Wann war die beste Zeit in eurem Leben (Was war euer Alter und warum war es die beste Zeit)?

9 Antworten

Ich bin zwar erst 26 aber bei dieser Frage kann ich mich nicht entscheiden. Ich fand die Schule toll, auch die Ausbildung nach der Schule wie auch jetzt das Leben im Job. Genauso ist es mit den Beziehungen, ich fand die Zeit als Single schön, auch die Zeit in meiner ersten Beziehung und jetzt die Zeit mit meiner jetzigen Freundin und freue mich schon auf die Zukunft.

Im Leben gibt es immer wieder Rückschläge, aber eigentlich war ich immer glücklich in meinem Leben, auch bei wirklich großen negativen Dingen, wo man natürlich in diesem Moment nicht glücklich ist.

Ich vermisse die Schule nicht wirklich. Dieser Notenstress, dieses diktatorische Klima, Lernen bis in die Nacht - Meine Lehrer meinten immer: "Ihr werdet diese Zeit noch vermissen." - Nein, das tue ich nicht!

Ich muss sagen, dass mir mein jetziges Alter bisher am besten gefällt. In den 20ern ist man inzwischen sein eigener Herr, wohnt mit der Freundin zusammen, hat nach der Arbeit wirklich Feierabend, man verdient sein eigenes Geld. Aber man ist noch "jung genug" richtig feiern zu gehen.

Ein Hoch auf diesen Lebensabschnitt!

Ich bin 72 -

und meine beste Zeit ist zurzeit.

Etwa jetzt, wenn ich Dir schreibe und nahezu sicher bin, dass Du mir diese Behauptung nicht abnehmen wirst.

Ich habe in der Vergangenheit viel unter meinen Schwächen, Mängeln, Unzulänglichkeiten gelitten, die ich meinte in den Worten und Augen der anderen aber auch in meinem Spiegelbild zu erkennen.

Nun erlebe ich mit melancholischer Freude, dass das Abwertende oft den Wert des Andersseins verbirgt.

Zum Beispiel:

Meine unerträgliche Langsamkeit - diese extrem geringen Handlungseinheiten pro Zeiteinheit - ist ein entscheidender Intelligenzmangel,  der in den Zeiten der Atemlosigkeit den Erfolg im Leben radikal infrage stellt.

Meine Schulzeit als Schüler war deshalb auch ein Horror. In meiner Schulzeit als Lehrer wollte ich was gegen den Horror tun.

Gedankenstrich!

Nun im Alter  brauche ich dem Leben nicht mehr hinterherzulaufen – es ist mit mir und sprengt die Grenzen meiner Sinne, zeigt mir ein ganz neues Panorama der Wirklichkeit.

Das ist ein Glück!

Allerdings verfüge ich über ein „bedingungsloses Grundeinkommen“.

Vielleicht gäbe es mehr Menschen, denen gerade  dieser Augenblick  die beste Zeit ihres Lebens wäre –  wenn sie auch über  ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ verfügten.

Kennst du das Buch "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny?

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@Machtnix53

Ja, vielen Dank für den Hinweis!

Es ist  schon lange her, dass ich es gelesen habe. Er war mir wohl ein guter Lehrer!

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