Unterschied zwischen Mikrowelle und Induktionsherd

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Hallo Azizamasrya

Im Mikrowellengerät werden Mikrowellen an die Speisen gebracht. Die Mikrowellen regen die Wassermoleküle zum Schwingen an und dadurch werden die Speisen erwärmt. Je feuchter eine Speise ist umso schneller geht die Erwärmung vor sich. Wenn Mikrowellen auf den menschlichen Körper treffen dann wird das Gewebe durch die Wärme zerstört, darum sind die Mikrowellengeräte so abgesichert dass die Mikrowellen nicht nach außen dringen können. Speisen die mit der Mikrowelle erwärmt werden sind für den Körper ungefährlich.

Ein Induktionsherd hat Kochfelder wo die Wärme des Kochfeldes nicht durch die Glasplatte und den Topfboden an die Speisen gebracht wird, sondern durch Magnetismus wird der Topfboden erwärmt. Das funktioniert aber nur mit Geschirr das einen magnetisierbaren Boden hat. Steht kein Geschirr auf dem eingeschaltetem Kochfeld dann entsteht auch keine Wärme.

Gruß HobbyTfz

Das mit der Krebserzeugung ist esoterischer Nonsens. Das wäre vielleicht theoretisch möglich bei einem schadhaften Gerät. Ein derartiger Schaden ist aber noch nicht bekannt geworden. Schadhafte Elektro- und Gasgerätegeräte können auch lebensgefährlich sein.

Der Mikrowellenherd arbeitet mit elektromagnetischen Wellen im Dezimeterbereich, die Wellen sind also ungefähr 10 cm lang, etwas länger als Radarwellen und etwas kürzer als die UHF-Wellen bei der Fernseh-Übertragung. Damit werden wasserhaltige Speisen direkt erwärmt in einem geschlossenen Ofen, der keine schädliche Strahlung nach außen dringen lässt. Beim Öffnen der Tür schaltet das Gerät deshalb ab.

Beim Induktionsherd wird ein gusseiserner Topf einem magnetischen Wechselfeld ausgesetzt. Hier entsteht ein elektrischer Wirbelstrom, der das Eisen des Topfes erhitzt. Ein Schutzgehäuse ist hier nicht erforderlich.

Der Unterschied liegt in der Anregung und Frequenz. Der Induktionsherd ist im Prinzip ein Transformator, wobei als Sekundarspule ein Eisenboden im Topf (meist in Sandwichbauweise) dient. Die Frequenz ist hier 50 Hz wie wir es im Stromnetz haben.

Die Mikrowelle wird durch eine Hochfrequenzspule erzeugt, die Wellen dann von Wassermolekülen absorbiert und damit dort Wärme erzeugt. Die Mikrowelle wird auch als Therapie in der Medizin angewendet, wenn man tiefere Regionen gezielt erwärmen möchte

Ein Induktionsherd ist mit einem Asynchronmotor verwandt. Hier wird ein Magnetfeld im stehenden Teil des Motors erzeugt das ein Gegenmagnetfeld im sich drehenden Teil erzeugt. Die Felder stoßen sich ab und es kommt zu einer Drehbewegung. Der Trick ist, dass das sich im Takt vom Wechselstrom ändernde Magnetfeld im Rotor (der sich drehende Teil) einen Strom induziert, dieser Strom wiederum erzeugt ein Gegenmagnetfeld.

Im Induktionsherd passiert genau das gleiche! Der "Trick" ist, dass der Topf der die gleiche "Aufgabe" hat wie der Rotor ist ein extrem schlechter Rotor. Der nimmt zwar brav die Energie des Wechselfeldes auf, kann aber kein nennenswertes Gegenmagnetfeld erzeugen das eine Drehbewegung (oder Bewegung im allgemeinen) erzeugen kann. Es entsteht ein Elektromotor (mit Topf als Rotor) der zu schwach ist sich zu drehen aber viel Leistung aufnimmt. Und der Topf verhält sich dann wie jeder Asynchronmotor der Strom kriegt, aber zu stark belastet ist um sich drehen zu können, der wird einfach heiß. Ein Motor brennt bei so was nach einer Weile durch, im Induktionsherd ist diese Hitzeentwicklung aber gewollt, der Topf erhitzt das Essen. Ist nichts im Topf (kein Essen) was den kühlen würde, dann würde der Topf wie ein Motor durchbrennen. Das wird aber vom Herd erkannt und der schaltet ab oder nimmt die Leistung stark zurück.


