse Leben, sondern eben auch auf Fragen des gesellschaftlichen und staatlichen Lebens.

Leseempfehlung:
http://www.diesseits.de/menschen/kommentar/1354143600/betraechtliche-antireligioese-militanz

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Kommentar von JBEZorg
02.03.2016, 15:00

Politiker und Christ...

"Zwei Seelen wohnen, Ach! in meiner Brust"

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Weil Herr Thierse den Respekt von dem Menschen entweder verlor oder niemals hatte. Er hält die Menschen im Kern für schlecht, so dass sie eines Gottes bedürfen, um Gutes zu tun.

Das ist natürlich absoluter Unsinn. Moral braucht keinen Gott. Es gibt Atheisten, die moralisch integerer sind als Gläubige.

Religion war und ist ein Element der Abgrenzung von Menschen. Und Abgrenzung führt zu Konflikten.

Es ist eine Vergewaltigung der Geschichte, Wahnsinnige wie Hitler, Stalin oder ähnliche in ihrem mörderischen Tun in Zusammenhang mit Atheismus zu bringen. Deren vermeintlicher Atheismus war für ihre Taten ebenso wenig Auslöser wie ihre Haarfarbe. Selbst wenn sie Atheisten waren, was man bezweifeln kann, war es nicht der Atheismus, der sie zu den Gräueln geführt hat.

Diese absurde Sicht auf die Geschichte und ihre Potentaten ist nicht nur falsch ,sondern gefährlich.

Herr Thierse outet sich durch so eine Aussage als Teil des Problem und nicht als Teil einer Lösung.

Eine glaubensinduzierte Moral ist immer schwächer und dem Menschen abgewandter als eine, die allein aus Humanismus erwächst. Nur wer den Menschen in den Mittelpunkt setzt, kann eine dem Menschen gerechte Moral entwickeln.

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Kommentar von Viktor1
01.03.2016, 13:01
Es ist eine Vergewaltigung der Geschichte, 
Wahnsinnige wie Hitler, Stalin oder ähnliche in
ihrem mörderischen Tun in Zusammenhang mit
Atheismus zu bringen. Deren vermeintlicher
Atheismus war für ihre Taten ebenso wenig
Auslöser wie ihre Haarfarbe

Ja - aber immer auf Christen und Christentum verweisen wenn Verbrechen in deren "Herrschaftsbereichen" geschahen.
Tatsache ist, daß ohne religiöse Gesinnung die Hemmschwelle zu umfangreichen Verbrechen bedeutend geringer zu sein scheint als mit dieser rel. Gesinnung wie die Geschichte lehrt.
Natürlich kann man Religion auch als Vorwand mißbrauchen doch sie vermittelt sehr wohl Moral, welches der Atheismus so nicht tut, gar nicht kann !
Es ist egal welchen Taufschein Hitler, Stalin , Fidel Castro oder Mao hatten, die christliche Gesinnung (oder die moralische einer anderen Religion) hatten sie jedenfalls nicht.

 Moral ......die allein aus Humanismus erwächst.

Diese ist aus dem  Christentum entlehnt.
Mehr Moral als:
Mt.7,12 12 Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!
oder das "Liebesgebot", sich zurücknehmen zu Gunsten Anderer, geht nicht.
Und das war vor allem "Humanismus" wie wir ihn kennen.
Und Atheismus gibt das schon garnicht her.

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weil diese meinung nicht zuende gedacht ist und weil man immer sämtliche gute taten und eigenschaften gleich mit einem gott und den glauben an diesen in verbindung bringt..............christen/gläubige behaupten fast immer, dass z.b. ein "gottloser" mensch nie gut sein kann und deshalb wird auch der anspruch erhoben, dass die sozialen hilfen und einrichtungen nur durch christliche gemeinden oder vereine entstanden sind und/oder bestehen........totaler blödsinn eben.............

gut/böse sind ausserdem immer nur relativ und dabei kommt es auf die moralische grenze des betrachters an...............ausserdem gibt es auch atheistische vereine, die helfen ohne zu fragen und für menschen da sind, die hilfe brauchen........

und die angeblichen 10 gebote sind auch keine erfindung der christen/juden oder muslime.........sie sind uralte gebote der naturvölker und nomaden um ein überleben in der wildnis zu garantieren.........bei der christianisierung amerikas hat man schön sehen können, dass die ganzen angeblichen gottes gebote dort schon lange existierten, denn die waren letzenendes auch der tod dieser "wilden", die ihren eroberern mit güte und ohne arglist entgegen kamen und dafür sterben mussten.............

die behauptung, dass kein leben ohne gott, kein staat ohne religion möglich ist, ist nur eine dumme und falsche behauptung von fanatikern, die ihren glauben auf alle übertragen wollen.............dabei zeigt uns die natur seit milliarden von jahren, dass es völlig wurscht ist, an was die spezies alle glauben, es gibt nur ein gesetz und dass ist leben, ausbreiten und überleben um jeden preis............und dass macht die natur sehr gut ohne gott und die natur wird auch noch existieren, wenn es uns schon lange nicht mehr geben wird...............:)

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Ich glaube der wollte nur was gegen die Islamisierung sagen, ohne gleich als Nazi diffamiert zu werden. Da der Islam sich immer zugleich als politisches System versteht, ist er eine solche Gefahr für unsere Demokratie. Thierse hat sich immer sehr für die Demokratisierung Deutschlands eingesetzt. 

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Kommentar von realsausi2
01.03.2016, 11:11

Da der Islam sich immer zugleich als politisches System versteht, ist er eine solche Gefahr für unsere Demokratie.

Da kann man keinen Unterschied machen zwischen Christentum und Islam. Beide sind eine Bedrohung für die Demokratie und ein freiheitliches System.

Tatsächlich ist das Christentum für uns aktuell viel bedrohlicher, weil es viel mehr Aktzeptanz besitzt und unserer Gemeinwesen auf vielfältige Weise durchdrungen hat. Davon ist der Islam um Lichtjahre entfernt.

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Hab mal kurz das Zeit Interview überflogen. Er scheint davon überzeugt zu sein, dass es Moral nicht ohne Religion gibt. Er argumentiert, dass Religionslosigkeit gefährlich sein kann und führt als Beispiele Stalin, Hitler, Mao und Pol Pot auf. Hitler war allerdings Christ. Das sind typische "Argumente" christlicher Fundamentalisten, insoweit würde ih Herrn Thierse´s Meinung nicht allzu ernst nehmen.

Wie gut übrigens religiöse Staaten funktioneren könnten sehen wir gerade in Syrien.

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"Der Sinn der Trennung von Staat und Kirche besteht darin,
die Religionskriege fernzuhalten,
die den Boden Europas mit Blut getränkt haben."

James Madison, 4. Präsident der USA

Wenn wir es nicht schaffen, diesen Glaubensschwachsinn in den komplett privaten Bereich zu verbannen und von den öffentlichen Schulen, Ämtern und vor allem der Politik fernzuhalten, dann - befürchte ich - steht der nächste Glaubenskrieg direkt vor unserer Tür.

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Sind wir hier bei Wirmachendeinehausaufgaben.de ?

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Kommentar von ladyhero
29.02.2016, 21:41

Das sind keine HA

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Kommentar von LordPhantom
29.02.2016, 21:41

Dann sorry

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