warum flackert das licht am fahrrad beim langsamen fahren?

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4 Antworten

Weil der Generator Wechselstrom erzeugt, der irgendwo Nulldurchgänge hat.

Wenn Du schnell genug fährst, reicht die thermische Kapazität des Glühdrahtes aus, um diese Stellen zu "überbrücken".

Das gilt für Glühlampen. Bei LED-Beleuchtung wird wohl ein Pufferkondensator zum Einsatz kommen. Der dürfte groß genug bemessen sein, dass das Licht auch bei langsamem Fahren an bliebt.

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Kommentar von FelixLingelbach
20.04.2016, 20:10

Gut beschrieben. Nein, es gibt diesen Puffer nicht bei LED-Fahrradleuchten. Wenn man schiebt, flackert das Licht, was auch nicht schlecht ist. Bei manchen Dynamos springt es bei langsamerer  Schrittgeschwindigkeit auch gar nicht erst an. 

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Kommentar von Hasibert
20.04.2016, 21:12

Diese Pufferkondensatoren (sogenannte Goldcaps) gibt es zwar, kommen aber zum Einsatz, wenn die Beleuchtung eine Standlichtfunktion besitzt. Die haben für ihre Baugröße eine sehr große Kapazität, um das Licht noch eine Weile leuchten zu lassen.

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Kommentar von Hunkpapa
25.04.2016, 19:10

 Generatoren können nur Gleich-u. Wechselspannungen erzeugen. Und unsere sogenannten Stromanbieter (eon ect) sind alle Spannungsanbieter 

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Der Dynamo besteht im Wesentlichen aus einem feststehenden Stator mit Statorspule und mehreren Permanentmagneten, die in der Nabe rings um den Stator angeordnet sind. Dreht sich das Rad, erzeugen diese Magnete ein rotierendes Magnetfeld und in der Statorwicklung eine elektrische Wechselspannung. Je mehr Magnete um den Stator angeordnet sind, desto kürzer ist der Zeitabstand zwischen den erzeugten Spannungen und das Flackern ist bei gleicher Drehzahl schneller. Das gleiche gilt für die Erhöhung der Drehzahl.

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Falls du einen Dynamo ohne Pufferakku hast normal, je langsamer das Ding dreht desto weniger Strom wird erzeugt.

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Kommentar von Eli2004
20.04.2016, 19:33

Richtig

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Liegt daran wie die LEDs bei billigen Schaltungen angesteuert werden.
LEDs erwarten normalerweise eine definierte Spannung, die Spannung eines Dynamos ist jedoch stark von der Drehgeschwindigkeit abhängig.

Man könnte nun ein paar Bauteile für ein paar cent einbauen um die Spannung und Stromstärke zu regeln oder man nutzt einen Vorteil der LED: keine Abnutzung durch Ein/Ausschalten

Die Lechtstärke der LED wird dann durch die PWM eingestellt. Statt eine LED mit dauerhaft mit halber Kraft leuchten zu lassen, leuchtet sie eben nur alle 0,02 Sekunden für 0,01 Sekunden - So das viel zu schnell ist um vom menschlichem Auge wahrgenommen zu werden, erscheint es uns als würde die LED nur halb so stark leuchten.

Wenn nun aber sehr sehr wenig Strom verfügbar ist und die LED ausschließlich "Full Power" leuchten kann, dann vergrößert sich die Zeit zwischen den Leuchtimpulsen immer mehr. Wenn die Lampe dann nur noch alle 0,1 Sekunden für 0,01 Sek Leuchtet erscheint uns das nicht als 10% Leuchkraft sondern als Flackern.

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