Vermieter werden - Gute Idee oder nicht und wie am besten anfangen?

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist gut, dass du dich rechtzeitig informierst und nicht blind loslegst. Wer naiv an die Sache ran geht, der hat in der Tat viel Ärger. Wer sich aber vorbereitet, der wird erfolgreich sein (kann aber natürlich auch mal Pech haben!). Lass dir von den Antworten hier keine Angst machen, nur sehr wenige Mietverhältnisse enden für den Vermieter mit einer finanziellen Katastrophe.

Wichtig ist, dass du jetzt schon anfängst ein Gefühl für die Preise zu bekommen. Beobachte sowohl die Angebote für Wohnungen, die verkauft werden sollen und auch die, die vermietet werden sollen. Dann merkst du schon nach wenigen Monaten, welche Immobilien in deiner Region gefragt sind, welche schnell vermietet sind und wo die Preise zu hoch angesetzt sind. Lese dich auch in den Mietspiegel deiner Stadt ein, wenn es dort einen gibt (zu finden meistens auf der Homepage der Stadt) und vergleiche die Preise mit den Angeboten auf dem Immobilienmarkt. Wenn es dann soweit ist und du dein Startkapital zusammen hast, dann kannst du schnell reagieren, wenn eine passende Wohnung zum Kauf angeboten wird.

Sobald du dann eine Wohnung gekauft hast, gilt es einen Mieter zu finden. Hier lassen sich viele Privatvermieter um den Finger wickeln und werden unvorsichtig - das sind dann die, die sich die Mietnomaden ins Haus holen! Lass dir immer Einkommensnachweise zeigen, hol dir eine Schufaauskunft ein und führe "Interviews" mit Mietinteressenten. Bei solchen Gesprächen versuchst du dann herauszufinden, ob sich die Interessenten in Widersprüche verwickeln - oder du überlässt das einem Makler.

Informationen und hilfreiche Tipps erhältst du von der Eigentümergemeinschaft "Haus und Grund". Dort kannst du für wenig Geld Mitglied werden und bekommst Hilfe (z.B. bei Mietverträgen oder wenn es doch mal zu Problemen kommen sollte). Außerdem wirst du von dort regelmäßig auf dem rechtlich aktuellen Stand gehalten und es gibt viele Informationsveranstaltungen.

Wenn es dann soweit ist, dass du eine oder mehrere Wohnungen vermietest, dann ist es in meinen Augen wichtig, dass du ein fairer Vermieter bist. Denn wenn du nicht immer stur auf dein Recht pochst, dann werden es deine Mieter im Gegenzug auch nicht tun (aber Vorsicht! Die Grenze ist fliessend! Wenn du zu rücksichtsvoll bist, dann nutzen die Mieter das aus!).

Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht und würde es jedem empfehlen. Meine Mieter leisten mehr als sie müssten, kümmern sich selbst um manche Dinge und bezahlen manche Reparaturen selbst, die sie gar nicht bezahlen müssten. Dafür bekommen sie dann von mir bei größeren Reparaturen aber auch mal höherwertigen Ersatz oder bekommen nicht jede rechtlich mögliche Mieterhöhung. So handhaben das auch die anderen privaten Vermieter, die ich so kenne und keiner hatte jemals ernsthafte Probleme. Wer dagegen versucht, aus jeder Vermietung das größtmögliche Kapital zu schlagen, der muss sich nicht wundern, wenn die Mieter mal auf die Barrikaden gehen und Probleme machen.

Genau so etwas habe ich gebraucht! Vielen, lieben Dank für die ganze Zeit, die du dir für diese Antwort genommen hast. Das war wirklich hilfreich und ich werde mir die Antwort mit Sicherheit noch ein paar mal öfter durchlesen. Super!

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@TheExpendable91

Diese Einschätzung kann man nur bestätigen. Und ohne groß Werbung machen zu wollen: Haus & Grund ist genau richtig, wenn man anfängt, was zu vermieten.

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Das Vermieten von Wohnungen/Häusern/Garagen kann super funktionieren, von dem was ich so erfahre schätze ich die Zahl dieser gut funktionierenden Vermietungen jedoch nur auf ca. 20%.

