Warum ist Goethe immer noch wichtig?
6 Antworten
...weil er ein unangefochtener Klassiker ist. Und das liegt vermutlich daran, dass sein Werk quasi "zeitlos" ist. Und eine Aussagekraft hat, über alle Grenzen (von Zeit und Raum, sozusagen) hinweg. Das macht es gleichsam "universell", im besten Sinne.
Etwas zu erschaffen, das nicht nur "zeitgenössisch" ist, sondern (in Form und Inhalt) "immer" Bestand hat (Jahrhunderte sogar überdauert), immer wieder aber auch neu und anders umgesetzt und interpretiert werden kann: Darin liegt wohl die eigentliche Kunst.
Goethe ist der einflussreichste und auch international anerkannteste deutsche Dichter.
Er schrieb einige der schönsten deutschen Gedichte, die unsterblich sind und zu unserem kollektiven Gedächtnis gehören (z. B. Erlkönig, Prometheus, Willkommen und Abschied, Gefunden, Wandrers Nachtlied, Zauberlehrling).
Sein Drama "Faust" behandelt den zentralen Zwiespalt des modernen Menschen zwischen Moral, Sex, Hybris und Verlangen nach Erkenntnis.
Er war einer der ersten, der sich für die orientalische (v. a. persische) Literatur interessierte ("Westöstlicher Divan").
Er ist als Person faszinierend, weil er ein Universalgenie war, gleichzeitig Dichter, Theaterdirektor, Minister, Maler, Geologe, Meteorologe, Botaniker, Farb-Psychologe, Gärtner, Reiseschriftsteller, Lebenskünstler und Verehrer (und Schwarm) der Frauen.
Weil ich finde das wichtigste Zitat ist:
"Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein." (Johann Wolfgang von Goethe)
Goethe war Freimaurer (wie sehr, sehr viele bekannte Persönlichkeiten) und wusste daher natürlich mit welchen geheimen Methoden diese global vernetzt zusammenarbeiten um ihre Ziele zu verfolgen.
Geheimgesellschaften haben geheime Erkennungszeichen und Methoden (wie die Mafia oder das Militär), so dass sie unbemerkt von Anderen zusammenarbeiten und ihre Ziele verfolgen können. Sie leben in einer Art Parallelwelt, die für Uneingeweihte unsichtbar bleibt, weil sie die Symbole, Zeichen und Codes nicht verstehen können.
Man nimmt sie als Einzelne wahr, tatsächlich agieren sie als Gruppe und (er-)kennen sich untereinander - in Organisationen, Behörden, Medien, Politik und sozialen Netzwerken. So können sie gemeinsam, gegen Andere vorgehen, deren Meinungen ihnen missfallen.Bei Wahlen können sie den Eindruck erwecken, dass ihre Meinungen verbreiteter und somit richtig seien.
Weil die Literaturwissenschaft pennt und wertvolle zeitgenössische Bücher von heute erst in 200 Jahren entdeckt.
Schwierig - ohne ansatzweise zu wissen, was du denn so magst... Ich hab mir meine Lieblingsbücher selber geschrieben. Mag aber auch Wilhelm Busch, Hermann Wäschke, Heribert Pistor, Leo Löwenthal... Das ist aber eher heitere Lektüre.
Auf Anhieb würde ich sagen weil er im Deutschunterricht immer noch vorkommt.
Kannst du mir was empfehlen?