War es im Mittelalter und im Orient normal 6 Jährige Mädchen zu heiraten?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die hier öfters geäußerte Ansicht, Mädchen seien in früheren Jahrhunderten früher geschlechtsreif gewesen, ist falsch! Es ist bekannt, dass in den 1950er Jahren eine deutliche Vorverlegung der Geschlechtsreife von Mädchen einsetzte – während in den davor liegenden Epochen dieser Zeitpunkt später eintrat. Selbst Leute, die Information aus empirischen Quellen und aus der Wissenschaft ablehnen und sich lieber auf Bücher verlassen, sollten nicht nur heiligen Exemplare zur Hilfe nehmen, sondern auch in die sonstigen Bücher hineinschauen: In der europäischen Literatur des 19. Jahrhunderts wird die Geschlechtsreife der Frauen im 14. Bis 18. Lebensjahr beschrieben. Folglich setzt im Sinne eines Verteilungskampfes in diesem Alter die Verheiratung von Frauen ein.

Allerdings ist es wohl orientalische Sitte, Kinder früh zu verheiraten. Ein jüdischer Gelehrter, Salomon Maimon, um die Mitte des 18. Jahrhunderts, beschreibt, wie er um die 10 Jahre alt, mit einem, ich glaube, 9 jährigen Mädchen verheiratet wurde. Er akzeptierte es zwar, aber sie war ihm fremd, da er mit so einem Mädchen nicht so spielen konnte, wie mit seinen Freunden. Allerdings beschreibt er auch ein Ereignis, das den Orient relativiert: Als der preußische König im Ort zu Besuch war, hörte ein Verwandter, wie der König zu seinen Gefolgsleuten sagte, diesem Mädchen da sollte ein sauberes Hemd angezogen werden, was bedeutete, dass sie von ihm gleich flachgelegt werden sollte. Geistesgegenwärtig schleuste der Verwandte das Mädchen gleich aus der Gefahrenzone und rettete sie vor der Erfahrung. Dies geschah etwa 2 bis 3 Jahre nach der Heirat, das Mädchen war also 11 bis 12 Jahre alt.

Heute nennt man das offen Kinderschänderei, früher galt das als gottgewollt und geschickter Vollzug der elterlichen Aufgaben, den Kindern einen Ehepartner oder Ehepartnerin auszusuchen – war aber genauso Kinderschänderei, wie auch heute.

In Bezug auf den Propheten finde ich es peinlich, zu lesen, wie Anhänger ihn von diesem Makel versuchen reinzuwaschen. Es wäre sinnvoller, einfach zuzugeben, dass er auch nur ein Mann seiner Zeit war, und sich somit an die damals herrschenden Sitten hielt und eine Minderjährige nahm, obwohl er bereits 50 Jahre alt war, damals schon der Beginn des Greisenalters. Diese Entgleisung mindert in keiner Weise seine Verdienste als politischer Führer und Religionsgründer.

Für die Antwort würde ich dir gern mehr als einen Daumen geben. Klasse.

0
  1. Eine sehr gute Antwort!
0
@evangelista

ziemlich kontrovers, ein 50-jähriger der sex mit ner 9-jährigen hat. ab ins Gefängnis aber zum Thema: Muslime, die versuchen, den Propheten von diesem makel reinzuwaschen: hab eine muslimische Freundin und habe sie mal gefragt, was sie denn von sowas hält, dass der Prophet ne 9-jährige quasi vergewaltigt hat, ob man seinen glauben denn auf sowas aufbauen kann: ihre antwort war nur: der Prophet hatte keinen sex mit dem Kind, er hat sie vor jmdn gerettet. is klar ;)

