Warum haben Stürme immer Namen?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die italienischen Meteorologen sind in dieser Hinsicht deutlich kreativer. Bei ihnen bekommen markante Wetterphänomene Namen aus der Antike verpasst.

Und während bei uns die Hochdruckgebiete mit normalen, teils verniedlichten Namen wie "Annelie" benannt werden, greift man dort angesichts der Hitzegefahr schon mal zu Namen aus der mythologischen Unterwelt. Finde ich gut! :)

Im folgenden Artikel sind einige Informationen zur Namensvergabe zu finden:

https://www.welt.de/kultur/article143403890/Italiener-geben-dem-Wetter-Namen-aus-der-Hoelle.html

Stürme erhalten genauso wie Berge, Flüsse, Inseln und Seen Namen, damit man sie nennen kann. Stelle Dir einmal den umständlichen Quatsch mit namenlosen Orkanen vor im Wetterbericht:

"Der verheerende Sturm der Stärke 11, der am Freitag von Island nach England zog und am Samstag Nordwestdeutschland erreichte, zieht am Sonntag Nachmittag über Brandenburg".

Noch schlimmer, wenn es in einem Jahr mehrere schlimme Stürme gab, "Weißt du noch, dieser Sturm vor 20 Jahren? Nee, ich meine den anderen. "

Der amerikanische Katrina ist schon ein paar Jahre her und hat trotzdem immer noch eine Bekanntheit.

1

Schon seit dem Mittelalter es ist üblich bestimme Wetterereignisse einen Namen zuzuordnen. Den Quatsch hat sich niemand ausgedacht sondern hat sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt.

Was nur die Namensauswahl angeht, du kannst dir den Namen für einen Hoch oder Tief kaufen beim Deutschen Wetterdienst. Heißt also jemand hat sich selbst oder für jemand anderes ein Geschenk gemacht und ein Tief auf den Namen Frederike gekauft

Wieso haben Hochs und Tiefs Namen?

Bereits während des Zweiten Weltkrieges begann der amerikanische Wetterdienst Taifune, also tropische Wirbelstürme im Pazifik, mit weiblichen Vornamen in alphabetischer Reihenfolge zu benennen. Dies sorgte für einen besseren Überblick über die aktuelle Wetterlage, besonders beim gleichzeitigen Auftreten mehrerer Taifune waren die individuellen Bezeichnungen von Vorteil für die Kommunikation. Auch Hurrikane, tropische Wirbelstürme im Atlantik wurden schon bald getauft. Seit 1979 wechselt das Geschlecht der Vornamen ganz im Sinne der Gleichberechtigung von Wirbelsturm zu Wirbelsturm.

In Deutschland dauerte es noch bis zum Jahr 1954, als die damalige Studentin Karla Wege im Institut für Meteorologie an der Freien Universität in Berlin vorschlug, Druckgebilde zu benennen, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Dabei wurden Hochdruckgebiete zunächst mit männlichen Vornamen versehen, Tiefdruckgebiete erhielten weibliche. Allerdings hielt sich das mediale Interesse an der Namensgebung über Jahrzehnte hinweg sehr in Grenzen. Erst die beiden aufeinanderfolgenden Orkantiefs Vivian und Wiebke weckten im Jahr 1990 das Interesse der Öffentlichkeit und sorgten wegen ihrer enormen Schäden für Aufsehen in Deutschland und Umgebung.

https://www.wetter.de/cms/wieso-haben-hochs-und-tiefs-namen-4020141.html

Tief und Hochdruckgebiete werden von A bis Z durchnumeriert, damit man sie auf der Wetterkarte unterscheiden kann. - Friederike war danach das Tief "F"

Was möchtest Du wissen?