Warum darf vegetarische 'Wurst' als Wurst gekennzeichnet sein?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Begriff "Wurst" bezieht sich auf die Form und ist kein festgeschriebener Begriff. Deshalb kann er auch für vegetarische Produkte verwendet werden, wenn aus der Kennzeichnung hervorgeht, dass dort kein Fleisch drin ist.

http://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=0&Thema_ID=2&ID=1835&Pdf=No


"Zum einen besteht auf Begriffe wie "Wurst" oder auch die in den LS Fleisch genannten Bezeichnungen wie Wiener, Bratwurst, etc. kein besonderer Schutz. Die Begriffe können bei ausreichender Kenntlichmachung somit auch für
Erzeugnisse verwendet werden, die kein Fleisch enthalten.
Andererseits muss aber klar erkennbar sein, dass es sich eben nicht um ein Fleischerzeugnis handelt. Die Umsetzung dieser Forderung obliegt dem Hersteller oder Verpacker. So kann ein deutlich sichtbarer Hinweis "aus Soja hergestellt", "fleischlos", "vegetarisch" oder Ähnliches zweckmäßig sein."



Warum darf vegetarische 'Wurst' als Wurst gekennzeichnet sein?

das ist eine behauptung deinerseits, dass etwas vegetarisches als wurst gekennzeichnet wäre. kein fakt.

"gekennzeichnet" deutet an, dass hier dem käufer etwas pflanzliches als fleischerzeugnis untergeschoben werden soll- stimmt aber nicht: viel mehr achten hersteller solcher produkte sehr darauf, ihre produkte ausdrücklich als "ohne fleisch" anzupreisen- es sollen ja gerade auf die leute angesprochen werden, die kein fleisch kaufen wollen.

rügenwalder und "die ohne" nennen ihr erzeugnis schon mal nicht wurst. vielmehr steht drauf: "vegetarischer schinkenspicker" und "vegetarisches erzeugnis nach art einer schinkenwurst" oder "vegetarischer aufschnitt".

auf einem produkt von vegafit steht "vleischwurst", wobei "vegan, wie" vorangestellt ist und gleich auf der vorderseite "rein pflanzlich" und "vegan" zu lesen ist. auf der rückseite wieder der hinweis "veganer aufschnitt".

auch wiesenhof weisst darauf hin, dass sein "bruzzler" "veggie" ist und erläutert bei den inhaltsstoffen, dass es sich um ein "vegetarisches erzeugnis" handelt. genauso macht es meica bei seinen vegetarischen wienern.

das sind ein paar beispiele, die zeigen: der verbraucher wird mit der groben kelle darauf hingewiesen, dass er eben KEIN fleisch ein kauft. der verkäufer wird also nicht getäuscht.

der verkäufer wird also nicht getäuscht.

der KÄUFER wird also nicht getäuscht, wollte ich schreiben.

0

Dazu bedarf es ja auch einen Kläger! Bei Milch ist das ähnlich! Das ist EU-rechtlich geschützt. Und es gab vor kurzem ein Urteil, dass eine Firma nicht ihr veganen Pfeffer als "Käse" bezeichnen darf.

Mit Wurst ist das sicherlich ähnlich! Aber ich glaube nicht durch eine Verordnung rechtlich als Namen geschützt! Wenn du aber einen Wettbewerbsnachteil verspürst, dann kannst du gerne vor Gericht gegen diese veganen Sägemehlproduzenten ziehen. Ich würde dich unterstützen! :-)

Ich hoffe ich konnte dir helfen

Gruß
Omni

Was möchtest Du wissen?