0

Niemand soll es toll finden, wenn minderjährige Kinder verheiratet wurden. Aber es dem Prophet vorzuwerfen, während es der gesamte europäische Kontinent praktiziert hat, ist ignorant und eine Heuchelei. Erst im 16. Jahrhundert wurde der geschlechtliche Verkehr mit Mädchen unter 10 Jahren gesetzlich als Vergewaltigung geahndet. Bis dahin konnte durch kanonisches Recht Ehen auch mit Kleinkindern geführt werden. Richard Löwenherz heiratete mit 5 die 2-jährige Margarete, eine franz. Prinzessin. Mathilda, eine Schwester von Richard Löwenherz wurde mit 9 mit dem 36-jährigen Heinrich dem Löwen verlobt und 3 Jahre später verheiratet. Agnes, eine Tochter von Kaiser Heinrich IV wurde mit 6 mit dem 29-jährigen Herzog Friedrich von Schwaben vermählt. Als dies sind hoch angesehene und verehrte Personen der europäischen Geschichte und niemand macht ihnen auch nur den Hauch eines Vorwurfes für ihr Eheleben.

Über kaum einen Punkt in der Biografie des Propheten Muhammad (s.a.v) wurde in jüngerer Zeit so heftig diskutiert wie über die Frage, wie alt seine Frau Aischa (r.a) war, als die beiden heirateten. In Schmutzkampagnen wurde immer wieder behauptet, sie sei bei der Eheschließung angeblich noch ein Kind gewesen. Da auch sehr wenige Muslime sich damit befassen und befasst haben, einfach deshalb weil der Prophet nichts falsches macht, wird dieses Thema immer wieder aufgefrischt. Als Grundlage für die Mutmaßungen über (r.a) Alter dienen Überlieferungen, denen zufolge Aischa bint Abi Bakr (r.a) zum Zeitpunkt Ihrer Verlobung 6 oder 7 Jahre alt und bei Ihrer Hochzeit 10 Jahre alt gewesen sein soll. (Bukhari, Muslim, Abu Dawud, Ibn Madscha) Weiterhin trugen die Tatsache, dass solch frühe Eheschließungen zu jener Zeit gängige Praxis waren, und der Faktor, dass die körperliche Entwicklung von Kindern damals schon viel früher abgeschlossen war, zur Verbreitung dieser Sichtweise bei. Und aus eben diesem Grunde sah man offensichtlich bis vor kurzem auch überhaupt keinen Anlass, über dieses Thema zu diskutieren(Muslimische Sicht). Anderenfalls hätten sich die Gegner des Propheten (s.a.v) die Gelegenheit, Ihn für seine Verbindung zu Aischa (r.a) zu kritisieren, mit Sicherheit nicht entgehen lassen.

In den Koranversen, die um die Zeit der Eheschließung mit Aischa (r.a) offenbart wurden, ging es auch um die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für eine Heirat ist. In der Sura 4; Vers 6 zum Beispiel heißt es, dass heiratsfähig ist, wer mündig ist und sich die nötige Reife erworben hat. Daher hat der Prophet (s.a.v) hier mit Sicherheit nicht gegen ein Gebot Gottes verstoßen.


Jetzt kommen wir zur Beweisen:

  • Auf Listen, in denen die allerersten Muslime genannt werden, erscheint der Name von Aischa (r.a) (zusammen mit dem Ihrer älteren Schwester Asma) unmittelbar nach den sogenannten Sabiqun al-Awwalun (den Ersten), zu denen unter anderem Uthman ibn Affan, Zubayr ibn Awwam, Abdurrahman ibn Awf, Sa' ibn Abi Waqqas, Talha ibn Ubaydullah, Abu Ubayda ibn Dscharrah, Arqam ibn Abi l-Arqam und Uthman ibn Mad'un (r.a) gehörten. Aischa (r.a) war der 18. Mensch, der sich zum Islam bekannte. Deshalb wird sie noch vor Umayr ibn Abi Waqqas, Abdullah ibn Mas'ud, Salit ibn Amr, Dscha'far ibn Abi Talib, Abdullah ibn Dschahsch, Abu Hudhayfa, Suhayb ibn Sinan, Ammar ibn Jassir, Umar ibn Khattab, Hamza ibn Abd al-Muttalib, Habbab ibn Arat, Said ibn Zayd und Fatima bint Khattab (r.a) aufgezählt. Mit anderen Worten: Sie muss schon zu einem so frühen Zeitpunkt reif genug gewesen sein, um eine persönliche Wahl zu treffen und ihren Willen dann auch durchzusetzen. Abgesehen davon zeigt der in diesen Listen angeführte Zusatz, "Sie sei damals ein kleines Mädchen gewesen", dass Ihr Name durchaus nicht zufällig dort auftauchte.