Eine Mikrowelle arbeitet ganz anders. Hier hat man einen sehr starken Radiosender der seine Leistung in einen Kasten (Den Garraum) "pumpt" wo die nicht mehr raus kann und sich konzentriert. Dadurch entsteht ein sehr starkes Elektromagnetisches Feld.

Wassermoleküle sind Dipole. Kan kann sich das vorstellen wie winzige extrem schwache Magnete. Ist das Feld stark genug, richten die sich mit einer gewissen Kraft nach dem Feld aus. Da das Feld eine hohe Frequenz hat, werden die Wassermoleküle hin und hergewackelt, also in eine schwingung, also eine Bewegung versetzt. Wärme ist nichts anderes als eine Bewegung von Materie! Ob jetzt das Wasser durch einwirkung einer Hitzquelle wie im Ofen oder durch Radiowellen zu einer Bewegung angeregt wird ist physikalisch gesehen exakt das gleiche. Wärme ist eben einfach Wärme!

Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied! Die Mikrowelle verteilt ihre Energie gleichmäßig über das Essen, regt die Moleküle recht sanft und gleichmäßig zum schwingen an. Ein Ofen "Ballert" primär auf die Oberfläche des Essens und zerreißt dabei Moleküle, verändert damit die Molekularstruktur. Dadurrch entsteht an der Oberfläche eine Kruste aus Molekular verändertem Essen. Einige Verbindungen die dadurch entstehen sind mehr oder weniger Krebserregend, aber wohlschmeckend. Proteine und Vitamine gehen kaputt und werden verändert. Man redet hier von "Brataromen". Das kann die Mikrowelle nicht, die macht nur warm, "brät" aber so gut wie gar nicht. Daher fehlen die Brataromen (und Krebserregenden Stoffe) und das Essen schmeckt nicht besser, wird nur warm.

Eine Mikrowelle ist also die schonenste, am wenigsten Krebserregende Stoffe verursachende Methode Essen warm zu machen. Aber genau das ist das Gegenteil von Braten was den Geschmack (und schädliche Stoffe) verursacht.

Eine Mikrowelle erzeugt keinen Krebs. Ich wüßte nicht dass es dafür irgendwo wissenschaftliche Belege gibt..

Ein Induktionsherd funktioniert ganz anders. Das ist ein ganz normales Kochfeld, wo man Töpfe drauf stellt. Eine Mikorwelle ist ein Gerät, wo man etwas reinstellt und es verschliesst.

Induktion bedeutet, dass nur das Metall der Töpfe aufgeheizt wird und er der Topfinhalt so erwärmt wird. Das Kochgeschirr muss als "induktions-geeignet" ausgewiesen sein. Das funktionert nicht mit allen Materialien.

In einer Mikrowelle werden bestimmte Moleküle "angeregt" sich zu erwärmen.

PatrickLassan 01.09.2013, 12:01

Es gibt anscheinend nicht einmal einen Beweis dafür, dass Mikrowellen die Nährstoffe in den Lebensmitteln nennenswert verändern.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrowellenherd#Auswirkung_auf_N.C3.A4hrstoffe

3
Commodore64 01.09.2013, 13:17
@PatrickLassan

Es gibt anscheinend nicht einmal einen Beweis dafür, dass Mikrowellen die Nährstoffe in den Lebensmitteln nennenswert verändern.

Richtig, deswegen kann die Mikrowelle nicht "Braten", denn beim Braten werden Molekülverbindungen extrem verändert wodurch Brataromen die teilweise Krebserregend sind entstehen. Daher ist das Mikrowellenessen auch so "langweilig".

1

Es sind zwar beides elektromagnetische Wellen, das ist aber auch die einzige Gemeinsamkeit.

Dass Mikrowellen (bei ca. 2,4 GHz) Essen erwärmen, war eine Zufallsentdeckung. Warum das genau so ist, ist bis heute unklar. In der Mikrowelle wird das Essen direkt aufgewärmt.

Bei Induktion überträgt man die Energie einfach über EM Felder auf den Kochtopf, wo diese dann in Wärme umgewandelt wird. Es wird also nicht die Herdplatte erhitzt, sondern direkt der Topf.

Eine Mikrowelle benutzt tatsächlich Mikrowellen, also eine bestimmte Wellenlänge um dein Essen zu erwärmen. Ein Induktionsherd erzeugt ein Elektromagnetisches Feld und erwärmt so den Topf/Pfanne/etc. in dem sich dein Essen befindet, und nicht das Essen direkt.

Die Mikrowelle erhitzt mittels Mikrowellen die Wassermoleküle im Essen.

Der Induktionsherd erhitzt mittels magnetischer Induktion den Eisenkern in den erforderlichen Topfen.

Was möchtest Du wissen?