Unser Hund bellt wie verrückt, was kann ich tun?

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Es wird eine Mischung aus Beschützenwollen und Langeweile sein. Sehr schwer, ihm das abzugewöhnen. Vor allem bitte nicht durch Antibell-Halsbänder, egal, welcher Art auch immer - würde ich meinem Hund nie antun (und der bellt übrigens - seufz - ähnlich oft wie Deiner). Eine für den Hund schlechte Lösung wäre sicherlich auch das Einsperren. Ihn derart auszupowern, daß er "nicht mehr kann", wäre natürlich eine gute Möglichkeit, aber ob er dann das Bellen unterlässt? Ich zweifle. Für meine Begriffe gibt's nur eine Möglichkeit: Daß sich die anderen 5 Mitbewohner entsprechend um den Hund kümmern, aber ganz ausschließen können wird man das Bellen vermutlich trotzdem nicht. Aber mal nur so eine Idee: Es gibt doch Ohrenstöpsel (von Oropax bis Kunststoff-Stöpseln) bzw. so 'ne Art Kopfhörer auch für Leute, die mit lauteren Dingen als Schnarchen konfrontiert werden. Lästig vielleicht, aber möglicherweise könnte man damit die Lautstärke, die bei einem ankommt, zumindest soweit drosseln, daß man nicht aufwacht?? Ich finde es toll, daß hier nicht gleich vom Hundabschieben die Rede ist, sondern nach Möglichkeiten gesucht wird. Viel Glück!

Danke, das ist mal eine hilfreiche Antwort. Kann sein das mein Hund sich hin und wieder langweilt. Das lässt sich leider nicht vermeiden, er kann eben nicht den ganzen Tag über beschäftigt werden. Ich glaube aber nicht das er deswegen bellt, er bellt auch wenn ich mit ihm Fußball spiele und es fährt z.B. ein Auto vorbei. Ich werde mir deswegen mal Rat von einem Hundeprofi oder einer Hundeschule holen.

Ein Antibell-Halsband würde auch für mich nicht in frage kommen und weggeben würde ich meinen Hund schon gar nicht, dafür hab ich ihn viel zu gern!

Ich hab mir jetzt Ohrenstöpsel besorgt, bin schon gespannt wie ich morgen damit schlafen werd ;)

Danke für die Antwort :)

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@Georg91

Nochmal reingeschaut, weil's mich (nach 10 Jahren Gebell) immer noch interessiert :-) Hundeschule fand mein Hund ganz nett und unterhaltsam, aber sie ging spurlos an ihm vorbei. Der Hundeprofi hätte zwar gleich ein umfangreiches Programm angeboten, aber auch eine ebenso umfangreiche Rechnung. Jetzt drücke ich aber einfach mal ganz fest die Däumchen!

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Die Frage ist eigentlich, warum der Hund bellt. Auch, wenn ihr sieben Leute zuhause seid, so vermute ich doch eher, dass der Hund der Teil ist, der nach seinem Bedürfnis euch Menschen beschäftigt. Ein Zeichen dafür ist auch das Hinterherlaufen. Er hat das Gefühl, dass er sich um euch kümmern muss und alles im Blick haben und überwachen muss, weil er es euch nicht zutraut. Was er braucht, sind feste Regeln, Aufgaben, die von euch kommen müssen und Ruhezeiten, an denen er auf einen festen Platz gelegt wird und dort bleibt - und die Tür bleibt dann auch zu! Am Nachmittag darf er dann auch nach draußen. Es ist wichtig, dass ihr ihm Aufgaben stellt und ihn auslastet, der Ratschlag mit dem langen Spaziergang vor dem Schlafen ist prima - und dass die Signale von euch kommen und nicht von ihm. Vermutlich ist er bei euch der Chef des Hauses.

Ihr schlaft am Tage, wenn der Hund eigentlich beschäftigt sein möchte. Er sucht sich seine Aufgabe selber, indem er euch beschützen will, wenn ihr schlaft. Das ist sein natürlicher Instinkt, der verstärkt wird durch seine Langeweile, da er nicht gefordert wird. Wenn ihr tagsüber schlaft und nachts arbeitet, müsst ihr auch für den Hund einen anderen Rhythmus finden. Er ist ein Rudeltier und möchte seinen Menschen auch gefallen. Redet mal mit einem Hundetrainer, welche Möglichkeiten es für euch gibt.

