Warum ist alles mit dem Wortstamm "recht" gut und "link" schlecht?

4 Antworten

Die Frage ist sehr gut, finde ich. Selbst eine Sprache wie Finnisch verwendet dasselbe Konzept. "oikea" = rechts, "oikeudet" = die Rechte (z.B. die Stadtrechte, kaupunginoikeudet).

Also "Recht (und Ordnung)" "recht haben" wird mit "rechts" in Verbindung gebracht (nicht nur im Deutschen).

"links" ist dagegen (wie "linken" und ein "linkes Ding drehen" zeigen) mit dem Gegenteil verbunden (Unrecht).

Muss ein sehr altes Konzept sein (nicht erst in der Neuzeit entstanden).

Da hast du 'recht'! :-))

Hat sich eben durch die Sprachentwicklung so ergeben, vor allem die vielen Ausdrücke mit dem 'recht'... das ist rechtens... wir leben in einem 'Rechtsstaat' usw. Das mit dem 'link' ist wohl eher eine Erscheinung der neueren Sprachentwicklung der letzten Jahrzehnte!

Ich glaube, das kommt von den Händen. Früher glaubte man, dass Linkshänder unnormal seien. Man versuchte sie sogar gewaltsam umzuerziehen. Mit der rechten Hand tat man das Gute, die linke hand war also die "schlechte Hand" . Auch Diebe versuchten mit der rechten Hand abzulenken und mit der linken zu stehlen, weil man das eben nicht auf Anhieb vermuten würde. Linkshänder sind beliebt unter den Taschendieben, sie haben mehr Erfolg. Das könnte den Grund untermauern, warum Links eben schlecht ist. Rechts und gute Taten verbinden sich eben, während sich Links und schlechte Taten besser verbinden, zumal die meisten mit Links tatsächlich nicht allzuviel auf die Reihe bringen.

Du hast in einer Hinsicht sogar Recht das es was mit der Händerkeit zu tun hat , man hat auch früher in der Religion so begriffe benutzt wie auf den Rechtenweg sein.
Ausserdem sind für uns heute viele begriffe positiv damit zu verbinden.
Rechenschaft, Recht haben etc.
und naja ich würde net behaupten das Rechts und Links in der Politik als Gut und Böse angesehen werden können denn beide haben verschiedene interessen mit unterschiedlichen kehrseiten 

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Ja stimmt, das ist am wahrscheinlichsten. Danke :)

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In der Politik gibt es die Bezeichnungen rechts und links für unterschiedliche politische Richtungen. Im 19. Jahrhundert saßen im Parlament Abgeordnete konservativer Parteien rechts vom Parlamentspräsidium, Abgeordnete sozialistischer Parteien links vom Präsidium. Obwohl das im österreichischen Nationalrat immer noch so ist, sagt die Sitzordnung heute nichts mehr über die politische Richtung von Parteien aus. Aus dieser Rechts-links-Situation entwickelten sich die Einstufungen von rechts und links: In der Mitte sind jene, die mit dem bestehenden Zustand der Demokratie im Wesentlichen zufrieden sind. Rechts steht für ein Demokratieverständnis, bei dem innerhalb der Demokratie die individuellen Freiheiten wichtiger sind als Gleichheit. Links bedeutet, dass mehr (soziale und politische) Gleichheit angestrebt wird, manchmal auch auf Kosten individueller Freiheiten. Alle drei Haltungen sind mit der Verfassung und mit den Vorstellungen von Demokratie vereinbar (anders als bei rechtsextremen und linksextremen Positionen).

Das ist abgekupfert. Bist du so nett und nennst die Quelle?

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Ja auf die Sitzverteilung bin ich beim zweiten mal Nachdenken auch gekommen

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