Von zuhause ausziehen bezahlt das amt das?

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13 Antworten

Bei Bezug von BAföG ist ein Regelleistungsbezug von SGB II-Leistungen (Jobcenter) grundsätzlich ausgeschlossen (§ 7 SGB II). Ob ein Mietzuschuss übernommen ist einzelfallabhängig und wird durch mehrere Rechtsanhängigkeiten auch unterschiedlich von den SGB II-Trägern bewertet.

Neben dem BAföG-Bezug könnte dann noch das Wohngeld in Frage kommen. Dieses ist i.d.R. bei der Gemeinde-/Amtsverwaltung (oder sonstige Bezeichnung deiner unteren Verwaltungseinheit) zu beantragen.

SGB VIII-Leistungen (Jugendamt) kommen nicht in Betracht, da diese nicht existenzsichernde Leistungen darstellen.

Unterhaltsrechtliche Angelegenheiten sind bis zu deiner wirtschaftlichen Selbstständigkeit (Grundsatz) immer mit deinen Eltern zivilrechtlich selbst oder über die Beistandschaft (beim Jugendamt) bzw. Rechtsanwalt zu klären. Dabei ist sowohl deine Mutter, als auch dein Vater in der Pflicht, da Verwandte sich in gerade Linie gegenseitig zum Unterhalt verpflichtet sind (§ 1601 BGB).

Bzgl. der Nachfrage zum Auszug: Soweit deine Mutter im SGB II-Bezug ist, wird der entsprechende Träger deinem Auszug nur zustimmen, wenn das Zusammenwohnen nicht mehr zumutbar ist. Das heißt, nicht nur Hin und Wieder ein Streit, sondern extreme Bedingungen. Insbesondere ist die Nachweispflicht entscheidend. Du kannst natürlich im Sinne deiner Freizügigkeit einfach ausziehen, die Frage ist dann, in wie weit dann noch der eh schon fragliche Mietzuschuss gewährt wird (siehe oben). Deine Mutter könnte verpflichtet werden umzuziehen, da ihre Wohnung von vermutlich 2-3 Zimmern zu groß sein könnte. Das regeln aber kommunale Satzungen und ist von Zuständigkeitskreis zu Zuständigkeitskreis unterschiedlich entsprechend den örtlichen Bedingungen (§ 22a SGB II).

Ansonsten kannst du grundsätzlich überall ein Antrag auf Sozialhilfe stellen. Diese sind immer kostenlos und das schlimmste was passieren kann, ist eine Ablehnung.

Ob deine Mutter aus der bisherigen Wohnung ausziehen müsste, hängt u.a. von der Größe der Wohnung ab. Wenn die Wohnung für eine Person nicht mehr angemessen ist, kann das gut sein.

Bevor du neben dem BAföG noch andere Leistungen bekommst, müsstest du andere Möglichkeiten in Anspruch nehmen (Kindergeld, ggf. Unterhalt), wie andere schon geschrieben haben.

Solange du BAföG beziehst, können nach § 7 Abs. 5 i.V.m. 27 SGB II bestimmte Leistungen vom Jobcenter gezahlt werden, ggf. als Darlehen: Kosten der Unterkunft und Heizung, Mehrbedarfe, Bildung und Teilhabe.

Zum 01.08.2016 ist eine Gesetzesänderung in Kraft getreten. Seitdem kann man ergänzend zum BAföG auch Arbeitslosengeld II erhalten, allerdings nur unter engen Voraussetzungen (§ 7 Abs. 6 SGB II; eigene Wohnung müsste soweit ich weiß schon vorhanden sein).

Das Jobcenter hat dir gegenüber eine Beratungspflicht, d.h. du kannst dort hingehen, deine Situation schildern und nachfragen, auf welche Leistungen du einen Anspruch haben könntest. Sollte z.B. am Empfang schon der Hinweis kommen, dass BAföG-Empfänger grundsätzlich nichts bekommen könnten, weise freundlich auf die Gesetzesänderung vom letzten Jahr hin und frage trotzdem nach einer genaueren Beratung. Es kommt insgesamt eher selten vor, dass BAföG-Empfänger beim Jobcenter Anträge stellen, deshalb gehen solche Möglichkeiten bei einigen Mitarbeitern schon mal unter.