  • Erwähnenswert ist dass Aischa (r.a) sich mit diesen Worten beschrieb: "Ich war noch ein junges verspieltes Mädchen." Das arabische Wort, das Aischa hier für ,verspielt' verwendet, lautet Dschariya, und markiert den Übergang in die Pubertät. Ibn Yara, ein arabischer Dichter, schreibt dazu: "Wenn ein Mädchen 8 Jahre alt ist, ist sie keine Dschariya. Eine Dschariya ist vielmehr eine Heiratskandidatin, die ich mit Utba oder Mu'awiya verheiraten könnte." Auch einige Gelehrte bestätigen, dass mit dem Wort Dschariya Mädchen bezeichnet werden, die älter als 11 Jahre sind.

  • Aischa war schon einmal verlobt gewesen: Zu dem Zeitpunkt, als der Prophet über die Ehe nachdachte, war Aischa noch mit Mut'im ibn Adiyy, dem Sohn von Dschubayr, verlobt. Der Ratschlag an den Propheten, Aischa zur Frau zu nehmen, kam von Hawla bint Hakim, der Frau von Uthman ibn Mad'un, die nicht zur Familie gehörte. Demnach war Aischa damals in einem heiratsfähigen Alter und war auch als junges heiratsfähiges Mädchen bekannt. Bekanntermaßen wurde die Verlobung mit Mut'im ibn Adiyy von dessen Familie aufgelöst, weil ihr Sohn sonst möglicherweise zum Islam hätte konvertieren müssen. Erst im Anschluss daran wurde die Verlobung zwischen Aischa und dem Propheten Muhammad geschlossen. (Bukhari, Nikah, 11; Ibn Hanbal, Musnad, 6/210; Haythami, Madschma az-Zawa'id, 9/225; Bayhaqi, Sunan, 7/129; Tabari, Tarikh, 3/161-163)

  • Abu Bakr hatte sechs Kinder. Abu Bakrs erste Tochter Asma wurde im Jahr 595 geboren, 27 Jahre vor der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Muhammad nach Medina. Zum Zeitpunkt der Hidschra war sie verheiratet mit Zubayr ibn Awwam und im sechsten Monat schwanger. ( Nawawi, Tahzib al-Asma', 2/597 Ihr Sohn Abdullah wurde drei Monate später in Quba geboren, während der Migration nach Medina. Sie starb hundertjährig im Jahr 73 nach der Hidschra. Der Altersunterschied zwischen Aischa und ihrer Schwester Asma betrug 10 Jahre. (Bayhaqi, Sunan, 6/204; Ibn Manda; Ma'rifat as-Sahaba) Demzufolge muss Aischas Geburtsjahr das Jahr 605 (595 +10 = 605) und ihr Alter zum Zeitpunkt der Hidschra 17 (27-10 = 17) gewesen sein. Da ihre Hochzeit sechs, sieben oder acht Monate nach der Hidschra oder unmittelbar nach der Schlacht von Badr stattfand, müsste Aischa damals 17 oder 18 Jahre alt gewesen sein.