Der Hauptgrund wieso ich vom Vermieten abraten würde sind für mich die Mieter. Es gibt viele schlechte Mieter, mit denen du nur Probleme hast.

Wenn du mich fragst, ich halte das Kaufen und Vermieten einer Wohnung für riskanter als mit Aktien zu spekulieren. Wohnungen können starkem Wertverlust unterliegen. Mieter haben viele Rechte die zu beachten sind usw.

Falls du doch etwas vermieten solltest, dann lohnt es sich vielleicht in einen Vermieterbund (ich hoffe ich habe es richtig geschrieben) einzutreten. Soweit ich weiß kann man dort auch 1 mal im Jahr eine kostenfreie Rechtsberatung bekommen. Ich denke das kann vor allem am Anfang sehr hilfreich sein.

Viel Erfolg wie du dich auch entscheidest :)

Deine 20% schätze ich als absolut unrealistisch ein. Ich würde sagen, weniger als 10% der Mietverhältnisse sind problembelastet. Die Medien verbreiten negative Erfahrungen und auch im Freundes-/Bekanntenkreis wird von negativen Erlebnissen berichtet - weil die "normal" laufenden Vermietungen einfach als gegeben angesehen werden und die Berichte so langweilig wären, dass sie niemand hören möchte. Ich kenne keinen einzigen privaten Vermieter, der jemals ernsthafte Probleme hatte.

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@Genesis82

Das ist eine gute Argumentation. Menschen und Medien berichten oft tatsächlich nur über besondere Ereignisse und wenn Mietverhältnisse normal laufen, gibt es darüber logischerweise auch nichts zu berichten. Zumal die Medien heut zu Tage sowieso fast ausschließlich über negative Dinge berichten.

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Bei Haus & Grund ist die kostenlose Rechtsberatung nicht auf 1x beschränkt, sondern man bekommt sie, wenn man sie braucht.

Verglichen mit einem Aktieninvestment ist die Vermietung einer Wohnung gar nicht riskant.

Vermietung: Das Objekt und die damit verbundenen Risiken hat man weitgehend selbst in der Hand. Risikovermeidung fängt schon bei der Auswahl des Objekts an und natürlich auch bei der Auswahl der Mieter.

Aktien: Man vertraut Leuten sein Geld an, die immer nur das Beste von einem wollen, nämlich sein Geld. Wie ein Unternehmen, in das man investiert wirtschaftet, egal ob direkte Anlage oder Fond, hat man überhaupt nicht in der Hand. Ein Aktieninvestment würde ich nur für einen kleinen Teil des Vermögens empfehlen und keinesfalls als einzige Form der Geldanlage wählen.

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Vermieten ist sicherlich eine gute Sache, wenn man ein paar Dinge beachtet. Alles dreht sich allerdings ums Geld. Du brauchst Geld damit Du eine Immobilie erwerben kannst. Als Faustformal sagt man ca. 20-30 % der Immobilienkosten. Denn Rest kann man über eine Bank finanzieren, vorausgesetzt Du hast ein entsprechendes Einkommen um diesen Kredit zu finanzieren. Mieteinnahmen werden in der Regel nicht in die Finanzierung eingerechnet, da der Kreditgeber meist ein unkalkulierbares Risiko  sieht. Wenn Du allerdings die Gemeinde oder eine größere Firma als Mieter hast die den Wohnraum benötigt und man beispielsweise einen Vertrag über mehrere Jahre hat wird dieser sicherlich angerechnet. Weiter ist zu klären was Du für eine Immobilie kaufen möchtest. Eigentumswohnung, Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus. Du musst den Zustand der Immobilie Bewerten und ggf. Reparaturkosten in deine Kauffindung einfließen lassen. Weiter musst Du einen geeigneten Mieter finden. Der auch die Immobilie haben möchte und auch Deinen Mietzins bezahlt. Nicht jeder Mieter ist auch ein guter Mieter und am Anfang sagen Sie zu allem ja und amen bloß um die Immobilie zu bekommen. Wichtig ist lese Dich in die Materie erstmal ein Kauf Dir Bücher über das Thema und eigne Dir Fachwissen an. Hier übrigens noch ein Link meineimmobilie.de

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