Dein Fall ist kompliziert. Wenn du eine allgemeinere Beratung haben möchtest, kannst du beim Jugendamt nachfragen. Sollte sich das Jugendamt für nicht zuständig erklären (weil du schon 18 Jahre alt bist), kannst du dich an eine Sozialberatung der Wohlfahrtsverbände (Diakonie, Caritas, AWO) wenden. Die können dich auch bei der Antragstellung beim Jobcenter unterstützen.

Also erstmal, ja das kann stimmen, wenn deine Mutter die Wohnung vom Amt bezahlt bekommt, wird das Geld was dafür zur Verfügung gestellt wird u.a. daran bemessen ob Kinder mit im Haushalt leben.
Es kann also sein, das wenn du ausziehst, sich für sie auch etwas ändert, ja.

Wo du hin musst weis ich leider nicht genau, ich würde aber auf Arbeitsamt tippen.
Zumindest kannst du dort ja mal anrufen und ganz bl*de nachfragen, die sagen dir dann auch wo du hin musst falls du bei denen falsch bist.

Dir steht auf jeden Fall dein Barfög zu, der sich dadurch aber auch ändern kann (zum positiven), dein Kindergeld, ggf. Unterhalt deiner Eltern, in so fern sie fähig sind diesen zu zahlen und du nachweisen kannst, das es dir nicht zuzumuten ist bei einem der beiden zu wohnen.
Was du dann ggf. noch vom Amt bekommst musst du erfragen, da weis ich leider nicht so genau bescheid, aber es gibt auf jeden Fall einen Haufen Möglichkeiten :-)

Lg,
Lilith

In der Regel gibt es keine Unterstützung, nur bei schwerwiegenden sozialen Gründen.

Du kannst zum Jugendamt gehen und dort die Situation schildern.

Das wird dann geprüft und dann kann es in Zusammenarbeit mit den Jobcenter Hilfe geben.

das mit der wohnung deiner mutter hängt davon ab wie groß sie ist. es könnte ja gut sein, wenn ihr schon lange da wohnt, dass die miete nicht höher ist als die einer neu angemieteten kleineren wohnung... je nach lage. muss das amt dann abwägen. das geht aber auch nach quadratmetern. ab 50m² wird es schon schwierig zu rechtfertigen, wenn man alleine wohnt.

und solange du theoretisch zuhause wohnen könntest, musst du das leider auch. zu mindest wenn es ums geld geht. einzige möglichkeit auszuziehen, auf kosten des amtes, wäre, wenn dein ausbildungsbetrieb bzw die schule zu weit vom wohnort weg wäre.

Dann wirst du wohl neben deiner Ausbildung einen Nebenjob anfangen. 
Du bekommst Bafög und Kindergeld. Mehr steht dir nicht zu.

Und ja wenn du ausziehst muß deine Mutter ebenso umziehen, da es gewisse Vorschriften geht was wem zu steht.  
Normaler Weise sind das bei 1 Person   45 qm.   Bei 2 Personen sind das bis zu 60 qm

Natürlich kannst du beim Amt nachfragen und denen deine Situation schilderst.  Aber ich glaube nicht das sie, nur weil du Stress daheim hast, dir eine Wohnung finanzieren.

Du bildest mit deiner Ma eine sog. Bedarfsgemeinschaft. Deshalb bekommst du erst Kosten ersetzt für einen Umzug wenn du mindestens 25 Jahre alt bist.

Wenn du 18 bist kannst du noch Glück beim Jugendamt haben.
Wenn du dort hin gehst kann es sein dass sie dir eine eigene Wohnung bezahlen und dir eine Betreuerin zur Seite stellen.. Wenn diese dann sieht dass du alleine klar kommst, würdest du dann zum Arbeitsamt weiter geleitet werden um dein Bafög aufzustocken

Deine Eltern sind dir gegenüber unterhaltsverpflichtet bis zum Ende deiner  Erstausbildung!

Das Arbeitsamt zahlt nicht die Wohnung deiner Mutter, eher das Jobcenter.  Wenn du nicht mehr dort wohnst, kann es sein, dass die Wohnung für sie zu groß ist und sie muß umziehen.

