Warum erhitzt sich ein Draht mit einem hohen Widerstand schneller?

7 Antworten

Deine Behauptung lasse ich erst einmal so nicht stehen. Und was sich da "schneller" oder "langsamer" vollzieht, wollen wir einmal vernachlässigen.

In unserem Alltag sind elektrische Widerstände in der Regel parallel geschaltet, d.h. sie liegen an der gleichen Spannung. Die Leistung ist gleich Spannung im Quadrat durch Widerstand. Daraus folgt, dass bei dem größeren Widerstand die Leistung kleiner ist. Somit ist hier am größeren Widerstand die Wärmeabgabe kleiner!

Wenn Du zwei Widerstände ausnahmsweise in Reihe schaltest, dann wird an dem größeren Widerstand ausnahmsweise die größere Leistung umgesetzt wegen der dort anliegenden größeren Teilspannung. Infolgedessen wird hier auch am größeren Widerstand mehr Wärme abgegeben.

Ohne jetzt auf die Quantenmechanik eingehen zu müssen stelle dir folgendes vor: Die Elektronen sausen durch den Draht und stoßen da an den Atomen an. Haben sie viel Platz (=wenig Widerstand), soßen sie weniger oft an, bei wenig Platz (höherer Widerstan) eben öfter. Jedes Anstoßen erzeugt Wärme, wie das Zerdrücken einer Münze durch einen Zug oder eine Straßenbahn.


Die Leistung an einem Widerstand ist P = I²*R.

Wenn zwei Drähte vom selben Strom durchflossen werden hast du an dem mit mehr Widerstand auch mehr Leistung.

Mehr Leistung bedeutet mehr Wärme in kürzerer Zeit. (P = dE/dt)

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