  • Neben den bis hierhin genannten Argumenten für die Annahme, dass Aischa bereits vor Beginn der Verkündung des Islams geboren wurde, im Alter von 14 oder 15 Jahren verlobt wurde und den Propheten schließlich im Alter von 17 oder 18 Jahren geheiratet hat, gibt es noch andere Gründe dafür: In der Schlacht von Uhud, im Jahr 3 nach der Hidschra, stand sie in der vordersten Schlachtreihe, von der man selbst die jungen Männer fernhielt. In Fragen der Gelehrsamkeit besaß sie tiefe Einsichten, und als man sie verleumdete, begegnete sie den Vorwürfen mit Worten, die von großer Reife zeugten. Sie erinnerte sich sehr bewusst an die Hidschra und spätere Entwicklungen. Ihre Ehe wurde auf Anraten ihres Vaters erst nach Ankunft in Medina und nach Zahlung des „Mahr“ vollzogen. Angesichts der Vielzahl dieser Argumente liegt es an uns, ob wir der Überlieferung ihrer Aussage "Ich war 6 oder 7 Jahre alt, als ich mich verlobte, und 9, als ich heiratete" die Bedeutung "Ich schien zu sein" hinzufügen wollen. Auch Aischas graziöse und zierliche körperliche Erscheinung macht dieses ,schien zu sein' plausibel. Sie reagierte heftiger auf körperliche Strapazen und war weniger widerstandsfähig als Gleichaltrige. Das belegen zum Beispiel ihre Erkrankung während der Emigration nach Medina, die besondere Aufmerksamkeit, die ihr ihre Mutter zuteilwerden ließ (Bukhari, Manaqib al-Ansar, 43, 44; Muslim, Nikah, 69; Ibn Madscha, Nikah, 13), der Verlust ihrer Halskette nach dem Muraysi-Feldzug und die Tatsache, dass ihre leere geschlossene Sänfte einmal auf ein Kamel gehoben wurde, weil die Träger glaubten, sie habe bereits darin Platz genommen.

Fazit Abschließend ist festzuhalten, dass unabhängig davon, ob Aischa bei Eheschließung 9 oder 17/18 Jahre alt war, nichts Anrüchiges oder Ungewöhnliches an ihrer Verbindung zum Propheten Muhammad zu finden ist. Denn zweifellos muss jede Gesellschaft nach ihren eigenen Regeln bewertet werden. Wenn wir noch einmal auf die hier angeführten Beispiele zurückschauen, dann sollte deutlich geworden sein, dass es damals auf der Arabischen Halbinsel Sitte war, dass sowohl Mädchen als auch Jungen bereits in jungen Jahren heirateten. Eine Analyse der Informationen, die uns heute zur Verfügung stehen, ergibt jedoch, dass alles dafür spricht, dass Aischa um das Jahr 605 geboren wurde, im Alter von 14 oder 15 verlobt wurde und im Alter von 17 oder 18 geheiratet hat

Ist leider ein langer Beitrag geworden. Aber die Tatsache dass es ein ernste Frage gewesen ist und mit beweisen bestückt werden musste.

Natürlich werden hier Menschen geben die diese Beweise nicht akzeptieren werden und weiterhin versuchen den Islam somit Prophet Mohammed (s.a.v) schlecht zu machen. An diejenigen habe ich ein Sätzchen zu schreiben. „Es wird nicht dunkel wenn man die Augen zuhält. Die Sonne kann mit anpusten nicht erloschen sein.“

  1. Du hast Dich wirklich bemüht und versucht das Alter von AISCHA hinauf zu setzen. Das finde ich eigentlich paradox, wenn Du gleichzeitig darauf hinweist, dass es in der damaligen Zeit üblich war Kinder mit 10 - 11 Jahren bereits zu verheiraten.

  2. Was soll also Dein Versuch das Alter AISCHAS hinauf zu setzen?

  3. Stehe einfach zu dieser Tatsache, dass sich Mohammed, nach der Sitte seiner Zeit, so wie Du selber sagst, dieses Mädchen zur Frau genommen hat.

Tatsache ist, dass Mohammed 1 Jahr nach der Übersiedlung nach Medina die sechsjährige Tochter ABU BAKRS, einer seiner treusten Anhänger, zur Ehefrau nahm.

Er nahm sie 5 n. H.(islamische Zeitrechnung) mit zu einem Überfall auf die Beni Mustaliq, einen jüdischen Stamm. Sie war zu diesem Zeitpunkt ca. 11 Jahre alt.

