Unterschied zwischen predigen und lehren?

4 Antworten

Ja, irgendwie hängt das sicherlich beides zusammen. Aber es gibt auch reine Lehrpredigten, die eben theologisch ausgefeilt den reinen Text der Bibel schrittweise auslegen (manchmal Vers für Vers) und die biblischen Hintergründe miteinfließen lässt (Kontext). Bei einer "normalen" Predigt wird eben der lehrmäßige Aspekt nicht zwangsläufig in den Vordergrund gestellt, sondern auf das praktische Leben übertragen und ausgelegt und mit Beispielen und Erlebnissen verständlich gemacht. In beiden Fällen ist es aber der Heilige Geist der den Gläubigen in die Seele hinein spricht. Sicherlich kann eine Lehrpredigt nicht nur den Verstand bereichern, ebenso wie eine Predigt einen auch kopfmäßig begeistern kann.

Ist Dir noch nicht aufgefallen, dass sich Predigten endlos wiederhohlen? Nach ein paar Jahren kennt man doch die immergleichen Bibelverse längst auswendig samt ihren wechselnden gedanklichen Verknüpfungen mit dem aktuellen Zeitgeist und den aktuellen Sorgen und Hoffnungen der Zuhörer. Predigten taugen zur seelischen Erbauung. Lehre vermittelt neues Wissen. Da sind mehr Dialoge und Diskussionen angesagt als feierliche Monologe und Pathos.

Kurz gesagt:

Eine Predigt hat meist die Form eines Vortrages, der in der Regel vor einer Zuhörerschaft gehalten wird und sich auf die christliche Glaubenlehre stützt.

Das Lehren (anhand der hlg.Schrift) geht noch einen Schritt weiter. Es veranlaßt den Zuhörer durch logische Argumentation, oder anhand von Beispielen aus dem täglichen Leben, den Hintergrund bzw. tieferen Sinn biblischer Gebote und Begebenheiten besser zu verstehen. Aus diesem Verständnis heraus, soll der Lehrstoff nicht nur verinnerlicht und gefestigt werden, sondern auch zum umsetzen des Gelernten anspornen.

Das beste Beispiel, wie überragendes Predigen und Lehren aussehen kann, bei dem Kopf & Herz perfekt zusammenwirken, lieferte wohl Jesus Christus - der nicht umsonst als "Der größte Lehrer der je lebte" bezeichnet wird!

http://www.youtube.com/watch?v=vg-P03uB6kc

EINE GUTE ANTWORT UND EINE GUTE BILDSERIE. 5 Als er die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg; und nachdem er sich gesetzt hatte, kamen seine Jünger zu ihm; 2 und er öffnete seinen Mund und begann sie zu lehren, indem er sprach: 3 „Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewußt sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört. 4 Glücklich sind die Trauernden, da sie getröstet werden. 5 Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden. 6 Glücklich sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, da sie gesättigt werden. 7 Glücklich sind die Barmherzigen, da ihnen Barmherzigkeit erwiesen wird. 8 Glücklich sind die, die reinen Herzens sind, da sie Gott sehen werden. 9 Glücklich sind die Friedsamen, da sie ‚Söhne Gottes‘ genannt werden. 10 Glücklich sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt worden sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört. 11 Glücklich seid ihr, wenn man euch schmäht und euch verfolgt und lügnerisch allerlei Böses gegen euch redet um meinetwillen. 12 Freut euch, und springt vor Freude, da euer Lohn groß ist in den Himmeln; denn ebenso verfolgte man vor euch die Propheten. 13 Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wie wird seine Salzkraft wiederhergestellt werden? Es taugt zu nichts weiter, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden. 14 Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt kann nicht verborgen sein, wenn sie auf einem Berg liegt.

Quelle NWÜ Mat: 5:1-14

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