Trauer verdrängen?

8 Antworten

Unmöglich zu beantworten. Jeder Mensch geht mit Trauer anders um und muss auch seinen persönlichen Weg finden.

Das große Problem ist nur, dass verdrängte Dinge, die unsere Psyche belasten, die Neigung haben, wieder an die Oberfläche zu kommen. Das ist dann oft sehr unschön.

Sie können in Form von psychosomatischen oder psychischen Erkrankungen hervorbrechen, wenn man es am wenigsten vermutet.

Von daher ist es für die meisten Menschen besser, die Trauer zuzulassen und auch auszuhalten. Man verarbeitet es und irgendwann kommt man dann auch damit klar.

Manchen helfen Trauergruppen oder auch Trauerseminare, manchen genügt es, mit Freunden und Familie zu sprechen. Wie gesagt, das muss jeder für sich selbst herausfinden.

Hallo user554433,

weißt Du, jeder trauert auf seine Weise und muss einen Weg finden, wie er mit der Situation am besten umgehen kann. Vielleicht darf ich Dir kurz schildern, was mir geholfen hat, mit dem Tod meiner Frau (sie starb vor einem halben Jahr an Krebs) besser fertig zu werden.

Ich finde es z.B. immer sehr hilfreich, wenn ich mit jemandem über meine Gefühle sprechen kann, der Ähnliches erlebt hat und sich am besten in meine Lage hineinversetzen kann. Für den Trauernden ist es nämlich schon eine große Erleichterung, jemanden zu haben, der verständnisvoll zuhört.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann ist, wie ich finde, zu weinen. Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Hinterher fühlt man sich immer ein wenig erleichtert. Ich glaube, es ist gar nicht gut, wenn man irgendwie versucht, vor anderen seine Gefühle zu verbergen und stark sein zu wollen. Seinen Tränen freien Lauf zu lassen, hilft am besten bei der Trauer.

Am meisten aber hilft mir die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: "Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden... zu einer Auferstehung" (Johannes 5:21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig?

Diese wundervollen Aussichten, die uns die Bibel gibt, haben schon Millionen Trauernden geholfen, besser über den Verlust eines lieben Menschen hinwegzukommen. Ja, die Hoffnung auf die Auferstehung kann den großen Schmerz, den man dann empfindet, enorm lindern!

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft bei der Bewältigung Deiner Trauer!

LG Philipp

Der Trennungsschmerz ist kein Qualitätsmerkmal für die Trauer. Man soll versuchen, ihn möglichst zügig zu überwinden. Das bedeutet aber nicht, dass man den Toten deshalb vergessen soll. Man muss versuchen, ohne den Schmerz zu trauern. Das geht. Meine Mutter ist 1985 gestorben und ich trauer ihr immer noch nach, denke oft an sie. Aber ich habe mich daran gewöhnt, dass sie nicht mehr da ist und dass ich sie nicht mehr besuchen kann. Man muss dem Toten einen Platz im Gedächtnis einräumen, ohne leiden zu müssen. Mein Vater ist im Krieg umgekommen, er ist 34 geworden. Ich war 4 Jahre alt, als ich ihn zum letzten Mal gesehen habe. Ich habe von beiden Bilder auf meinem Smartphon.

Trauer nach dieser langen Zeit normal?

Ich habe ein Problem und die Sache ist ziemlich kompliziert, also könnte diese Frage vielleicht etwas länger werden. Zur Info ich bin weiblich 14 Jahre alt und katholisch.

