Vegan nach Amerika?

13 Antworten

  • In meinen Augen ist vegane Ernährung schon sehr krass und für jede Gastfamilie eine Zumutung. Veganismus ist keine Ernährungsform, sondern primär eine Ideologie -- es ist einfach zu extrem und verblendet, finde ich. Wer keinen Honig isst, Kuchen gebacken mit Eiern verweigert, Medikamente mit Gelatinehülle nicht nehmen kann oder statt gesunder Lederschuhe nur Plastiktreter trägt, dann ist das ernährungsphysiologisch nicht vertretbar, sondern reine Ideologie.
  • Vegetarismus dagegen ist eine Ernährungsform, die durchaus vertretbar ist und gewiss wird es kein Problem sein, eine Gastfamilie zu finden, die vegetarische Ernährung unterstützt und ermöglicht. Wenn Du dann auch noch bereit ist, als Ovo-Lacto-Vegetarier schon Milchprodukte und verarbeitete Eier wie in Kuchen essen würdest, dann ist das gar kein Problem. Es ist sogar deutlich gesünder, sich vegetarisch als vegan zu ernähren. Ausgewogen ist immer besser als zu wählerisch.
  • Man sollte auch bedenken, dass man dort ja keine Probleme machen will oder nach Sekunden schon als "schwierig" oder "seltsam" gelten möchte, sondern die Kultur dort richtig kennenlernen möchte, und dazu gehört es, akzeptiert zu werden und vieles mitzumachen.
  • Auch nach Deiner Rückkehr wäre eine moderate vegetarische Ernährung sicherlich am besten für dich und Dein soziales Umfeld.

Krass und extrem ist viel mehr die heutige Erzeugung von Tierprodukten/Fleisch. Im Nationalsozialismus war es krass und extrem sich gegen die verbreitete Ideologe zu stellen. Sich der Masse anzupassen heisst bei weitem nicht, dass man das Richtige tut ;)

Das man sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren sollte, ist bei jeder Ernährungsform selbstverständlich.

In Amerika steigt zur Zeit die Zahl der Veganer rasant. ebenso wie hierzulande.

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Wenn ich ehrlich bin, habe ich mein leben lang noch nie lederschuhe getragen, aus Kuunststoff und NICHT aus lastik sind sowieso die meisten Schue O.o U nd selbst meine Verwandten, sie Fleisch regelrecht verschlingen haben es ohne Lederschuh überlebt..

Und zu deinem restlichen Text: Bitte informiere dich über ein Thema, bevor du etwas schreibst.

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Auch nach Deiner Rückkehr wäre eine moderate vegetarische Ernährung sicherlich am besten für dich und Dein soziales Umfeld.

Ja, das soziale Umfeld wird ihr sehr dankbar sein...

Ernsthaft, man ernährt sich doch nicht so, um andere zu ärgern.

Außerdem muss man ja nicht alles mitmachen, was Freunde/ Familienangehörige tun, z.B. von der Brücke springen... ;)

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Hallo ChilliLilly,

Dir muss bewusst sein, dass es umso schwerer wird eine Gastfamilie zu finden umso mehr Einschränkungen du in deiner Bewerbung angiebst. Falls du schreibst, dass du Veganer bist kann es durchaus sein, dass keine Gastfamilie gefunden wird. In diesem Fall wäre es natürlich schade um das Jahr und du hättest eine tolle Chance verschenkt. Zumal du ja sogar eines der recht begehrten Teilstipendien bekommen hast.

Letztendlich kann dir die Entscheidung aber niemand abnehmen. Du musst wissen ob du diesen Kompromiss eingehen kannst. Sei dir aber bewusst, dass das gesamte leben in einer Gastfamilie die Bereitschaft Kompromisse einzugehen voraus setzt. Wenn es für dich also möglich ist zumindest "nur" vegetarisch zu leben oder Fleisch zu essen, dann rate ich dir in deiner Bewerbung davon Abstand zu nehmen es überhaupt zu erwähnen.

Ich weiß natürlich nicht wie es bei deiner Austauschorganisation aussieht. Bei vielen erhält man bei der Angabe von Allergien Vegan/ Vegetarier, chronischen Krankheiten etc. aber nur eine eingeschränkte Aufnahme ins Programm weil man schwerer vermittelbar ist. Es gibt einfach weniger Gastfamilien als Austauschschüler jedes Jahr und es ist selbstverständlich, dass man sich als Gastfamilie einen "unkomplizierten" Gast ins Haus holen möchte. Natürlich kannst du glück haben und es gibt eine vegane Gastfamilie für dich. Aber für alle Familinie, die nicht selber so leben wird deine Bewerbung dadurch erstmal abschreckend sein. Dem solltest du dir bewusst sein.

Anyway... viel Spass bei Austausch!

Gib deine Einstellung direkt bekannt...es kann gut sein, daß du keine gute Gastfamilie findest. Als normaler Vegetarier ist es schon schwierig genug, als Kampfveganer machst du dir mehr Probleme.

Dass es für Vegetarier schwierig wäre eine Gastfamilie in den USA zu bekommen kann ich nicht bestätigen.

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als Kampfveganer

Wo stand denn etwas von einem Kampf?

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