Wäre es möglich dass sich die Schimpansen irgendwann zu Menschen entwickeln?

34 Antworten

Vielleicht - wenn sie lernen ihre Errungenschaften an ihre Nachkommen weiterzugeben - denn das ist der Schlüssel zu "Zivilisation"! - Höhlenmalerei, Schrift u.s.w.

Ich hab gerade ein Buch darüber gelesen. Dort hatte man das Gehirn eines Wissenschaftlers in den Kopf eines Schimpansen eingepflanzt. Der Schimpanse benahm sich danach wie ein Mensch. Ein trauriger Mensch, denn in seiner Erinnerung war er immer noch ein Schimpanse. Dafür sorgten seine Gene. Gruselig, aber der Autor des Buches (Jens Johler übrigens) meint, dass die Hirnfoscher auf dem besten Weg dazu sind.

Wenn er das Gehirn eines Menschen hatte. Wieso hatte er dann die Erinnerung des Schimpansens? Ich verstehe das Szenario, aber es passt irgendwie nicht zur Ausgangssituation.

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also schimpansen zu menschen geht nichtmehr,

es ist in der evolution so, dass arten sich nicht zurückentwickeln, und das müsste zuerst passieren, damit schimpansen sich zu menschen entwickeln (erst zurück zum gemeinsamen vorfahren und dann weiterentwickeln (von da an) bis zum mensch wie wir es kennen)

zu dem denkvermögen : ich bezweifle das, wir ham in der schule mal sprachursprungstheorie gemacht und einer von den typen die wir da durchgenommen haben war der meinung, dass menschen nur entsprechend reden und denken, weil sie sich in keine ökologische nische angepasst haben und deshalb eine größere kommunikations-spannweite brauchen, affen hingegen sind an eine ökologische nische angepasst und brauchen von daher nicht so eine ausgeprägte kommunikation etc...

von daher beides nein (zumindest auf natürlichem weg)

Kakerlaken überleben aber sogar Atombomben, und sie besiedeln so ziemlich alle Flecken auf der Erde, und mußten keine Sprache entwickeln.

Der Mensch kann nur durch Kleidung in den verschiedenen Klimazonen leben. Ansonsten hätte er ein überschaubares Gebiet besiedelt, das vielleicht 20 Grad Durchschnittstemperatur hat.

Die Frage ist eher, warum kam es soweit, daß der Mensch bis in den Norden Skandinaviens vorgedrungen ist. Es muß wohl irgendetwas eine Wanderungsbewegung ausgelöst haben. Andere Tierarten verlassen auch nicht einfach so ihre Heimat.

Überhaupt ist es ja seltsam, daß der Mensch kein Fell hat, das haben ja Affen auch und die leben in Gegenden in denen wir vor Hitze keine Luft mehr kriegen würden (angepaßte Völker ausgenommen). Warum sich also ausgerechnet irgendwann die Menschen mit weniger Fell durchgesetzt haben (also damals noch Affen, hat sich ja über Jahrmillionen entwickelt) wäre bestimmt interessant zu erfahren. Wurden sie womöglich von ihren Artgenossen verstoßen, die die Fellosigkeit als Behinderung ansahen, und dann flohen sie in kühlere Gefilde wo sie noch gleichzeitig den Zwang hatten sich Kleidung zu besorgen? Eine Spekulation meinerseits, jedenfalls muß es irgendeinen Grund geben...

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@Oberrheingraben

Das liegt ganz einfach daran, dass der frühe Mensch sich zu einem auf Ausdauer getrimmten Läufer entwickelt hat, nicht zu einem auf Kraft und Geschicklichkeit optimierten Kletterer wie der Schimpanse. Wir haben unser Fell bis auf ein paar spärliche Reste verloren und dafür Unmengen zusätzlicher Schweißdrüsen zur besseren Kühlung des Körpers bekommen. Somit konnten unsere frühen Vorfahren auch in der größten Mittagshitze auf Nahrungssuche gehen, wenn alle anderen Tiere einschließlich der großen Prädatoren lieber im Schatten ihre Siesta halten. Zudem waren die frühen Menschen Ausdauerjäger. Sie hetzten ein Tier so lange, bis es vor Erschöpfung und Überhitzung zusammenbrach und dann problemlos mit einem einfachen Knüppel totgeschlagen werden konnte. Das war ihnen nur möglich, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen Tieren schwitzen und den Körper somit effektiv kühlen konnten.

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@Terrier74

Danke für die gute Antwort. Gleichzeitig mußten sie dann wohl auch Intelligenz entwickelt haben um sich Kleidung in den kühleren Gegenden herzustellen, die sie dann besiedelt haben.

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@Oberrheingraben

Diese Besiedelung erfolgte erst wesentlich später, da war der Mensch schon lange nackt. Und da war er längst intelligent genug, sich das Fell eines größeren Tieres als Umhang um den Körper zu schlingen, auch wenn er noch nicht nähen konnte. Deshalb bevorzugte der frühe Mensch nämlich auch große Beutetiere. Erstens weil sie viel Fleisch lieferten und er dadurch nicht jeden Tag auf die Jagd gehen musste, zum anderen weil die Felle bzw. Häute sehr groß waren und man einfach passende Stücke herausschneiden konnte. Das Nähen lernte der Mensch eigentlich eher aus der Not heraus... als die Beutetiere und damit auch die Felle naturgegeben kleiner wurden.

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Es könnte sich theoretisch aus jedem Lebewesen eine intelligene Form herausentwickeln, aber der Mensch würde sich nicht seine eigene Konkurrenz auf dem Planeten großziehen...

Der Mensch könnte sich ja auch noch weiterentwickeln, oder anders entwickeln... wer weiß vielleicht kriegen wir mal irgendwann eine UV-resistentere Haut oder so wenn das mit dem Ozonloch so weitergeht und dann die aussortiert werden, die die Veränderungen nicht überleben...

Theoretisch ist das möglich. Die Evolutionsgeschichte zeigt jedoch, dass hochspezialisierte Lebewesen - was die Schimpansen sind - eher nicht als Ausgangspopulation für neue Entwicklungen in Frage kommen. Häufiger sind es eher unspezialisierte Arten, die in neue Dimensionen vorstossen. Von den Primaten kämen da eher Makaken oder etwa Kapuzineräffchen in Frage. Sie haben noch eine wesentlich größere Bandbreite an möglichen Verhaltensweisen und eine viel schnellere Generationenfolge, was für eine Neuentwicklung wichtig ist. Allerdings gibt es für die Evolution keine andere Regel als die, dass sich durchsetzt, was sich durchsetzt - erst hinterher ist man schlauer.

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