Verein zahlt Aufwandsentschädigung in bar aus, ist das ok?

6 Antworten

Diese Zahlungen können auch bar geleistet werden - es gibt keine Vorschrift, die eine Überweisung vorschreibt.

Ggf. ist die Steuerberaterin auch falsch verstanden worden:

So wie Du das schreibst, soll das Geld, sofern es überwiesen wird und nicht bar ausgezahlt wird, nur auf das Konto der jeweiligen Person überwiesen werden und nicht auf das Konto einer anderen Person (z. B. wegen Geldwäschegesetz, Klarheit in der Buchhaltung).

Die Frau Kollegin hat Recht.

Die Bestimmungen für gemeinnützige Unternehmen sind verschärft worden. Daher raten auch wir allen gemeinnützigen Organisationen nur noch per Überweisung zu zahlen.

Auch die Bestimmungen für Leistungs- und Sachspenden sind verschärft worden.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Wurden diese Verschärfungen in den letzten 2-3 Jahren vorgenommen?

Das war mein letzter Wissens-Stand.

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@MarkusGenervt

Das ist ziemlich aktuell. Ich war kürzlich auf einer Veranstaltung die von einer überregionalen StB und RA Kanzlei zu dem Thema gegeben wurde.

Die Finanzämter recherchieren seit diesem Jahr verschärft. Es muss wohl in der "Gemeinnützigekeitsszene" zu Vorkommnissen gekommen sein.

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@wfwbinder

Ah, Danke!

Na wenigstens kümmert sich da mal endlich jemand drum!

Was da in den letzten Jahren so alles an Fördergeldern sinnlos und zweckentfremdet verballert wurde und wie sich jeder hier schamlos bedient hat, war schon echt abartig!

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Danke vielmals!

Verschärft aber nicht verboten, das sind große Unterschiede! Und was bedeutet denn verschärft?

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@nwobildenberg

Es bedeutet, dass alles genau dokumentiert werden muss. Insbesondere die Zahlungsströme. Daher der Hinweis der Kollegin.

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Was wurde denn verschärft? Im Bezug auf die Aufwandsspenden?

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@Meandor

Es wird geprüft werden, ob der betreffende das eben auch als Einnahme angibt,.

Zu gut deutsch, es lohnt sich nur noch bis zu 410,- Euro, wenn es nur um Arbeitsleistung geht.

Unternehmer sollten es im Zweifel in der GuV untergehen lassen, anstatt sich Spendenquittungen zu holen, denn dann sind sie die Umsatzsteuer los.

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@wfwbinder

Dank der Heirat mit einem Steuerfahnder gibt meine Frau die Einnahmen als ehrenamtliche Trainerin immer auf der Anlage S als steuerfrei an. Sie hat einen schriftlichen Vertrag mit dem Verein, in welchem vierteljährliche Gehaltszahlung vereinbart ist und vierteljährlich verzichtet sie und spendet.

Mit dem System dürfte es ja nach wie vor keine Probleme geben.

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Ihr braucht Auszahlungs-Belege für das Finanzamt.

Wenn Ihr Eure Ausgaben nicht ordentlich dokumentieren könnt, dann kann Euch unter bestimmten Umständen auch die Gemeinnützigkeit aberkannt werden und ihr werdet steuerpflichtig.

Aber wenn ich schon "Übungsleiterpauschalen, Ehrenamtspauschalen und sonstige Vergütungen" lese, dann weiß ich schon genau, in welche Richtung die "Gemeinnützigkeit" läuft … da prognostiziere ich mal keine 2 Jahre bis zur Auflösung …

Das ist alles klar. Darum gehts es nicht, unser Verein macht das schon seit Dutzenden Jahren wird alles richtig dokumentiert und verbucht und Quittungen ausgestellt. Es geht um die Aussage, das bar Zahlungen nicht mehr erlaubt sind. Kann einer vielleicht einen Gesetz oder offizielles Gegenbeweis verlinken? Danke!

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@nwobildenberg

wfwbinder hat da offenbar aktuellere Informationen.

Wenn solche Methoden bei Euch seit "Dutzenden Jahren" Gang und Gäbe sind, dann empfehle ich euch dringend, Euch hier genauestens an die Vorgaben des Finanzamtes zu halten. Denn im schlimmsten Fall haften alle Mitglieder mit ihrem Privatvermögen und Bußgelder sind Strafgelder. Auch der zeitige Austritt schützt vor Strafe nicht, wenn ein Mitverschulden nachgewiesen werden kann.

Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dieses Haftungs-Recht gelockert wurde, wenn die Nachweispflicht verschärft wurde.