1
@evangelista
  1. Habe ich garnicht bestritten das damals früh geheiratet wurde.
  2. Bin ich auf Aischa's Heirat eingegangen und nicht allgemeinen.
  3. Du findest sowieso alles paradox was in Islam ist :) Wenn du glaubst, wir haben es hier nötig Islam schöner darstellen zu lassen, hast du dich geirrt.
  4. Laut der Altersunterschied zwischen Aischa's Schwester Asma und ihr (r.a) kann es gar nicht sein dass sie so früh geheiratet hat.
  5. Du mit deine Überfällen und Angriffen von Mohammed (s.a.v). Du bist so paradox, dass du von garnichts anders mehr redest ohne Bescheid zu wissen. Habe dir schonmal den Vorschlag gemacht, dass du dies mit Quellen auf den Tisch legen sollst wenn du Deinen Wissen traust. Und ich erkläre dir wie es zur stande wirklich kam. dann sollten wir uns allerdings persönlich treffen und aus diskutieren. Denn du liest wahrscheinlich meine Beiträge nicht weil sie zur lang werden.
  6. Wie alt war sie nun? 6, 7, 9,, od. 11 :) Nach meinem Beitrag war sie, was richtig ist, 17 od. 18.
  7. Nicht nach einem jahr nach der Übersiedlung haben sie geheiratet sonder nach 7 od. 8 Monaten.
0

Also, das sind ein paar nette Rechentricks und raffinierte Auslegungsversuche. Aber denk mal nach. Zu ihrer Zeit war Aischa 6 Jahre bei der Heirat, heute machst du sie deutlich älter und in 100 Jahren gelten Menschen, die durch den Medizinischen Fortschritt dann 150 werden, vielleicht erst mit 30 als heiratsfähig, und dann würde Aischas Alter wieder politisch korrekt angepasst werden. Sowas geschieht quer durch den Koran oder die Hadithe und natürlich auch die Bibel u.ä. und das ist letztendlich der Beweis, daß alles nicht mehr eins-zu-eins das Wort Gottes ist, wenn es das überhaupt mal war. Texte verändern sich, duch Manipulation, Übersetzungsfehler oder Korruption. Wenn es damals normal war so früh zu heiraten ist es doch keine Schande. Was vielmehr eine Schande ist, ist daß noch heute beispielsweise im Iran 9 jährige Mädchen verheiratet werden, indem man sich auf Mohammed beruft.

1
@Pivo78

@Pivo78 Anstatt meiner Theorie nach zu gehen verurteile es nicht sofort. Denn nnicht nur du sondern die (manche Muslime)sind in dieser Hinsicht ebenso überfragt und haben sich mit diesem Thema nicht gut genug beschäftigt. War auch kein Anlass bisher. Dadurch sind wirklich manche überfragt und manch haben sich die Mühe gegeben und diese Sache auf den Grund gegangen. Auf Dein letzter Satz DH!

0

An alle Muslime: Wie ist Sure 65 Vers 5 (Offenbart nach der Hidschra) zu verstehen?

Hallo User,

ich zitiere nach Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (Imam der Ahmadiyya Muslim Jamaat): "Wenn ihr im Zweifel seid (über) jene eurer Frauen, die keine monatliche Reinigung mehr erhoffen, (dann wisset, daß) ihre Frist drei Monate ist, und (das gleiche gilt für) die, die noch keine Reinigung hatten(...)"

Ich meine: Bei Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, mag das ja okay sein. Aber bei "Frauen", die noch nie die Periode hatten, mag das nicht okay sein; denn nach meinem Verständnis bedeutet der Vers doch, dass ich auch mit einem Kind verkehren darf, sofern ich drei Monate warte.

Zum Propheten (saw): Aischa war sechs Jahre bei der Eheschließung (Ehevertrag), neun Jahre war sie bei dem ersten Geschlechtsverkehr (Vollzug der Ehe) und neun Jahre blieb sie schließlich bei Mohammed, bis dieser starb. Quelle: SAHIH AL-BUKHARI, Vol 7, Bk 62, Hadith 88 (oder 58, ich weiß es nicht mehr genau und muss es nachschlagen).

...zur Frage

Selbstmord wird im Koran bzw. auch in der Sunna verboten. Aber warum gibt es dann diesen Hadith?