Wenn du oder deine Eltern dir eine eigene Wohnung nicht finanzieren können, wirst du wohl zu Hause wohnen bleiben müssen, bis du dir das finanziell leisten kannst!  Sage mir einen Grund, weshalb der Steuerzahler dir das finanzieren soll!

maria411 25.02.2017, 01:52

Sag mal wieso so freundlich!? Ich leide psychisch hier sehr. Meine Noten werden schlechter. Sowohl verbale und körperliche Gewalt herrschen hier. Da ist ja wohl klar das ich hier weg will!

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glaubeesnicht 25.02.2017, 01:57
@maria411

Ich erkläre dir nur die Tatsachen!  Das  hat mit Freundlichkeit überhaupt nichts zu tun!

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TrudiMeier 25.02.2017, 07:38
@maria411

Du hättest den "Stress" zuhause etwas näher beschreiben sollen. Es macht schon einen großen Unterschied, ob man unter psychischer und körperlicher Gewalt leidet oder ob der Stress nur einschließt, dass man zuhause im Haushalt mithelfen soll und das nicht will. Das kann man als Leser nur anhand des Wortes "Stress" nicht unterscheiden. Eine solche Frage wird hier so oft gestellt und dahinter steckt wirklich nur die übliche pubertäre Zickerei . .Wenns bei dir anders ist, solltest du das in der Frage auch deutlich machen.

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LouPing 25.02.2017, 08:34
@maria411

Hey maria411

Sowohl verbale und körperliche Gewalt herrschen hier. Da ist ja wohl klar das ich hier weg will!

In dem Fall wäre und ist evtl. noch das JA zuständig. 

Nur weil du jetzt 18 bist geht ein Auszug nicht automatisch auf Kosten der Steuerzahler. 

Arbeite und verdiene selber Geld oder bringe deine Eltern dazu dich finanziell zu unterstützen. 

Familiäre Probleme sind in erster Linie private Probleme,das nun angeblich auch Gewalt eine Rolle spielt ist neu.  

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Das ist glaube ich schwierig denn eigentlich ist deine Mutter für dich zuständig. Aber es müsste eigentlich gehen du bekommst dann dein Kindergeld und mehr Bafög. Es kann gut sein das die Wohnung für deine Mutter zu groß ist und das Amt sagt sie muss ausziehen.

melman86c 25.02.2017, 03:08

Er ist 18, niemand außer er selbst ist für ihn zuständig.

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LouPing 25.02.2017, 05:29
@melman86c

Hey melman86c

Es geht hier um Geld. Da er/sie sich nicht selber versorgen kann (schulische Ausbildung) ist die Mutter/sind die Eltern zuständig. 

Das Amt/der Steuerzahler käme evtl. erst wenn die Eltern nicht können. Die Chancen aber stehen eher schlecht. 


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Dein BAFÖG, dein Kindergeld, Elternunterhalt und sonst nicht vEs ist eher unwahrscheinlich, das dein Bafög sich erhöht. 

Nur daß Jugendamt könnte da noch weiterhelfen. 

Grundsätzlich steht dir nix zu. Letztlich ist der Sozialstaat nicht dazu da um jugendlichen die Wohnung zu bezahlen,jedenfalls nicht solange keine schwerwiegenden Gründe von zuhause auszuziehen vorliegen.

Wenn du ausziehen solltest kann es durchaus sein dass das Amt nicht die vollen Kosten übernimmt (nach 6 Monaten die sie dennoch übernehmen ) und es von ihrem Geld abgeht. Dennoch steht sie dann in der Unterhaltspflicht und du musst beweisen dass sie nichts verdient und du musst vorweisen warum du dort ausziehst. Dass heißt Jugendamt muss dir bestätigen dass du dort sozial schwerwiegende Probleme hast. Dann übernimmt das Amt auch die Kosten für deine Wohnung. Beantrage evt auch Wohngeld.

glaubeesnicht 25.02.2017, 01:51

dass du dort sozial schwerwiegende Probleme hast

Das müssen dann wirklich sehr schwerwiegende Probleme sein, z.B. Gewalt etc.!  Andererseits ist nicht nur die Mutter unterhaltspflichtig, sondern auch der Vater! Wohngeld gibt es in diesem Fall nicht!

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