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@MarkusGenervt

Wie oft noch es geht darum ob die Barauszahlungen verboten sind oder nicht. Wir halten uns an die FA Regeln!

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@nwobildenberg
Wie oft noch …

Und wie oft soll ich das noch erklären?

Lass mich raten: Du hast keine Ahnung von Rechnungswesen/Buchhaltung, oder?

Es geht um die lückenlose und zweifelsfreie Dokumentation der Geldströme!

Aber ein Schmierzettel mit einer einfachen Unterschrift ist kein eindeutiger Beleg und der Vertrauensvorschuss des Finanzamtes auf Echtheit wurde hier in den letzten Jahren komplett aufgebraucht.

Du kannst Barauszahlungen vornehmen, doch wenn sich hier Ungereimtheiten ergeben, haftet der Kassenwart als erster dafür und dann alle Mitglieder.

Es schwebt der latente Vorwurf des Betruges wie ein Damoklesschwert über Euren Köpfen. Da kannst Du Dir per ÜBW einen Schutzhelm aufsetzen oder per Barauszahlung am Seil reißen.

Deine Entscheidung.

Ein Verein hat sich genauso an eine ordentliche Buchführung zu halten wie jedes Großunternehmen.

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Hat Krankengeld Auswirkungen auf die Abfindung?

Hallo zusammen,

wir haben einen Sozialplan aus dem hervorgeht, dass die Abfindung entsprechend der durchschnittlich monatlichen Vergütung der letzten 12 Monate berechnet wird.

Was ist wenn ein Mitarbeiter von einer Langzeiterkrankung betroffen ist und daher zum Zeitpunkt der Abfindungsberechnung bereits seit Monaten keine Entgeltfortzahlung erhält. Würde dieser Mitarbeiter dann weniger Abfindung erhalten als ein Kollege der kein Krankengeld bezogen hat?

Auszug aus dem Sozialplan:

Die Brutto-Grundabfindung berechnet sich nach folgender Formel

0,5 * Betriebszugehörigkeit * monatliches Brutto-Einkommen.

Maßgeblich für die Berechnung der Betriebszugehörigkeit sind grundsätzlich die Zeiten des Bestehens des Arbeitsverhältnisses (gemäß des technisch errechneten Eintrittsdatums, berechnet bis zum jeweiligen rechtlichen Ende des Arbeitsverhältnisses). Die Berechnung erfolgt monatsgenau.

Als monatliches Brutto-Einkommen im Sinne dieser Vereinbarung gilt die zum jeweiligen Stichtag vom Arbeitnehmer bezogene Vergütung (als durchschnittliche monatliche Vergütung, berechnet auf der Grundlage der letzten zwölf vollen Kalendermonate vor dem jewei­ligen rechtlichen Ende des Arbeitsverhältnisses).

Bei dieser Ermittlung sind zu berücksichtigen: Variable Vergütungen gleich welcher Art, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Zuschläge für Sonn-, Feiertags-, Nacht- und Mehrarbeit, Leistungs- und Erschwerniszulagen, dividendenabhängige Sonderzahlung, vermögens­ wirksame Leistungen, Firmenwagenzuschüsse oder geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen, sowie etwaig sonstige Sonderzahlungen oder Gratifikationen. Unberück­ sichtigt bleiben Fahrtkostenzuschüsse, sonstige Zulagen und Zuschüsse, Reisekosten, sonstige Auslagenerstattungen.

Befindet sich der Arbeitnehmer zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Elternzeit, sind die vorstehenden Regelungen mit der Maßgabe anzuwenden, dass auf den letzten Monat vor dem Beginn der Elternzeit abgestellt wird.

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Speisenkalkulation bei Vereinen

Hallo. Ich habe mich schon viel im Netz belesen, habe aber nicht wirklich genau das gefunden, was ich suche. Es geht um folgendes: Wir als Verein bieten in unserem Dorf über das ganze Jahr verteilt unterschiedliche Veranstaltungen an (Spieleabend, Oster- oder Weihnachtsbasteln, Bildervorträge, ...). Dazu bieten wir auch immer Speisen und Getränke an. Mal sind es Bockwurst, mal Soljanka oder mal belegte Brötchen (mit Ei, Salami, Käse) oder Fettschnitten. Im Netz gibt es ja die unterschiedlichsten Theorien zum Kalkulieren der Preise dafür. Jedes Mal steht auch etwas mit Personalkosten dabei. Wir machen das im Verein aber ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung. Wir haben halt nur die üblichen "Verbraucher" wie die Abbezahlung des Vereinsheims, Gas, Wasser, Strom und so. Wie kalkuliert man da die Speisen? Als Beispiel: eine Bockwurst (3er Pack 1,49€) mit Semmel (0,13€) (bestrichen mit Butter) kostet 1,30€. Ist der Preis ok oder nicht? Ein Bier (0,5 l) kostet 1,50!? Auch ok. Ich würde gern wissen, wie man die Preiskalkulation der Speisen bei Vereinen macht, wo die Lohnkosten bekanntlich entfallen.