Es geht großteils um den Vormittag, da ist der Hund mit meiner Mutter und meinem Opa alleine, da läuft er ihnen die meiste Zeit nach und bleibt bei ihnen. Am Nachmittag kommt der Rest der Familie heim und ich steh auch meist zu Mittag auf, dann ist der Hund auch ausgelastet für den restlichen Tag.

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Ein Powerhund!!! Beneidenswert. Meine (seit 1/4a aus dem Tierheim-)Lady muss das ersteinmal lernen, wenigstens bellt sie schon. Wichtig ist, Du bist immer(!!!) der Alpharüde, auch bei der Wachsamkeit und beim Lautgeben. Hier fängt Dein Trainig an. Mit Konsequenz und Härte (eher gegenüber Deiner Nachsicht als handgreiflich zum Hund)übermittelst Du, dass er das Recht auf das Melden nicht hat. Deine 1.Aufgabe ist: feststellen, was motiviert ihn zum Bellen (Rollendes, Lautes, schwarzes, Kinder...) 2.Aufgabe: wie reagiert er vor dem Zaun auf die verbellten Vorgänge (verbellendes Umkreisen,freudiges Umspringen, angiften...)

3.Aufgabe: trainieren mit den Vorgängen als Alltäglichkeit und Akzeptanz während der Hunderunde oder auch auf dem Hundeplatz mit anderen Hundefreunden und Erfahrenen (ist billiger, Du hast Objekte und es macht mehr Spaß für Hund und Mensch)

Tip: finde ein Wort für alles, was er nie machen soll; wir sagen(!) dazu deutlich und langsam:"Nein", immer in der gleichen Tonlage und Lautstärke. Kira unterlässt das Verbellen inzwischen sofort nach dem einmaligen Ausspruch. Der Hund verbindet die Situation, sein Bedürfnis und Deine Forderung dann dauerhaft mit "Nein" und unterlässt weitgehend das Verbellen. Bsp: Unsere alte (Hunde-)Dame hatte nur noch verbellt, wenn wir (ich) mit im Garten waren, sie hat jedoch nach ein bis zwei Sequenzen unseren Blickkontakt gesucht ("Aufgabe oK?")(sie starb im November an einer perforierte Trikospidal-Herzklappe und damit immer wieder Wasser im Bäuchlein- geholfen).

So schaffst Du es, in 3-4 Wochen wirklich Ruhe zu haben, Du musst aber 3d/W 1-2h investieren in Aktivtraining. Dein Hund hat einfach Spaß an Kontakt und macht das so, wie er es gelernt hat ("hei du, hei, spiel mit mir, jetzt" wenn dabei die Vorderpfoten lang auf dem Boden sind). Bei meinem Bobtail (15a alt geworden und 2002 geholfen einzuschlafen) war es auch reine FFür ihn war das vor dem Zaun ein "Film gucken". Da kommen auch Emotionen aus dem Kerlchen (naja, 25kg Kerl).

Ich hab Dir mal eine Kurzabfassung meiner Erfahrung mitgeteilt. Gern kannst Du (kostenlos) detaillierter erfahren. Achja, und wichtig ist: geht am Besten zeitnah vor dem Zu-Bett-Gehen mit ihm eine Hunderunde mit Übungen. Ihr schlaft besser durch frische Luft und er ist in der Einschlafphase ruhig.

Und er meint offensichtlich, dass er einen Job hat: Euch zu bewachen, wenn ihr schlaft und zusätzlich auf das Haus aufzupassen. Ein Hundetrainer könnte helfen.

Das macht er auch ganz gut, aber er bellt wegen ganz alltäglichen Situationen. z.B. Unsere Nachbarin kommt jeden Morgen bei uns vorbei und jeden morgen bellt er sie an, das ist doch nicht normal!?

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@Georg91

Doch, für den Hund ist es normal. Es ist sein Grundstück. Und egal wer sich ihm nähert oder vorbeiläuft, er wird verbellt.

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