Unterschied zwischen Ingenieursmathematik und Mathematische Grundlagen 1 und 2?

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2 Antworten

Ingenieurmathematik ist spezifizierter. Dies bedeutet das von Anfang an bestimmte Bereiche stärker vermittelt werden und andere Gebiete nicht vermittelt. Dies hat den Hintergrund dass ein Ingenieur die Mathematik als Werkzeug nutzt und nicht wie ein Naturwissenschaftler Mathematik benötigt um etwas zu beschreiben.

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Unterschied 1: Beweise.

Ingenieure beweis i. d. R. nichts, ihnen werden auch nur anschaulich Beweise vermittelt, damit sie mathematisches Zeug sich halbwegs vorstellen können, ohne „das Interesse“ oder „sich in die Details“ zu verlieren.

Mathematiker sollen aber schon beweisen können, werden so ausgebildet vom Tag 1 und ihnen werden Beweise präsentiert oder man muss selber die Beweise finden und sie herleiten und nachvollziehen können.

Unterschied 2: Ausführlichkeit.

Mathematiker müssen sehr genau und ausführlich argumentieren und rechnen. Von Ingenieuren hingegen wird weniger verlangt: für sie gilt das „Ach, das passt schon“-Prinzip sehr oft. (Natürlich dürfen die nicht Unsinn schreiben, aber so 100%+volle Allgemeinheit+Herleitung, etc. wird gar nicht erwartet.)

Unterschied 3: Themen.

Das Zeug, das Ingenieure lernen ist beschränkt auf ein paar fokussierte Themen. Mathematiker hingegen wählen eine vollere Breite. Das hat zur Folge, dass auch bei der Grundlage Unterschiede zu erkennen sind: bei Ingenieurmathematikkursen werden der Pragmatik halber manche Dinge gestrichen oder kürzer/oberflächlicher behandelt.

(Es gibt mehr Unterschieden.)

Unterschied 4: Hochschultypen.

Was der Unterschied zw. Mathematik an der FH und Mathematik and der Universität ist, dazu kann ich leider nicht viel sagen.

Meinung:

  1. Es schadet nicht, Mathematik in ihrer normalen Form zu lernen. Es wird nur mehr Mühe von einem abverlangen, aber am Ende steht man besser da und man wird mehr fähig sein, künftige Probleme im Studium mit mehr Leichtigkeit zu bewältigen, da man daran gewöhnt ist, noch allgemeiner zu denken, etc.
  2. Wie gesagt aber, weiß ich nicht was der Hochschultyp für eine Rolle hier spielt. Es kann sein, dass du durchaus recht hast wegen der Vereinfachungen. Noch wahrscheinlicher: die FH nennt es zwar Mathematische Grundlage, weiß aber dass viele Ingenieure dabei sind und versucht, das Material für Ingenieure zu gestalten.
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