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Nun meine Frage: Darf er das bei einem befristeten Untermietverhältnis im Nachhinein fordern? Kann ich die Zahlung einfach verweigern?

Das steht im Untermietvertrag: "Das Mietverhältnis beginnt am XXX und wird befristet bis XXX geschlossen.

Der monatlich im Voraus für den jeweiligen Monat zu zahlende Mietzins beträgt XXX Euro. Alle vom Hauptzeiten zu zahlenden Nebenkosten sind darin enthalten. Der Mietzins ist jeweils zum 3. Werktag eines Monats zu zahlen. Die Zahlung erfolgt durch Überweisung auf das Konto XXX [...]. Der Untermieter leistet eine Kaution von XXX Euro.

Sonstige Bestimmungen: Außerdem wird vereinbart, dass alle im Hauptmietvertrag aufgeführten Vereinbarungen für den Untermieter gelten."

Falls jemand eine Antwort hat, vielleicht gerne mit Referenz zum entsprechenden Paragraphen.

Danke vielmals! Viele Grüße

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Allgemein gefragt: Was ist die günstigste Bestattungsart?

Die Frage stelle ich aus allgemeinem Interesse. Ich hoffe ja, ich lebe noch sehr lange :-P

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Dazu gehört auch, dass für die Beerdigung nicht viel draufgeht.

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Sind Baumbestattungen das Günstigste?

Wieviel kostet das alles dann ca?

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Wo muss man das alles festhalten, dass dies so in meinem Sinne befolgt wird?

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Die eingesparten Grabunterhaltungskosten sollen sie auch an Verein XY spenden.

Geht das alles so?

Es ist nie früh genug, sich mit der Materie auseinanderzusetzen.

Grüße

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Verein gründen - Nachteile?

Hallo

Es geht um folgendes: ich bin in einer losen Gruppe von Mittelalter/Napoleonik Darstellern. Wir hatte letzte Woche zum ersten mal eine eigene Veranstaltung um das Thema Napoleonik auf die Beine gestellt und haben einen Namen unter dem wir in der Presse genannt werden. Da in unserer Gruppe Leute sind die gerne auch Salutschüsse abgeben bzw Standböller und Kanonen bedienen, war meine Idee das wir doch einen Verein gründen sollten um mehr Leuten die Möglichkeit zu bieten sowas auszuüben und vorallem auch um selbst professioneller rüberzukommen. Das ganze sollte dann ähnlich einem typisch bayrischen Böllerverein gleich kommen, wo man sich halt alle paar Wochen mal trifft um dem Hobby nachzugehen, bzw man das ein- zweimal im Jahr als eine öffentliche Veranstaltung macht.

Jetzt habe ich den Vorschlag meinem Freund unterbreitet der der Initiator des Napoleoniktreffens ist. Meine Argumente dafür waren, das man aus Vereinsbeiträgen doch solche Sachen wie Essen/Trinken/ sonstige Anschaffungen finanzieren kann wenn man eine öffentliche Veranstaltung macht und wir unser Bedürfnis für Schwarzpulver über unsren Verein rechtfertigen könnten. Bisher bezahlt er nämlich alles entweder aus eigener Tasche oder aus Spenden/Aufwandsentschädigungen die wir für unsre Auftritte als Mittelaltergruppe kriegen. Und das deckt meißtens gerade so das was wir verbraucht haben an Essen ab, sodass wir am Ende vom Jahr bei plus/minus Null rauskommen. Ich glaube das ihm einfach der Verwaltungsaufwand zu groß ist, da er direkt mit Kassenführung/Steuererklärung abgewimmelt hat und auf zwei Freunde verwiesen hat, die das ja auch nicht machen. Außerdem war ein Punkt seiner Argumentation, das er ja in verschiedenen Vereinen gewesen war und keine Vorteile erkennen konnte, sowie das man Geld was man zuviel erwirtschaftet hat oder bei einer Auflösung des Vereins an irgendeine karitative Institution spenden sollte und was überhaupt unser gemeinnütziger Zweck wäre.

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