Von M10 auf die FOS - ein unschaffbarer Sprung?

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2 Antworten

Ich würde nicht sagen, dass du es nicht schaffen kannst.

Es ist aber so, dass im M-Zweig nicht das Wissen vermittelt wird, welches auf der FOS vorausgesetzt wird, nämlich der Wissenstand von der Realschule. Dadurch haben es Absolventen des M-Zugs doch deutlich schwerer.

Deine Noten sind wirklich gut (Nebenfächer sind - nebenbei - auch nicht zu vernachlässigen) und da du auch vom Gymnasium runtergewechselt bist, zeigt, dass du durchaus Potential hast. Du solltest den Schritt auf die FOS wagen.

Aber ich würde dir empfehlen, entweder den Vorkurs oder die Vorklasse zu machen, um Wissenslücken zu schließen und optimal vorbereitet zu sein.

Die Vorklasse fängt im 2. Halbjahr an und dauert bis Ende Juli. Unterrichtet werden die Fächer Deutsch, Mathe und Englisch. Anfangs hast du unter der Woche und/oder am Samstag den Vorkurs, nach den Abschlussprüfungen dann ca. zwei Wochen am Stück. Hierbei werden die gröbsten Differenzen bei Wirtschafts- und M-Schülern ausgeglichen.

Im Gegensatz dazu dauert die Vorklasse ein gesamtes Schuljahr und findet in Vollzeitform statt. Der Unterricht ist schwerpunkmäßig in Deutsch, Mathe und Englisch sowie drei Profilfächer (deines voraussichtlichen Zweiges). Dabei werden gezielt die Grundlagen für die FOS gelernt, geübt und vertieft.

Erkundige dich bei deiner Wunsch-FOS, ob es den Vorkurs und/oder die Vorklasse anbietet. Beachte dabei auch die Anmeldefristen (Februar/März).

Welchen Zweig möchtest du denn eigentlich nehmen? Darauf kommt es nämlich auch ein wenig an, ob du die FOS schaffst.

Technik ist ziemlich schwer - auch für ehemalige Realschüler, davon würde ich also abraten. Aber bei Wirtschaft kann man wohl gut einsteigen, ebenso Sozial.

denkt ihr, dass einer wie ich, der momentan die M10 macht, Chancen auf der FOS hat?

Sicher kann das klappen. In meiner Klasse waren auch ein paar.

Das einzige, was mich abschreckt, sind die ganzen Leute, die sofort meinen, dass ein M Schüler höchstens noch die Probezeit besteht, bevor er dann endgültig versagt, etc.

Ach die labern nur...

Natürlich werden die Realschüler und auch die ehemaligen Gymnasiasten mehr Vorwissen haben, weswegen es für dich definitiv härter wird. Wie Jule schon schrieb, hängt es vom Zweig ab. Technik ist der schwierigste Zweig, aber dennoch ist es auch für M-Zweigler machbar. Dort haben aber fast alle große Probleme mit Mathematik und Physik. Bei uns hatte von denen keiner dort eine bessere Note als eine 4. Deutsch ist halt wie immer. Englisch hängt sehr stark von deinem allgemeinen Vokabular ab, weil du halt keine billigen Grammatikprüfungen mehr hast. Der Rest sind halt Lernfächer, bei denen du keinen großen Nachteil haben wirst.

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