»Wir sind es, die leisteten

an Muḥammad den Treueschwur,

dass wir für ihn opfern

unser Leben ja nur!«

Quelle: Auszüge aus dem Ṣaḥīḥ Al-Buḫāryy Mo n o l i n g u a l e Or i g i n a l a u s g a b e ( D e u t s c h ) Aus dem Arabischen übertragen und kommentiert von Abū-r-Riḍā’ Muḥammad Ibn Aḥmad Ibn Rassoul, Seite 310

Sie opfern sich also für Mohammed, das ist Selbstmord. Andererseits kann man unter anderem folgendes lesen:

Selbstmord

Selbstmord ist genauso verboten wie das Töten anderer. Das Leben ist eine Leihgabe Allahs des Erhabenen, und nur Er hat das Recht, Leben zu nehmen.

Im Edlen Quran heißt es dazu:

"Und bringt euch nicht selbst ums Leben; wahrlich, Allah ist barmherzig gegen euch."

Hungerstreik

Wird das Leben oder die Gesundheit des Hungerstreikenden durch einen Hungerstreik gefährdet, dann ist dieser nicht erlaubt. Sollte man an den Folgen eines Hungerstreiks versterben, so gilt dies als Selbstmord.

Sich den Tod wünschen

Sich aus Wut oder Verzweiflung den Tod zu wünschen ist mekruh.

Der Gesandte Allahs (s.a.w.s.) sagte dazu:

"Keiner von euch soll sich den Tod wünschen! Entweder handelt es sich um einen Wohltuenden, dann wird sich sein Gutes hoffentlich noch mehren, oder es handelt sich um einen Missetäter, der sich (dann) hoffentlich selbst tadelt (und so zur Besinnung kommt)."

Selbstmord wegen unerträglicher Schmerzen 

Es ist nicht erlaubt, dass eine Person, die unter starken Schmerzen leidet, Selbstmord begeht. Wer unerträglichen Schmerzen hat, der wende sich Allah dem Erhabenen zu und vertraue auf Seine Barmherzigkeit. Denn auch in einer solchen Situation ist Selbstmord verboten.

Quelle: Halal und Haram - Erlaubtes und Verbotenes im Islam von Hasip Asutay, Erstauflage 2013, Seite 68-69

Das passt nicht zusammen.

...zur Frage

Aus Neid heraus befehligte Mohammed ,den Mord an einem Großartigen Gläubigen?

Sahih Al-Bukhari ,Buch von Al-Futo"h, Hadith 4599

Überliefert von Anas Ibn Malik:"Unter uns befand sich ein demütiger junger Mannmit großem Drang zur verehrung und zum Glauben,der gute,dem Glaubendienliche Arbeit tat.So erwähnten wir seinen Namen dem Propheten gegenüber,doch er wusste nicht,wem dieser Name gehörte.Dann beschrieben wir ihm den Propheten ,doch er wusste immer noch nicht,wer der junge Mann war.Dann sagten wir zum Propheten:Oh ,da ist er!"Dann sprach der Prophet:"Sein Gesicht hat das Antlitz des Satans!"

So kam der Junge Mann herbei und sprach:"Friede sei mit euch allen."Der Prophet sprach zu ihm:"Hältst du dich für den besten Mann hier?"Er (der junge Mann) sprach:"Bei Allah, ja,das tue ich"Dann ging er und betrat die Moschee.Der Prophet sprach:"Wer würde diesen Mann töten (für mich)?"Abu Bakr sprach:"Ich würde."So folgte Abu Bakr dem jungen Mann in die Moschee und fand ihn in Gebetshaltung vor.Abu Bakr dachte sich:"Der Prophet verbietet es uns,einen Muslim zu töten,während er betet!"

Dann sprach der Prophet erneut:wer würde diesen Mann töten?"Umar sprach:Ich werde es tun.Prophet."So betrat Umar die Moschee und sah den jungen Mann dabei,wie er sein Gesicht für das Gebet zum Boden senkte.Und so sprach Umar:Der Prophet verbietet es uns, einen Muslim zu töten während er betet.Ich komme wieder (um ihn zu töten,wenn er sein gebet beendet hat).Dann sprach der Prophet.Wer wird den Mann töten?Dann sprach Ali:Ich werde ihn töten ,Prophet.So betrat Ali die Moschee und stellte fest,das der junge Mann verschwunden war.