Erstmal zu meiner Situation. In meiner großfamilie ist die Krankheit Krebs sehr verbreitet. Es gibt vier nähere Verwandten von mir, die alle Darmkrebs hatten. Als ich klein war (5 Jahre) hat als erster Fall mein Opa die Diagnose Krebs bekommen. Es wurde zu spät entdeckt, sie haben operiert und mit Chemo Therapien gearbeitet, aber das hat alles nichts geholfen. Er bekam die Diagnose, dass die Ärzte nichts mehr für ihn tun können und dass er nicht mehr viel Zeit hätte bevor er stirbt. Meine Eltern haben mir als ich fünf war nichts davon erzählt und wir haben meine Großeltern auch nicht oft besucht. So circa eine Woche bevor mein Opa gestorben ist sind wir doch nochmal zu ihm gereist, um seinen Geburtstag zu feiern. Mein Opa lag jedoch nur im Bett hatte richtig große Schmerzen und wollte auch nichts mehr essen. Ich habe heute noch Bilder davon im Kopf, als er richtig dünn war. Aber ich war ja erst fünf und habe nicht so richtig verstanden, dass er die tödliche Krankheit Krebs hatte und dachte, er hätte nur eine Erkältung. Als wir da waren hat er auch noch das letzte katholische Sakrament bekommen, die Krankensalbung, was ich früher auch noch nicht verstanden habe. Auf jeden Fall , ist er dann gestorben und ich habe nichts mehr verstanden. Das ist jetzt nun schon acht - neunJahre her und ich trauere immer noch oft. Das mit dem Krebs habe ich aber erst viele Jahre spáter so richtig verstanden was das ist. Ich habe generell vieles von meinem Opa erst nach seinem Tod erfahren und konnte die Sachen dann nicht mehr richtig verarbeiten. Noch dazu kam, dass drei Leite mehr an Krebs in meiner Familie erkrankten. Meine Tante hat gerade die selbe Diagnose wie mein Opa bekommen und sie wird bald sterben. Die Ärzte sagen, dass sie noch eine Lebenserwartung von 2 Jahren hat, wenn alles gut geht.

Ich habe darüber jetzt auch schon mit einem Pfarrer gesprochen, da ich das meiner Familie nicht sagen will und meine Freunde mir da auch nicht viel weiterhelfen können. Siehe meine anderen Fragen

Ist das denn normal nach acht Jahren immernoch teilweise über jemandem zu trauern? Und über jemanden traurig zu sein, der noch lebt (meine Tante)?

Es gibt noch mehr Detaills darüber, aber das wäre hier zu ausführlich.

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Bitte nur Leute antworten die sich mit Esoterik auskennen?

Also diese Frage richtet sich an alle, die sich mit dem Thema Esoterik beschäftigen und sich auskennen. Meine Mutter ist sehr gläubig und interessiert sich für dieses Thema. Von sich selbst glaubt sie, sie wäre ein inkarnierter Engel. Ich (m/15) interessiere mich eigentlich nicht für dieses Thema und fand es immer gar unangenehm . Neulich durchsuchte meine Mutter einige Internetseiten zu diesem Thema und bat mich die Merkmale inkarnierter Engel durchzulesen und ihr zu sagen, ob sie auf sie zutreffen. Allerdings hat es mich etwas beunruhigt, da manche Charaktereigenschaften auch auf mich zutreffen. Allerdings nur wenige. Diese Merkmale wären: Ich sage nicht allzu oft nein, also wenn mich jemand um etwas bittet, dann halte ich es ( meistens ) ein. Ich helfe Leuten viel, aber nicht weil es für mich eine Erfüllung ist, sondern weil ich eben nicht so gerne nein sage und ich so erzogen wurde Leuten zu helfen wenn sie einen darum bitten, und ich es einfach für richtig halte. Allerdings gibt es auch viele Dinge die nicht auf mich zutreffen, zum Beispiel dass man sich anders fühlt als andere oder dass man etwas gegen Gewalt hat. Ich bin nämlich ein großer Fan von Actionfilmen und liebe Kämpfe. Bin aber auch manchmal empfindlich. War auch schon in Schlägereien verwickelt. Ich persönlich bin zwar gläubig, möchte allerdings nicht ein Engel oder ein sonstiges Wesen sein, deshalb diese Frage: kommt euch so vor, als wäre ich ein inkarnierter Engel? Ich möchte es allerdings nicht, da ich immer ein normales Leben wie jeder andere Mensch hatte, und dass auch bei behalten will.

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Wie finde ich eine gute Leitfrage für meine 15-seitige Facharbeit (Bildungssystem als wahrscheinliches Thema)?

Hallo, sicherlich ist da nicht die beste Variante sein Thema zu finden, aber ich komm einfacht nicht weiter. Ich habe ein spezielles Thema und zwei weitere Optionen mehr oder weniger im Kopf, mein Lehrer sagte mir aber nun, damit ich nicht zu wenig oder zu viel Stoff habe brauche ich eine Leitfrage.

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Ansonsten möchte ich mich beruflich mit Informatik und Technik beschäftigen. Vielleicht gibt es dort noch gute Themenbereiche, die Bezug zu Schweden haben und 15 Seiten gut füllen.

Ich freue mich über jede Hilfe!

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