Diese Geschichte lässt sich auch im Buch von Jwawame El Fawa"ed,Band 6, in Hadith 10401

http://www.al-eman.com/islamlib/viewchp.asp?BID=272&CID=91

Der junge Mann ,den Mohammed tot sehen wollte,hat keinerlei Verbrechen begangen.Alle Muslime,selbst ihre Anführer,stimmen zu,dass dieser mann ein großartiger Muslim war.Er war ein hingebungsvoller Gläubiger,demütig,gläubig und betete tüchtig.Er akzeptierte Mohammed als Allahs Prophet.Der junge war so ein guter Muslim,das andere Muslime in Mohammeds Nähe meinten,er habe für seine gute Anerkennung verdient.

Stattdessen wollte Mohammed ihn umbringen lassen.

Meine Frage ist Warum und Wieso befehligt Mohammed den Tod des Gläubigen?

Aus Neid aus Hass?

...zur Frage

Was sagen Muslime dazu das Mohammed eine 6 Jährige geheiratet hat?

Er hat ja seine Frau Aischa mit 6 Jahren geheiratet und als sie 9 war mit ihr die Ehe vollzogen.

...zur Frage

Was tun gegen Mundgeruch während dem Fasten?

Guten Abend. Es ist ja für die Muslime fasten und man darf ja den ganzen Tag nichts essen & trinken. Dadurch kriegt man halt schnell Mundgeruch, wenn man nicht ständig die Zähne putzen kann. Was kann man dagegen machen? Also mit Wasser den Mund ausspülen?

PS: Es darf nichts verschluckt werden bzw. Kaugummi etc.

Danke! Ich verzichte auf die Trollbeiträge, ebenso auf die penetranten Beiträge.

...zur Frage

War der Islam ursprünglich von Mohammed als Religion gedacht?

"Islam" und "Muslim" waren ursprünglich allgemeine Begriffe, mit denen man den Glauben an Gott beschrieb. Jesus und Abraham z.B. werden im Koran als Muslime bezeichne, weil sie hingebungsvolle gläubige Menschen waren, ganz unabhängig von Religion, wie wir sie heute kennen. Der Koran kam erst lange nach ihnen, dennoch waren sie Muslime.

Auch Mohammed war in den Anfängen in Mekka ein aufrichtiger Muslim (totale Hingabe an Gott). Er lebte tolerant, in Liebe, demütig und ehrlich in der Tradition von Abraham und Joseph und vor allem im Geist des Messias Jesus Christus. Er stand damals unter dem Einfluss des blinden Waraqa Ibn Naufal, welcher der judenchristlichen Sekte der Ebioniten angehörte, seines Onkels Abu Talib und seiner Ehefrau Khadidja, mit der er treu in Einehe verbunden war.

In Medina fiel er in das Verhalten der heidnischen Araber zurück und wurde im nun kreierten Heiligen Krieg zum Heerführer, der zum Töten aufrief.

Muslime berichten uns vom Rauben, Morden, Lügen, von Sexsklavinnen und seiner kindlichen Lieblingsehefrau, was einen anderen Schluss als eine Heiligenverehrung zulässt.

Mohammed und die Muslime erkannten diese Wandlung im Propheten und sprechen daher vom Vorislam in Mekka und Vollislam in Medina, mit dem erst 622 die islamische Zeitrechnung begann.

Daher führte Mohammed das Prinzip der Abrogation ein, dass widersprüchliche mekkanische Aussprüche durch spätere medinensische aufgehoben werden, obwohl der Koran heilig, ewig gültig und unveränderbar sein soll. Damit dies nicht so auffällt, liegen die Suren nun nicht nach ihrer zeitlichen Entstehung, sondern nach Länge geordnet im Koran vor! Aber in guten Übersetzungen steht als Bemerkung „mekkanisch“ oder „medinensisch“ dabei.

Wer in der Bibel Galater 1 Vers 8 liest, weiß, woher der Koran mit dem jetzigen Islam kommt.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?